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Gast

  • #31
w 30:

Ich halte es für eine Selbstverständlichkeit. Und mir ist noch nie ein Mensch begegnet, der damit ein Problem hätte.

Wenn dem Partner etwas wichtig ist, sollte man es sowieso tun, solange es keinen Nachteil bringt, und nicht zickig werden. Das sehe ich grundsätzlich so. Wenn mein Partner eine Spinnenphobie hätte, würde ich auch die Spinnen entfernen. Ein HIV-Test ist etwas, das die normalsten Leute verlangen. Wem das schon zu viel verlangt ist, wie will so jemand eigentlich mit anderen eventuell vorhandenen Macken oder Ängsten des Partners umgehen? Und die hat so ziemlich jeder.

Für eine Patnerschaft käme jemand egozentrisches für mich in keinster Weise in Frage. Ich finde diese Reaktion des Beleidigtseins, bevor man sich ansatzweise mit dem Bedürfnis des anderen nach Sicherheit auseinandergesetzt hat, unsympathisch, und, für mein Empfinden, äußerst partnerschaftsfeindlich.
 
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Gast

  • #32
Im übrigen, an die gerichtet, die hier Angst um ihre "Romantik" haben: In einer Beziehung gibt es immer alltägliche Dinge, die man gemeinsam erledigt. Ein gemeinsamer Gang zum Gesundheitsamt ist mitnichten die schlimmste gemeinsame Unternehmung. Die Pärchen dort machen einen glücklicheren Eindruck, als jene, die man im Supermarkt über die Käsesorten diskutieren sieht. Und beim Gesundheitsamt ist auch nicht die "Unterschicht" überpropotional vertreten. Bei meinen Besuchen dort saßen vor allem über beide Ohren verliebte, studentische Pärchen im Wartezimmer. Vielleicht ist man in dem Alter noch nicht so empfindlich, was Forderungen nach Gesundheitszeugnissen angeht.
 
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  • #34
Ich wäre nie auf die Idee gekommen, von einem Partner ein "Gesundheitszeugnis" zu fordern ... Man kann nicht alle Risiken im Leben ausschließen.
Doch, kann man. Ein einfacher Test reicht dafür natürlich nicht aus. Er muß von mindestens zwei Ärzten unabhängig voneinander durchgeführt und das Ergebnis anschließend notariell beglaubigt werden, wobei dem Notar eine ebenfalls beglaubigte Abschrift der Approbation der Ärzte vorzulegen ist. Selbstverständlich muß der Test im Abstand von maximal 2 Wochen wiederholt werden, der Mann könnte ja zwischenzeitlich fremd gegangen sein und sich angesteckt haben.

Wer sich darauf nicht einlassen will, kommt mir nicht ins Bett.
 
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  • #35
@29: Hallo? Woher soll denn deine Partnerin wissen, ob Du nicht HIV positiv bist oder Du selbst weißt es garnicht? Heutzutage ist alles möglich, die Menschen vögeln wild quer beet ohne an die Konsequenzen zu denken!

Woher weißt Du denn überhaupt, ob deine neue Partnerin nicht selbst HIV positiv ist?
Nur weil sie nett ausschaut und es dir hoch und heilig verspricht? Sagen kann man viel, Fakten zählen!!!!
 
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  • #36
Ehrlich gesagt wäre das die letzte Forderung, die meine Partnerin jemals an mich gestellt hätte. Ein absoluter Vertrauensbruch.
Ich halte es für eine Selbstverständlichkeit. Und mir ist noch nie ein Mensch begegnet, der damit ein Problem hätte.
So unterschiedlich können die Meinungen sein.

Oder doch nicht? Der Knackpunkt ist, daß im Fall 2 die Frau den Mann auffordert, sich testen zu lassen. Und das ist natürlich ein übler Fauxpas, weil es die Integrität des Mannes in Zweifel zieht. Ein Mann, dem die Gesundheit seiner Frau wichtig ist, läßt sich unaufgefordert testen.

Mein Tipp: nicht auffordern, sondern 1.) mit gutem Beispiel vorangehen und 2.) fragen („ich hab’ mich letzte Woche auf AIDS testen lassen, warst du eigentlich auch schon mal bei so einem Test?”).
 
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  • #37
Doch, kann man. Ein einfacher Test reicht dafür natürlich nicht aus. Er muß von mindestens zwei Ärzten unabhängig voneinander durchgeführt und das Ergebnis anschließend notariell beglaubigt werden, wobei dem Notar eine ebenfalls beglaubigte Abschrift der Approbation der Ärzte vorzulegen ist. Selbstverständlich muß der Test im Abstand von maximal 2 Wochen wiederholt werden, der Mann könnte ja zwischenzeitlich fremd gegangen sein und sich angesteckt haben.

Wer sich darauf nicht einlassen will, kommt mir nicht ins Bett.
Sehr witzig. Ein negatives Ergebnis, das drei Monate nach dem letzten ungeschütztem Geschlechtsverkehr getestet wird, ist sicher genug. Und der Aufwand, zwei Morgende gemeinsam zum Gesundheitsamt zu laufen, unbedeutend. Da man die Egebnisse gemeinsam einsieht, ist jeder weitere von dir beschriebene Aufwand hinfällig.

Dass der Mann in der Zwischenzeit fremdgehen KÖNNTE, schneidet eine komplett andere Frage an, die überhaupt nichts mit der Frage nach dem Testen vor einer Beziehung zu tun hat. Der Mann (oder die Frau) kann vor dem Test selbst nicht wissen, ob er (sie) infiziert ist.

Aber, ob er in den zwei Wochen fremdgeht, das weiß derjenige! Würde er ungeschützt fremdgehen, müsste er sich selbstverständlich testen. Würde er es nicht tun, müsste er es nicht. Es geht hier nicht primär um die Frage des Vertrauens, sondern um die Sicherstellung, nicht krank zu sein. Das ist auch für einen selbst interessant und ich sehe das Problem absolut nicht.
 
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  • #38
So unterschiedlich können die Meinungen sein.

Oder doch nicht? Der Knackpunkt ist, daß im Fall 2 die Frau den Mann auffordert, sich testen zu lassen. Und das ist natürlich ein übler Fauxpas, weil es die Integrität des Mannes in Zweifel zieht.
Das sehe ich nicht so. Übler Fauxpas? Bei welchen Menschen? In meinen Augen ist eine beleidigte Reaktion nichts als pinibles Worte auf die Goldschale legen. Wenn einer einen Test verlangt, macht man eben einen, ohne groß herumzuinterpretieren und dem anderen Worte in den Mund zu legen oder Zweifel zu unterstellen; das ist zickiger und irrationaler als Frauen es angeblich sein sollen. Gerade bei so einer klaren und eindeutigen Sache, die sich in Nullkommanix aus der Welt räumen lässt, schon so kompliziert zu werden, würde für mich nicht auf gutes Beziehungspotenzial hindeuten.

Vielleicht bin ich deshalb einfach auch noch nicht solchen Männern begegnet. "Macht man das heute so?", war die einzige uneindeutige Reaktion, die ich mal bekommen habe, woraufhin sich entsprechende Person dann allerdings mit dem Gedanken anfreundete. Ein selbstbewusster Mensch fühlt sich nicht wegen jeder Kleinigkeit angegriffen.
 
  • #39
Liebe Leute,

wenn ein Mensch Parallelkontakte pflegt, kann er ein notariell beglaubigtes Testat in der Hand halten und innerhalb von drei Tagen mit ebenso vielen Menschen ins Bett gehen. Bei einem der drei Kontakte infiziert er sich und ist dann für Wochen hoch ansteckend, ohne dass es bei irgendeinem Test sichtbar würde. Leider gibt es auch Menschen, denen man das überhaupt nicht zutrauen würde!

Es gibt keine absolute Sicherheit- außer mann/frau vermeidet jegliche Intimkontakte.
 
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  • #40
...ist das ein ganz klares Signal, daß er dem anderen ein Ansteckungsrisiko, sprich: einen promisken und leichtsinnigen Lebenswandel zutraut. Treue Menschen, die in stabile Partnerschaften mit anderen treuen Menschen zu leben pflegen, haben ein sehr sehr geringes Risiko.

Und genau diese Menschen sind sich in der Regel auch der Verantwortung bewußt, die sie für die Gesundheit des anderen tragen, und lassen sich unaufgefordert testen.

Bei mir wäre nach einem „laß dich bitte auf AIDS testen” sofort der Ofen aus. Und, übrigens: ich bin getestet. Obwohl ich in den 6 Jahren immer nur mit derselben Frau geschlafen hatte.
 
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  • #41
...ist das ein ganz klares Signal, daß er dem anderen ein Ansteckungsrisiko, sprich: einen promisken und leichtsinnigen Lebenswandel zutraut. Treue Menschen, die in stabile Partnerschaften mit anderen treuen Menschen zu leben pflegen, haben ein sehr sehr geringes Risiko.
Aber es ist eben noch ein Risiko. Man kann sich auch auf anderem Wege als über Geschlechtsverkehr mit HIV infizieren. Es schadet einfach nicht, einen Test zu machen, das ist der Punkt. Bei mir wäre der Ofen sofort aus, wenn sich jemand wegen so einer Angelegenheit anstellen würde.
 
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  • #42
FS
... ist das ein ganz klares Signal, dass er dem anderen voll und ganz vertraut: sprich ab sofort eine innige und echte Partnerschaft in Treue führen möchte, keinen Grund mehr sieht Kondome verwenden zu wollen, keine Angst vor einer ungewollten Schwangerschaft mehr hat, und dafür doppelten Schutz benötigt. Dafür lässt man sich freiwillig selbst testen um sicher zu seinen seinen geliebten Partner nicht zu infizieren, und klärt seinen Partner auf, sofern dieser bisher noch nie an Vorsorge gedacht hat.
 
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  • #43
Man kann sich auch auf anderem Wege als über Geschlechtsverkehr mit HIV infizieren
Ja, man kann auch einen Autounfall erleiden, obwohl man kein Auto hat.

Es schadet einfach nicht, einen Test zu machen
Natürlich schadet es nicht, schon im eigenen Interesse. In der Aufforderung, einen Test machen zu lassen, steckt aber der unterschwellige Verdacht, einer Risikogruppe anzugehören. Das ist ein ganz heikles Thema, deshalb sollte man den Test aus freien Stücken machen und sich nicht erst dazu auffordern lassen. Kann doch nicht so schwer zu verstehen sein.
 
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  • #44
In der Aufforderung, einen Test machen zu lassen, steckt aber der unterschwellige Verdacht, einer Risikogruppe anzugehören. Das ist ein ganz heikles Thema,
Ach Gott. Mir ist meine Gesundheit wichtiger, als die Frage, irgendeiner Risikogruppe anzugehören, oder ob mein Partner das von mir denkt. Aber lieber die eigenen Vorurteile fast zwanghaft pflegen, als locker mit den Gesundheitsvorstellungen des Partners umzugehen. Da kann ich nur den Kopf schütteln, über solch eine Borniertheit auf Kosten der Sicherheit. Ich verstehe das sehr wohl, aber gerade das finde ich so unsympathisch, dass für mich so ein Mensch gleich erledigt wäre. Man bittet um einen Test und bekommt dann womöglich eine hysterische Antwort: "Was denkt du denn von mir, oh nein!"

Und natürlich kann man einen Autounfall erleiden, wenn man kein Auto hat. Aber wenn ich zwei mal zu einer Stelle gehen müsste, um das zu verhindern, würde ich es tun. Der Aufwand ist im Vergleich zum Nutzen absolut gerechtfertigt.

Das einzige, was ja als Argument dagegen vorgebracht wird, ist die psychische Komponente, dass der andere beleidigt ist aufgrund der Bitte. Aber für diese Komponente habe ich wie gesagt so wenig Verständnis, dass ich denjenigen alleine aufgrund des kindischen Verhaltens ablehnen würde, selbst wenn über seine Gesundheit Sicherheit herrschte. Da wäre mir das "Risiko" zu hoch, an jemanden zu geraten, der innerhalb einer Beziehung in jede Bitte Unterstellungen hineininterpretiert und häufig herumzickt und überreagiert.
 
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  • #45
Mich hat noch niemand nach einem Aids gefragt bzw. mich aufgefordert, mich testen zu lassen und umgekehrt auch nicht. Ich hätte dann irgendwie das Gefühl, der Mann misstraut mir oder glaubt, ich gehöre einer Risikogruppe an. Ich glaube, ich würde dieser Aufforderung nicht nachkommen.

w
 
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  • #46
habe ich wie gesagt so wenig Verständnis, dass ich denjenigen alleine aufgrund des kindischen Verhaltens ... häufig herumzickt und überreagiert.
Ja, siehst Du, deshalb passen manche Menschen einfach nicht zusammen: der eine legt Wert auf gegenseitiges Respektieren, der andere beleidigt den Partner immerfort und beschwert sich dann auch noch über dessen „zickiges” Reagieren.

Es macht nun einmal einen erheblichen Unterschied, ob man fragt („hast du eigentlich einen Test machen lassen?”) oder auffordert („laß dich bitte testen”). Das zweite impliziert nämlich, daß der andere es nicht getan hat, ergo sich verantwortungslos gegenüber dem Partner verhält.

Mich würde mal eines interessieren: wie viele der Frauen, die vom Mann einen HIV-Test einfordern, sind eigentlich mit gutem Beispiel vorangegangen?
 
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  • #48
Ja, siehst Du, deshalb passen manche Menschen einfach nicht zusammen: der eine legt Wert auf gegenseitiges Respektieren, der andere beleidigt den Partner immerfort und beschwert sich dann auch noch über dessen „zickiges” Reagieren.

Es macht nun einmal einen erheblichen Unterschied, ob man fragt („hast du eigentlich einen Test machen lassen?”) oder auffordert („laß dich bitte testen”). Das zweite impliziert nämlich, daß der andere es nicht getan hat, ergo sich verantwortungslos gegenüber dem Partner verhält.

Mich würde mal eines interessieren: wie viele der Frauen, die vom Mann einen HIV-Test einfordern, sind eigentlich mit gutem Beispiel vorangegangen?
Was für eine Wortanalysiererei. Selbstverständlich kann man erst fragen, ob der andere sich hat testen lassen und dann einen gemeinsamen Test vorschlagen. Ich verlange in jedem Fall einen Test und gehe nicht mit gutem Beispiel voran, weil wir uns gemeinsam testen lassen.

Es ist keine Beleidigung, wenn man diese Sache einfach sachlich klarstellen lassen will. Es hat mitnichten etwas mit respektvollem Umgang zu tun, wenn man auf Dinge, die dem anderen wichtig sind, beleidigt reagiert, ohne auch einmal die andere Perspektive zu wechseln. Das ist eher eine Art des Umgangs, in dem man eine Reihe Dinge nicht offen ansprechen darf, weil der andere sich dann gleich auf den Schlips getreten fühlt, während dieser damit selbst beleidigend auftritt und es nicht einmal merkt. Eine kollegiale, kooperative Gemeinschaft sieht so nicht aus.

Da hast du recht, so ein Mensch würde zu mir nicht passen. Ein Punkt, den ich interessant finde, ist jedoch, dass solche Menschen wahrscheinlich nur zu Menschen passen, die in jedem Punkt genauso ticken wie sie. Ich sage es mal so, ich würde auch bereit sein, Dinge abzuchecken oder zu tun, die ich nicht zwingend für notwendig hielte. Dagegen andere meinen, alles muss so ablaufen, wie sie es für richtig halten. Zu verlangen, dass derjenige, der einen Test möchte, seine Ängste abstellt, finde ich im Vergleich zu dem Aufwand, den ein Test kostet, an Uneinfühlsamkeit nicht mehr zu überbieten.