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  • #1

Zukunft von Beziehungen

Ich grüble ab und zu gerne über gesellschaftliche Entwicklungen nach und eine Frage beschäftigt mich dabei immer wieder: wie wird sich das Beziehungsverhalten von Männern und Frauen zukünftig entwickeln?

Wird der Trend zu eher lockeren Beziehungen weitergehen?
Kehr sich der Trend um?
Wird es noch weniger Ehen geben?
Wird Single mit FWB der Standard?
Oder verabschiedet sich ein signifikanter Teil von einem oder beiden Geschlechtern ganz (ähnlich der "Herbivore men" in Japan)?

Was meint ihr dazu?
 
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  • #2
Schreibst du eine Arbeit darüber? Andernfalls denke nicht zu viel nach, sondern lebe heute.
Wie sich die Trends entwickeln bleibt eine wage Spekulation und ist m.E. unsinnig. Das hängt von zu vielen Faktoren ab, in fünf Jahren kann ein Meteorid einschlagen und uns gibt es nicht mehr. Merkst du etwas?
Es ist eine verschwendete Zeit und du wirst zu 90% Antworten erhalten in Richtung, alles ist schlecht, eine Gesellschaft bestehend zunehmend aus Single, kurzlebige lockere Beziehungen. Das war immer schon so und es geht in die Richtung früher war alles besser.
 
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  • #3
Ich sehe das nicht so dramatisch. Wenn ich mich in meinem Freundeskreis umschaue, leben dort 90% in festen Partnerschaften und einige davon sogar richtig lang. 1-2 sind auch schon verheiratet. Eigentlich alles ganz normale Entwicklungen. Sicherlich bleiben nicht alle ewig zusammen, ich denke mal um die 40 wird es dann wieder eine Trennungswelle geben aber so ist das halt, ich glaube nicht dass der Mensch für das Beziehungsmodell ewige Partnerschaft wirklich gemacht ist.

Ich würde mir für zukünftige gesellschaftliche Entwicklungen noch mehr Menschen wünschen, die mit sich selbst glücklich sind und nicht ihr Wohlbefinden alleinig über Freunde sowie Partnerschaften definieren. Ich glaaube auch, dass Partnerschaften dann nochmal eine höhere Qualität bekommen, auch wenn das zunächst widersprüchlich klingt.

Gruß
m.31
 
  • #4
Ich glaube,daß ist ein "Zeitphänomen".

Menschen haben bis ungefähr 30-35 mehrere Beziehungen hinter sich und merken irgendwann,daß es immer gleich abläuft.

Viele,wollen dann lieber garkeine Beziehung mehr,als eine unglückliche.
Der Wunsch nach der großen Liebe bleibt,in jedem Alter.
Aber die Kompromißbereitschaft sinkt mit jedem Lebensjahr.

Ich glaube,Ehen wird es mit der Zeit immer weniger geben.
Beziehungen aber schon.
 
  • #5
Ich vermute mal in allen Altersklassen, jetzt und künftig:

- mehr feste Beziehungen, mit getrennten Wohnungen, aber nicht weit entfernt.
- mehr Gefühlschaos in festen Beziehungen
- Sex wird immer wichtiger
- mehr Frauen, die Single sind, und länger brauchen, um einen Partner zu finden.
Während Männer eher z.B. "Zwischenlösungen" wählen.

Die Leute (M+F) die sich selber genug sind, werden hierzulande noch ein kleiner Teil bleiben.
Vermehrt im Rentenalter, ansonsten Einzelfälle.
Dagegen in den USA bereits ein kleiner Trend ?

In Japan dagegen öfter vorhanden, m.E. wegen dem besonders hohen Leistungsdruck, dem sich immer mehr junge Leute versagen. Und dafür auf Familiengründung verzichten, ggf. sogar auf (lange/lebenslange) Beziehungen. Dafür weniger Einkommen brauchen = weniger leisten müssen.

Wir bekommen neue Generationen, die erleben, wie die bisherigen Generationen (z.B. Eltern)
finanziell und ggf. persönlich belastet sind, durch Familie und Scheidungen.
Und sich selber dagegen entscheiden, um nicht ebenso belastet zu sein.
-> weniger Hochzeiten -> weniger Geburten.

Frau bekommt Kind/er. Wann wird sie alleinerziehend sein ?
Ein Paar heiratet = gleich auf die Scheidung sparen. Nach der Scheidung ggf. leben auf Hartz-4 Niveau, trotz Vollzeit-Job, wegen den Unterhaltszahlungen.
= wer will noch so leben, bzw. diese Risiken eingehen ?
Oder sein Einkommen lieber für Anderes ausgeben ?

In Industrieländern werden die Frauen immer selbständiger und unabhängiger. Was ich grundsätzlich gut finde, und respektiere.
Aber deren Partnersuche wird immer schwieriger, für beide Seiten.
Sie können sich m.E. leichter z.B. für ein neues Smartphone-Modell, als für einen neuen Partner entscheiden. Zwei bis drei Jahre Partnersuche ist für viele Frauen heutzutage schon normal.

Bei jungen Frauen bis ca. 25 J. ist Sex besonders wichtig geworden, und untereinander großes Gesprächsthema. Lt. einer Umfrage sei ihnen mehrheitlich das Smartphone aber noch wichtiger, als Sex. Wird dann die Liebe nachrangiger ?

Mich wundert immer mehr, was die Leute (M+F) unter Liebe verstehen, selbst in festen Beziehungen.
Bei der Partnersuche scheint der Sex-Appeal wichtiger zu werden, bis hin zur Wahl des Ehepartners.
Sex, Geld, Macht, Egoismus ..... aber sie nennen es "Liebe"

Ich habe persönlich recht romantische Vorstellungen von Liebe und Partnerschaft.
Aber damit scheine ich um Jahrzehnte "zu spät" zu sein ?

(m,53)
 
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  • #6
Die Zukunft wird so aussehen, dass die Leute nur noch paralysiert auf ihr Smartphone starren, genauso wie der Partner neben ihnen, falls es denn einen gibt. Mit diesem wird nicht mehr direkt gesprochen, sondern nur noch per Smartphone kommuniziert. Trifft man sich einmal (für Sex), wird natürlich auch nebenbei das Telefon liegen. Während des Aktes macht man Fotos, die man per Facebook seinen 4405568 Freunden präsentiert.
Auch gibt es die Partner-Überwachungs-App, mit deren Hilfe man wissen kann, was der Partner treibt, auch wenn er das Smartphone gerade nicht dabei hat - ein Phänomen, das zwar kaum noch vorkommen wird, aber wenn es auftritt, dann höchst verdächtig ist.
Hochzeiten wird es kaum noch geben - und wenn, dann ist beim Standesamt natürlich das Smartphone Trauzeuge. Die Trauungen werden mehrfach durch Anrufe und Postings bei FB unterbrochen, falls sie denn überhaupt zustande kommen.
 
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  • #7
Hausbesitzer wissen, dass mittlerweile große Wohnungen mit Platz für eine Familie sehr schwer zu vermitteln sind. Höchstens noch für eine WG.
Deswegen werden Häuser immer mehr zu Singlewohnungen umgestaltet, weil dorthin die Nachfrage besteht.
Der Trend geht dorthin, dass Beziehung schon gewünscht, aber jeder hat seine eigene Wohnung. Dort kann man auch ohne Beziehung und Stress leben.

So sehe ich das.
 
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  • #8
Du könntest zu dem Thema einen VHS Kurs besuchen oder als Gasthörer Soziologie studieren.
 
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  • #9
Schreibst du eine Arbeit darüber? Andernfalls denke nicht zu viel nach, sondern lebe heute.
Wie sich die Trends entwickeln bleibt eine wage Spekulation und ist m.E. unsinnig. Das hängt von zu vielen Faktoren ab, in fünf Jahren kann ein Meteorid einschlagen und uns gibt es nicht mehr. Merkst du etwas?
Es ist eine verschwendete Zeit und du wirst zu 90% Antworten erhalten in Richtung, alles ist schlecht, eine Gesellschaft bestehend zunehmend aus Single, kurzlebige lockere Beziehungen. Das war immer schon so und es geht in die Richtung früher war alles besser.

Hier FS

Nein ich schreibe keine Arbeit darüber. Wenn, dann würde man dafür hoffentlich auf fundiertere Quellen zurückgreifen. Es geht für mich auch nicht um einen persönlichen Bezug. Ich lebe schon so, wie ich es für richtig halte. Ich finde einfach gesellschaftliche Entwicklungen und die dahinter liegenden Dynamik interessant. Für mich sind gesellschaftliche Entwicklungen auch nicht inhärent gut oder schlecht. Sie sind so, wie sie sind.
 
  • #10
Ich finde einfach gesellschaftliche Entwicklungen und die dahinter liegenden Dynamik interessant.
Ich finde die Ausnahmen interessant, abseits des Üblichen in der Gesellschaft.
Besonders in früheren Zeiten, wo Alles so streng und gesittet schien.

Mir scheint allgemein das Interesse am heiraten wieder etwas zu steigen.
Dort, wo die Leute mehr Geld verdienen, als woanders in Dtl.
Oder besser bezahlte Berufe und deren Jobs inne haben.
Aber ihren Kinderwunsch trotzdem nicht gleich nach der Hochzeit erfüllen.
Sondern wenn, dann erst nach ein paar Jahren Ehe.

Relativ häufig: Ganz junge Eltern (um 20+) - nur bei einfachen Gesellschaftsschichten ?

Ein anderer Trend: Paare mit doppeltem Einkommen - keine Kinder - nicht verheiratet - (= DINKs)
und wochenends z.B. auf Mountain-Bikes unterwegs.

Wir haben die freie Partnerwahl. Und gesellschaftlich nicht mehr den Zwang zum heiraten.
Aber ist sie wirklich so frei, wie sie scheint ?

So Manche suchen m.E. "pflegeleichte" Beziehungen. Die man nach Bedarf näher holen, oder auf Abstand halten kann. Dabei helfen z.B. getrennte Wohnungen, und Jeder eigenes Einkommen und vielfältige Interessen.
 
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  • #11
Hallo
bin Gast. Was bitte ist ein Single mit FWB ?
 
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  • #12
Ich denke, es ist heute nicht anders als früher und wird in Zukunft auch nicht anders sein.
Früher haben vielleicht mehr Ehen gehalten, aber eine Ehe bedeutet nicht automatisch eine Beziehung zueinander haben.
 
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  • #14
Ja, ich fände diesen Trend sehr toll und würde das befürworten, so habe ich als Frau genug Zeit, meinen Hobbys beliebig nachzugehen, meine Karriere voranzutreiben, alleine auf Partys zu gehen wann und wie oft ich will, bin sexuell und herzmäßig nicht eingeschränkt, kann jederzeit vereisen und auch mal einige Monate an verschiedenen Orten der Welt bleiben, ohne jemandem Rechenschaft für meinen Lebensstil abzulegen. Das Selbe steht natürlich auch dem Mann zu. Warum nicht? Das Leben ist zu kurz, um sich einzuschränken. Und ich finde es schön, wenn sie dem Lebensstil noch einige andere Leute anschließen würden, dann kommt man sich nicht so alleine vor. Zumindest ich habe noch einiges vor im Leben und das geht mit Beziehung nun mal nicht. Und bevor jetzt jemand sagt, das geht doch: Nein, tut es nicht. Ich träume gerne von verschiedenen Männern, bin aber auch treu. Wenn ich Romantik will, lese ich lieber einen Liebesroman.

Ich könnte mir vorstellen, zu heiraten, aber so gegen Ende des Lebens, aber dann keine große Liebe mehr, sondern einen alten Bekannten, mit dem man sich schon 30 Jahre zuvor herumgeärgert hat. Ein Kind würde ich lieber gegen einen Butler ersetzen, der einen am Sterbebett füttert, sofern ich später das Geld dazu habe, aber das muss dann schon ein knackiger junger Chippendale sein, der einem hin und wieder mal zuzwinkert. Dann wäre ich vollkommen zufrieden.

w
 
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  • #15
Da der Trend zur Scheidung ab 40 auch immer mehr zunimmt, muss es ja vorher zumindest viele Eheschließungen gegeben haben. Als wieder Single und vielleicht dazu noch AE tut man sich schwer, nochmals zu heiraten. Kenne in diesem Bereich jedenfalls nur ganz wenige Ausnahmen.

Für das Alter stellt man sich dann eine Senioren-WG vor, diese Form nimmt auf jeden Fall zu.

Also wäre es gut, wenn es dann noch ein paar große Wohnungen geben würde, bis die zur Zeit ca. so 50igjährigen ihre Single-Wohnung verlassen möchten.

Single-Whg oder Single in WG
Familien-Whg oder Haus
Scheidung
Single-Whg mit oder ohne Beziehung
Senioren-WG oder Seniorenwohnheim
 
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  • #16
Ich bin mir ganz sicher das wir über mehrere Phasen hin zum Japanischen Vorbild gelangen werden, Tendenzen sieht man heute schon, vor allem in den USA.
Heute sagen sich 75 % aller Japanischen Männer, biss zum alter von 35, gänzlich von Frauen ab.
Für mich eine vollkommen logische Entwicklung.
Stichwort: Feminismus.
 
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