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Gast

  • #1

Zuerst zum Gesundheitsamt, und dannach erst Sex ohne Kondom! (?)

Gesundheitsämter bieten anonyme und kostenlose Tests zu HIV/AIDS, Hepatitis, Syphilis, Tripper, Chlamydien, HPV, und Genitalherpes.

Seht ihr diesen Standpunkt als Selbstverständlichkeit, kein Problem, oder Affront (bitte mit Geschlecht und Alter)?
 
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Gast

  • #2
Für mich ist ein vorheriger Test meines Partners ein Muss, und ich würde natürlich auch mitmachen, bevor es Sex ohne Kondom gibt. Habe aber auch eine Vorgeschichte mit Unterleibsentzündungen, daher gehe ich da absolut kein Risiko ein, da ich meine Fertilität nicht weiter gefährden möchte.
 
  • #3
<MOD: Wir weisen darauf hin, dass alle Beiträge Laienmeinungen darstellen. Wenden Sie sich bitte für verlässliche Auskünfte an einen Arzt.>

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Die Notwendigkeit und Empfehlenswertheit eines solchen stringenten Vorgehens ist vorallem vom eigenen Vorleben und dem des neuen Partners abhängig. Die Wahrscheinlichkeit der Infektion steigt steil an mit der Häufigkeit wechselnder Sexualpartner (Promiskuität).

Für mich persönlich wäre das völliger Overkill und ich wäre doch sehr erstaunt, wenn es gefordert werden würde. Ich habe solche Tests wegen neuer Partnerschaften noch nie in Anspruch genommen und auch noch nie an den genannten Krankheiten gelitten. Nein, ich denke nicht, dass ich so etwas machen würde. Wer das nötig hat, ist schon mal kein geeigneter Partner für mich.

Hinzu kommt, dass man ohnehin Vertrauen bezgl. der Zukunft haben muss -- wenn dieses Vertrauen nicht da ist, dann kann man es gleich vergessen, weil kein Test das Treueverhalten abdeckt.

Kurz zu HPV: Einen solchen Test gibt es nicht für Männer. Für Frauen kann er problemlos mit der jährlichen Vorsorgeuntersuchungen zusammen mit dem Pap-Test durchgeführt werden (und wird es auch, wenn man möchte).

Syphilis, Tripper und Chlamydien werden eigentlich nur getestet, wenn es konkrete Anhaltspunkte gibt, schließlich sind die Infektionen ja meist symptombehaftet.

Bezüglich Genitalherpes gilt ganz klar: Die ehrliche Auskunft bringt viel mehr als ein möglicher Test auf Antikörper. Der Test ist unüblich und teuer, wenn er HSV1 (Lippenherpes) und HSV2 (Genitalherpes) unterscheiden können soll.
 
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  • #4
Das Vertrauen nützt mir wenig wenn der potentielle Partner sich unwissentlich irgendwo angesteckt hat. Und erzählen kann mir jemand viel. Bei einem Mann der vielleicht 5 Sexualkontakte in seinem Leben hatte reicht exakt einer um sich irgendwo angesteckt zu haben.

Ich verlange von einem neuen Partner zumindest einen Aidstest, wer das nicht tut spielt Russisches Roulette. Für mich einfach unverantwortlich. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.

w45
 
  • #5
Für mich persönlich wäre das völliger Overkill und ich wäre doch sehr erstaunt, wenn es gefordert werden würde. Ich habe solche Tests wegen neuer Partnerschaften noch nie in Anspruch genommen und auch noch nie an den genannten Krankheiten gelitten. Nein, ich denke nicht, dass ich so etwas machen würde. Wer das nötig hat, ist schon mal kein geeigneter Partner für mich.


Um sich mit was anzustecken braucht man keine 100 keine 1000 Partner, es recht nur ein einziger, jeder der das nicht versteht, der gefedert nicht nur seine Gesundheit.

Auch wenn die Wahrscheinlichkeit gering ist krank zu werden, wenn man nicht jeden Tag einen neuen im Bett hat und die Partner an einer Hand abzählen kann. Wenn der andere Partner schon mal Sex hatte, dann kann er krank sein. Punkt.

<MOD: Bitte schreiben Sie Ihre eigene Meinung zum Titelthema.>
 
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  • #6
Ich habe auch mit meinem neuen Partner besprochen, dass es Sex entweder nur mit Kondom oder nach "bestandenem" HIV-Test gibt. Kondom wollte er nicht benutzen, jetzt praktizieren wir zunächst "Petting", um bis beide ihre Testergebnisse haben. Das ist nicht nur in ordnung, es ist im übrigen auch schön...
Und das hat nichts mit Vertrauen zu tun, sondern einfach mit statistischen Wahrscheinlichkeiten.

W, 40
 
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  • #7
zu 3

sehe ich ganz genauso.
Das ist ein absolutes Muss!

Habe das bisher auch immer so gehandhabt und gleichzeitig ebenfalls einen Test gemacht
(kann ja nicht nur verlangen!). Das war für meine bisherigen Partner auch nie ein Problem.


w/47
 
  • #8
Und das hat nichts mit Vertrauen zu tun, sondern einfach mit statistischen Wahrscheinlichkeiten.
Wenn das so wäre, wären quasi alle anderen Geschlechtskrankheiten bedeutsamer als ausgerechnet HIV. Statistisch ist die Chance in der Normalbevölkerung gering. Im Gegenteil schadet das einfache Konzept "HIV-Test, dann ohne Kondom", denn viele wichtige Krankheiten werden dabei nicht beachtet, obwohl deren Gefahr ungleich höher wäre.

Nichtsdestotrotz spricht natürlich nichts gegen einen freiwilligen HIV-Test. Wer ihn für sinnvoll hält, soll ihn gerne machen lassen -- aber bitte nicht denken, dann wären alle Gefahren aus dem Wege geräumt.
 
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  • #9
Wie so oft hat Frederika völlig recht.
Bei einigermaßen "normalem" Lebenswandel ist HIV kein Problem.
Die eine Ausnahme in zigtausend Fällen bestätigt allenfalls die Regel.
Anders als Lues, Gonorrhoe, Chlamydien usw. usf.- bis hin zu scheinbar "alltäglichen Unterleibsentzündungen", die oftzu Unfruchtbarkeit führen.

M48
 
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  • #10
Ich, FS (m,40), sehe das so: Alle Tests sind kostenfrei, anonym, und beliebig oft wiederholbar. (Es erfogt keine Information an den Hausarzt.) Es wird Blut abgenommen, ein Speichel- und ein Genitalabstrich gemacht, und es werden alle Krankheitsbilder getestet wenn man angibt früher einmal ungeschützten Verkehr gehabt zu haben. Binnen Tagen erhält man das Ergebnis. (Zum HPV-Test hat Frederika alles schon gesagt.)

Die wichtigste Erkenntnis die man dabei gewinnt ist: Man ist selber gesund!

Das ist auch die Nachricht, die ich an eine potentielle Partnerin weitergeben möchte. Ich werde treu sein, ich habe mich testen lassen, ich weiß ich bin gesund, und ich glaube dir, du bist es auch. Aber wenn wir beide ganz ehrlich sind, wir wissen es nicht.. Die Gewissheit kann heute jeder schnell & leicht & anonym & kostenlos abgreifen. Und klar, beim 1. HIV-Test hat fast jeder ein mulmiges Gefühl, da muss man einfach durch.

Dann werde ich sehen wie sie reagiert.
 
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  • #11
@8 HIV endet tödlich, Chlamydien eher weniger. Das ist für mich nicht nachvollziehbar wie laissez faire manche mit ihrer Gesundheit umgehen.

Ich mache einen Aidstest auch nach langjährigen Beziehungen, erwarte das auch von einem neuen Partner. Sorry wenn er sich da bereits verweigert ist er ganz sicher nicht der Partner für mich. Genau dann vermute ich nämlich dass er vielleicht einen Grund hat zu verweigern trotz aller schönen Erzählungen über sein nicht promiskes Leben.

Wenn hier einige glauben mit Fragen und Antwort Spielen das Risiko eindämmen zu können, na dann mal los. Diese Leichtgläubigen fallen bei der Partnerwahl für mich ganz sicher durchs Netz.

Ich trage Verantwortung nicht nur für mich, vielleicht denkt der ein oder andere mal darüber nach.

Die Einstellung des FS gefällt mir sehr gut.

w45
 
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  • #12
Der Test sollte absolute Voraussetzung sein, ansonsten immer nur mit Kondom. Sicher kann man nun wirklich nicht sein, und Wahrscheinlichkeiten helfen nicht, wenn es einen trifft.

Und dass andere Geschlechtskrankheiten schlimmer sein sollen als HIV, ist schlicht und einfach Blödsinn (auch wenn Unfruchtbarkeit als Folge natürlich fatal sein kann). Aber HIV führt zu Aids und damit zum sicheren (frühzeitigem) Tod. Und ja, manche leben damit gut 20 Jahre noch, aber nur mit erheblichen Einschränkungen durch Kombi-Therapien - und 20 Jahre sind heute nun wirklich nicht viel.
Es wird aufgrund der fortschreitenden Medizin gerne angenommen, HIV sei kein echtes Problem mehr, dass ist leider ein Irrglaube - die Gefahr sollte nicht unterschäzt werden.

Ein Partner, der den Test ablehnt, käme mir daher nicht ins Bett. Und wer mich ablehnt, weil ich mich absichern will, der soll das bitte tun, aber ich praktiziere immer Safer Sex.

w 37
 
  • #13
Um wirklich alle Gefahren auszuschliessen würd ich noch ein polizeiliches Führungszeugnis, Bewertungen der letzten 3 Liebhaber, mindestens drei Fahrsicherheitstrainings und einen Auszug aus der Verkehrssünderkartei vorlegen lassen bevor ich eine Beziehung eingehe. Alles deutlich höhere Risiken als eine HIV Infektion eines einigermassen normal sexuell aktiven.

Wer regelmässig Blut spendet weiss um seinen Status, und ich geh einfach davon aus dass mich keine vorsätzlich und wissentlich anstecken würde. Also mal schön den Ball flachhalten und einfach geniessen.
 
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  • #14
Gesundheitsämter bieten anonyme und kostenlose Tests ... Seht ihr diesen Standpunkt als Selbstverständlichkeit
Du meinst jetzt sicher nicht, ob es eine Selbstverständlichkeit ist, daß solche Tests von den Gesundheitsämtern kostenlos angeboten werden? Womit der treue Teil der Gesellschaft für die Folgen von Untreue aufkommen muß? Wenn es hilft, Ansteckung trotz eigener Treue zu vermeiden, ist das kleine finanzielle Opfer selbstverständlich.

Ich ergänze also die Frage um den fehlenden Teil „ist es selbstverständlich, daß der Partner sich auf Wunsch einem solchen Test unterzieht?”

Ich würde es nicht tun.

Besser gesagt: wenn ich nicht wüßte, ob ich mich vielleicht irgendwo angesteckt haben könnte, würde ich mich als Sexualpartner für unzumutbar halten. Und deshalb den Test machen lassen, ohne daß es einer Aufforderung bedarf.

Im Gegenzug bedeutet das: würde mich eine Frau dazu auffordern, stünde für mich das Gespenst einer Beziehung im Raum, die auf Kontrolle fußt statt auf Vertrauen. So etwas brauche ich nicht, da bleibe ich lieber allein.
 
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  • #15
FS
Wer regelmässig Blut spendet weiss um seinen Status, und ich geh einfach davon aus dass mich keine vorsätzlich und wissentlich anstecken würde.
Völlig richtig! Und wie stehst du zu Menschen die sich dem Wissen verweigern?

Die Tests sind seit geraumer Zeit kostenlos und leicht verfügbar, so dass jede denkbare Begründung ein vorgeschobener Grund bleibt, und es immer wieder auf die Aussage hinausläuft: "Ich möchte es nicht wissen, weil ich Angst davor habe ich könnte infiziert sein."
 
  • #16
@14 FS
Völlig richtig! Und wie stehst du zu Menschen die sich dem Wissen verweigern?
Hey, ich rede ja nicht davon dass man diesen Test nicht machen sollte wenn man die Gefahr hatte sich anzustecken. Oder noch besser gleich noch was gutes tun und Blutspenden gehen. Ich bin sogar der Meinung dass dieser Test beim Gesundheitscheck obligatorisch sein sollte.
Nur Du propagierst Sex erst zu machen wenn Sie Dir Ihre Testergebnisse vorlegt. Das sind zwei Paar Schuhe.

Da bleibt für mich die Romantik einfach auf der Strecke. Gut, ich bin allerdings auch keiner der beim ersten oder zweiten Date in die Kiste geht oder der sich von einer fremden Frau in der Dusche verführen lässt. Und da die zu mir passenden Partnerinnen ebenso drauf sind dürfte die Ansteckungsgefahr extrem gering sein.
 
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  • #17
Ich wäre nie auf die Idee gekommen, von einem Partner ein "Gesundheitszeugnis" zu fordern.

Obwohl ich zwischen meinen festen Partnerschaften auch Kurzzeitbeziehungen hatte und nicht wochenlang abgewartet habe, bis ich mit einem Mann der mir gefiel intim wurde. Allerdings hätte ich mich auch nie mit einem Mann eingelassen, der mir promisk oder in irgendeiner Form "verdächtig" erschienen wäre.

Man kann nicht alle Risiken im Leben ausschließen.
 
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  • #18
FS
Ich wäre nie auf die Idee gekommen, von einem Partner ein "Gesundheitszeugnis" zu fordern.
Vom Gesundheitsamt bekommt man kein schriftliches Gesundheitszeugnis ausgestellt. Die Ergebnise werden nur mündlich (auch telefonisch), das Ergebnis des HIV-Tests sogar nur persönlich, mitgeteilt. Die Test dienen maßgeblich der eigenen Gewißheit ob man wirklich gesund ist. Der Partner darf weiterhin auf das "bei mir ist alles ok" vertrauen.
 
  • #19
Vom Gesundheitsamt bekommt man kein schriftliches Gesundheitszeugnis ausgestellt. Die Ergebnise werden nur mündlich (auch telefonisch), das Ergebnis des HIV-Tests sogar nur persönlich, mitgeteilt.
Wie absurd und nutzlos ist das? Was bringt es dann, wenn es ohnehin nur auf Vertrauen hinausläuft?

Der werden jene mit unanständiger Lebensführung ja auch besonders flexibel mit der Wahrheit umgehen ... und sei es aus Scham oder Ignoranz oder Ausblendung.
 
  • #20
FS


Vom Gesundheitsamt bekommt man kein schriftliches Gesundheitszeugnis ausgestellt. Die Ergebnise werden nur mündlich (auch telefonisch), das Ergebnis des HIV-Tests sogar nur persönlich, mitgeteilt. Die Test dienen maßgeblich der eigenen Gewißheit ob man wirklich gesund ist. Der Partner darf weiterhin auf das "bei mir ist alles ok" vertrauen.
Hochinteressant. Dann sind die Leute, die hier immer darüber tönen, daß sie sich erst die Testergebnisse zeigen, bevor Sex ohne Kondom möglich ist, wahrscheinlich in erster Linie bigotte Schwätzer. Sonst hätte das schön längst jemand anders zur Sprache gebracht.
 
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  • #21
FS
Wie absurd und nutzlos ist das? Was bringt es dann, wenn es ohnehin nur auf Vertrauen hinausläuft? Der werden jene mit unanständiger Lebensführung ja auch besonders flexibel mit der Wahrheit umgehen ... und sei es aus Scham oder Ignoranz oder Ausblendung.
Vertrauen ist durch nichts zu ersetzen, und wie Kalle schon sagte, man muss darauf vertrauen, dass niemand den anderen vorsetzlich verletzten wird. Die Tests bringen persönliche Gewißheit und machen den Unterschied aus zwischen GLAUBEN und WISSEN.

In einer Zeit wo Wissen für jeden leicht und kostenlos verfügbar ist, weiterhin auf Glauben zu bestehen, lässt schnell den Verdacht aufkommen etwas verbergen zu wollen, oder schlicht in der guten alten Zeit verhaftet zu sein, als AIDS noch Gottes Strafe für Schwule und Drogensüchtige war.
 
  • #22
Hochinteressant. Dann sind die Leute, die hier immer darüber tönen, daß sie sich erst die Testergebnisse zeigen, bevor Sex ohne Kondom möglich ist, wahrscheinlich in erster Linie bigotte Schwätzer. Sonst hätte das schön längst jemand anders zur Sprache gebracht.
Tja, die Vermutung kommt hoch... wundert mich jetzt auch. Ich weiß leider nicht, ob Ämter bei kostenlosen Tests schriftliche Ergebnisse herausgeben.

Ob es soviele Lügner gibt, dass alle davon erzählen, sich Testergebnisse zu zeigen, obwohl es gar keine Zettel gibt? Also das kann man sich ja kaum vorstellen. Aber Theorie und Praxis liegen weit auseinander.

Wer hat jemals schriftlich das Testergebnis eines kostenlosen Tests bekommen?

Ich würde ohnehin niemals solche anonymen Tests machen, die sich an die Unterschicht richten. Warum nicht vertrauensvoll zu seinem Arzt gehen, wenn man Zweifel hat? Da bekommt man dann auch die richtige Beratung.
 
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Gast

  • #23
FS
Ich würde ohnehin niemals solche anonymen Tests machen, die sich an die Unterschicht richten....
... aus dem Münchener Flyer: "Unser Angebot richtet sich an alle Bürgerinnen und Bürger"

Ich würde vermuten, dass "anonyme Tests" sich an all jene richten, die sich "anonym" testen lassen möchten, wobei der zwingende Verweis auf unterschichtig nur billig ist. In den Gesundheitsämtern arbeiten übrigens auch Ärzte an die man sich vertrauensvoll wenden kann, und im Fall des Falles mögen diese sogar deutlich kompetenter sein als der eigene Hausarzt, weil sie sich täglich mit der Materie befassen.
 
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  • #24
Wie absurd und nutzlos ist das? Was bringt es dann, wenn es ohnehin nur auf Vertrauen hinausläuft?
Es ist absolut nicht nutzlos: Um Vertrauen kann ich nur werben, wenn ich mir meiner Sache absolut sicher bin, und das bin ich nach diesem Test - der im übrigen nur mich etwas angeht. Punkt.

Liebe Frederika, man kann nicht alles und jedes beim Partner immer nur kontrollieren wollen, [Mod.= gelöscht] Auch ein Ehrenwort muß noch etwas zählen dürfen.
 
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  • #25
weiterhin auf Glauben zu bestehen, lässt schnell den Verdacht aufkommen etwas verbergen zu wollen
Nicht auf Glauben, sondern auf Vertrauen. Denn ohne Vertrauen hat es keinen Sinn, überhaupt eine Partnerschaft einzugehen. Ein Zeitalter, in der sich jeder schon allein deshalb verdächtig macht, weil er keine Verfehlungen zu gestehen hat, ist ein armseliges und schreckliches Zeitalter. (m)
 
  • #26
nach diesem Test - der im übrigen nur mich etwas angeht. Punkt.
Das ist eine "interessante" Meinung, wenn man bedenkt, dass der Test durchgeführt wird, damit zwei Personen ungeschützt zusammen Geschlechtsverkehr haben können -- und man sich bei sich selbst ja wohl nicht ansteckt. Der Test wird für den anderen gemacht, um den Menschen, den man liebt, zu schützen.

Ich wundere mich wirklich über Deine Aussage.
 
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  • #27
Wenn das so wäre, wären quasi alle anderen Geschlechtskrankheiten bedeutsamer als ausgerechnet HIV. Statistisch ist die Chance in der Normalbevölkerung gering. Im Gegenteil schadet das einfache Konzept "HIV-Test, dann ohne Kondom", denn viele wichtige Krankheiten werden dabei nicht beachtet, obwohl deren Gefahr ungleich höher wäre.
HIV ist nunmal die einzige der Erkrankungen, die sowohl unter keinen Umständen heilbar ist und über kurz oder lang zum Tode und zu Einschränkungen führt. Das mag jeder für sich entscheiden, vor welcher Erkrankung er sich primär schützen möchte. Für mich sind die Rangfolgen klar, vor welcher Ansteckung ich die meiste Angst habe.
 
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  • #28
FS


Vom Gesundheitsamt bekommt man kein schriftliches Gesundheitszeugnis ausgestellt. Die Ergebnise werden nur mündlich (auch telefonisch), das Ergebnis des HIV-Tests sogar nur persönlich, mitgeteilt. Die Test dienen maßgeblich der eigenen Gewißheit ob man wirklich gesund ist. Der Partner darf weiterhin auf das "bei mir ist alles ok" vertrauen.
Das stimmt so nicht. Die Partner können gemeinsam zum Gesundheitsamt gehen und die Ergebnisse können mit dem Partner gemeinsam eingesehen werden.
 
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  • #29
Ich weiß leider nicht, ob Ämter bei kostenlosen Tests schriftliche Ergebnisse herausgeben.
Nein, normalerweise nicht. Mir erklärte die Ärztin beim Gesundheitsamt damals, dass viele einen HIV-Test machen lassen wollen, um sich für Pornofilme zu bewerben. Für solche Zwecke sollten sie dann halt bezahlen, dafür ist das Gesundheitsamt nicht zuständig und stellt deshalb keine schriftlichen Bescheinigungen aus.

Wer hat jemals schriftlich das Testergebnis eines kostenlosen Tests bekommen?
Ja, ich habe das Testergebnis damals schriftlich bekommen, das war allerdings eine Ausnahme. Normalerweise kann man den Partner ja mitbringen und gemeinsam das Ergebnis erfahren oder er kann anrufen und erfährt es dann (man bekommt eine Art Codenummer). Mein Partner lebte im Ausland, daher hat die Ärztin mir eine schriftliche Bescheinigung ausgestellt.

Ich würde ohnehin niemals solche anonymen Tests machen, die sich an die Unterschicht richten. Warum nicht vertrauensvoll zu seinem Arzt gehen, wenn man Zweifel hat? Da bekommt man dann auch die richtige Beratung.
Ich hatte damals keinen Hausarzt und wollte ein Ergebnis von offizieller Stelle. Das geht beim Gesundheitsamt schnell und problemlos, ohne dass man dafür einen Termin braucht. Ich wüsste nicht, was das mit Unterschicht zu tun hat.
 
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  • #30
Ehrlich gesagt wäre das die letzte Forderung, die meine Partnerin jemals an mich gestellt hätte. Ein absoluter Vertrauensbruch.