• #1

Zukunftsperspektiven nach Trennung mit Kindern

Hallo zusammen!

Ich (37, w) bin nun seit 2,5 Jahren getrennt und in letzter Zeit taucht immer mehr die Frage auf, wie ich meine Zukunft auf verschiedenen Ebenen (Kinder, neue Beziehung, Job, Wohnen) gestalten will. Es würde mich daher sehr interessieren, wie das bei anderen lief.

- Zu den Kindern: ich habe zwei Kinder (10 und 4), die bei mir wohnen. Die Ehe und die Trennung waren sehr konfliktreich und für meine ältere Tochter war es recht schwierig bzw. es ist von Zeit zu Zeit immer noch schwierig. Ich hab da sehr viel Energie investiert und mittlerweile hat sich für meine Tochter Vieles normalisiert. Die Schule läuft gut, sie hat neue Freunde (wir sind 10km umgezogen), macht Sport, Musik etc. Für meinen Sohn läuft alles gut, er ist happy im Kindergarten und entwickelt sich prima. An den Wochenenden, an denen sie da sind, machen wir diverse Unternehmungen und wir haben eine gut Zeit zusammen.

- Neue Beziehung: Seit zwei Jahren habe ich einen neuen Partner (43). Zwischen uns Zweien passt es gut. Wir gehen liebevoll und aufmerksam miteinander um, haben auch gemeinsame Interessen wie Wandern und anderen Sport. Wir können gut miteinander reden. mit meinen Kindern geht es auch zu Viert gut. Schwierigkeiten gibt es immer mal mit seinen Kinder (10, 9). Er hat die Kinder 2,5 Tage in der Woche und möchte dann gefühlt alles von einer Woche nachholen. Seit ein paar Monaten (gab aber auch schon vor mir) gibt es immer wieder Situationen, wo sich eines oder beide Kinder weigern zu ihm zu kommen. Ich würde da leider auch schon zur Zielscheibe gemacht. Das obwohl es eigentlich selten ist, dass ich da bin, wenn seine Kinder bei ihm sind. Einfach ist auch nicht, dass die Kinder beinah keine sozialen Kontakte haben, da sie im Ort der Kindsmutter zur Schule gehen (30km weg) und dort ihre Freunde haben. Da frag ich mich des öfteren, wie das weitergehen wird und ob sich die Kinder von ihrem Papa entfremden werden in der Pubertät und wie sich das alles auswirken wird auf den Wunsch zusammenziehen.

-ich hab vor über einem Jahr einen neuen Job gefunden, der für mich ein Traumjob ist und mich total erfüllt und bei dem die Arbeitszeiten gut mit Schule und Kindergarten zu vereinbaren sind. Ich mache dort bald eine Weiterbildung und bin gespannt, wie sich das weiter entwickelt. Ich hab Ambitionen dort noch mehr Verantwortung zu übernehmen.

-Ich wohne auf dem Land (aber trotzdem in Stadtnähe) zur Miete in einem kleinen, alten Häuschen (70 qm) mit kleinem Garten und Hof. Alles sehr schnuckelig, nur wird es wohl für die Zukunft notwendig sein, etwas Größeres zu haben.
 
  • #2
Ich frage mich nun, wie sich alles weiterentwickeln soll und was ich eigentlich will.

Mein Partner wohnt eine knappe Stunde von hier, hat ein sehr grosses Haus mit grossen Garten. Es gäbe dort locker noch für uns drei Platz. Er will das Haus weiter für sich alleine behalten. Aufgrund der Situation mit seinen Kindern, des Umzugsstress für meine Kinder, der Besitzverhältnisse und dass es das ehemalige Haus mit der Exfrau ist, kann ich das eigentlich nicht eingehen. Für Alternativen hat er einige Argumente parat... Mittlerweile favorisiere ich (wenn ich nach der endgültigen Scheidung weiss, wo ich finanziell stehe) , dass ich mir in meinem Ort etwas Größeres suche, wo er sich auch etwas für sich einrichten könnte. Er bringt hier immer wieder vor, wie schwierig es sei, an zwei Orten zu leben, zwei Haushalte zu organisieren.

Ich weiss nicht, ob unsere Beziehung daran eventuell zerbrechen könnte. Sein Wunsch nach Zusammenwohnen ist sehr gross. Ich könnte auch so wie jetzt weitermachen (zweimal die Woche sehen, ein Abend werktags, meistens Samstagabend bis Montagmorgen oder auch mal ein ganzes Wochenende zusammen), finde aber Zusammenziehen auch gut, ich wünsche mir durchaus mehr Nähe und Alltag. Er hätte am liebsten wieder ein "normales" Familienleben, aber ich fürchte, dass dieser Wunsch an der Realität von zwei Getrennten mit Kindern scheitert.

Mich würde sicher interessieren, wie ihr meine Situation seht, aber auch wie es bei euch nach einer Trennung mit Kindern weiterging. Mit einer neuen Beziehung, den Kindern, dem Wohnen etc.

Mod.-Anm: Ausnahmsweise, aber generell: Mehrteiler werden nicht freigeschaltet.
 
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  • #3
Nun, die Situation ist folgende - du bist diejenige, die kleinere Kinder hat, die dazu noch die meiste Zeit bei dir wohnen. Als AE einen guten Job, der familienfreundlich ist und eine bezahlbare Wohnung zu finden, ist oft reine Glückssache. Deswegen würde ich dir empfehlen, vorerst nichts überstürzen.

Es gäbe dort locker noch für uns drei Platz. Er will das Haus weiter für sich alleine behalten.
Wie meinst du das? Er will nicht, dass du dorthin ziehst? In diesem Fall würde ich erst recht nichts überstürzen, da eure Beziehung einen Ungleichgewicht zu haben scheint. Prüfe gründlich, ob dein Wunsch (oder sein Drängen auf Zusammenziehen) Bestand hat und nicht nur auf Vorstellungen und Hoffnungen aufgebaut ist - schau ins Paralleltread, wie das ablaufen /enden kann.
Generell bist du diejenige, die mehr zu verlieren hat und ich würde an deiner Stelle es mir drei mal überlegen, ob ich alle Zelte abbrechen, vor allem bin mir irgendwie ziemlich sicher, dass du noch unerfreuliche Details zu eurer Partnerschaft nachreichen wirst.
 
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  • #4
Grundsätzlich: Deine Scheidung fehlt noch? Wird Zeit, wenn Du einen Neuanfang willst...

Aufgrund der Situation mit seinen Kindern, des Umzugsstress für meine Kinder, der Besitzverhältnisse und dass es das ehemalige Haus mit der Exfrau ist, kann ich das eigentlich nicht eingehen.
Gut, also Du willst nicht zu ihm ziehen. Warum ist seine Scheidung noch nicht durch?
Für Alternativen hat er einige Argumente parat...
Und er nicht zu Dir...
Mittlerweile favorisiere ich (wenn ich nach der endgültigen Scheidung weiss, wo ich finanziell stehe) , dass ich mir in meinem Ort etwas Größeres suche, wo er sich auch etwas für sich einrichten könnte.
So, wie Du bei ihm? Bei ihm sind die Tatsachen gegeben, Du schaffst sie jetzt. Warum nicht gemeinsam?
Er bringt hier immer wieder vor, wie schwierig es sei, an zwei Orten zu leben, zwei Haushalte zu organisieren.
Nachvollziehbar. Einer von beiden gibt nach oder beide...
Da ist wohl ein Grundsatzgespräch zur gemeinsamen Zukunft fällig. Egal, ob es LAT oder eine der anderen Varianten wird.
 
  • #5
FS: er ist seit einigen Jahren geschieden. Ich habe die Scheidung eingereicht, musste aber 2 Trennungsjahre warten.

Sein Haus gehört ihm alleine. Er hat es damals mit seiner Exfrau gebaut. Er möchte sehr, dass ich dort einziehe. Ich hätte aber dort quasi Gaststatus.
 
  • #6
im Ort der Kindsmutter zur Schule gehen (30km weg) und dort ihre Freunde haben. Da frag ich mich des öfteren, wie das weitergehen wird und ob sich die Kinder von ihrem Papa entfremden werden in der Pubertät und wie sich das alles auswirken wird auf den Wunsch zusammenziehen.
Ja also meine Eltern haben sich voneinander getrennt da war ich 5 und irgendwann hab ich meinen Vater nur noch 1-2 mal im Jahr besucht (keine Lust, meine Freunde waren in der Stadt in der meine Mutter und ich zusammen wohnten) was möchtest du auch als Erwachsener mit einem Teenager übers Wochenende machen? Der hat kein Bock auf seine Eltern. Am besten man versucht das Kind nicht zu zwingen zum Vater zu müssen, es darf selber entscheiden, bei mir war das immer Pflichtprogramm, meine Eltern haben kein gutes Wort übereinander verloren „Oh, deine Mutter ist unpünktlich wie immer!“ „Ja ist wieder mit ihrem Macker da und holt dich ab.“ Fühlt sich sehr toll an so hin und her geschobene zu werden und mitzubekommen wie wenig sich die Eltern ausstehen können 👌
Ich würde das so regeln, dass die Kinder frei entscheiden können ob sie kommen wollen und auch das sie sich mal nur alleine mit ihrem Papa treffen können und du mit deinen Kindern nicht immer dabei bist.


Er will das Haus weiter für sich alleine behalten. Aufgrund der Situation mit seinen Kindern, des Umzugsstress für meine Kinder, der Besitzverhältnisse und dass es das ehemalige Haus mit der Exfrau ist, kann ich das eigentlich nicht eingehen.
Ja dann fällt das Haus von ihm also schon mal raus, da müsst ihr dann eine Lösung finden.
Haus verkaufen, vermieten und ein neues Haus oder eine große Wohnung zusammen suchen und genau überlegen wo, für deine Kinder wird das blöd, sie haben sich an ihren Wohnort gewöhnt, ihre Freunde und Schule dort. Bei deinem Freund sind die Kinder nur ein paar Tage die Woche bei ihm, für die Kinder wäre es nicht so „wild“ ihr normales Leben spielt sich weiterhin da ab wo diese mit ihrer Mutter leben.
Du hast deinen Traumjob gefunden und dich mit deinen Kindern eingerichtet. Wenn er näher zu dir ziehen würde müsste er 1h zur Arbeit fahren?
Wenn du dir das leisten kannst kannst du nach einer größeren Wohnung/Haus schauen in deiner Gegend.
Ich würde nicht wegziehen wenn ich weiß mein Kind hatte Probleme mit der Trennung und fühlt sich gerade wieder wohl und die Kinder meines Partners sind nur ein paar Tage beim Partner ggf. in ein paar Jahren (Pubertät) gar nicht mehr so häufig und zusätzlich müsste ich noch täglich 1h zur Arbeit fahren.

So wie @realwoman es schreibt würde ich auch nicht überstürzen, gut überlegen da hängt einiges dran bei euch (Kinder, Distanz, Arbeit).

W 27
 
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  • #7
Liebe FS, ich frage mich ja immer wieder, wie bekommen es Menschen hin, so schnell einen neuen Partner zu finden? Ich meine, man hat den Stress der Trennung, die Versorgung der Kinder, den Beruf, den Haushalt usw.
Ich weiß gar nicht, wie es funktioniert, dass man in dieser Situation auf Partnersuche ist ... aber egal, ich bin der absoluten Überzeugung, dass Du das machen solltest, was sich für DICH gut anfühlt. Ist klar, dass er sehr gerne und sehr schnell den Status einer „Familie“ wieder hätte, das kann man aber nicht erzwingen.
Du hast nicht zu Unrecht Dein Bauchgefühl, es trägt Dich und warnt Dich. Glaube mir, das geht zu schnell bei Euch. Ich kann diesen Wunsch nach Nähe und Normalität nach der Trennung gut verstehen, aber wir alle lernen aus unseren Fehlern und Trennungen. Es ist mE fatal, sofort in die nächste Beziehung mit allem Zipp und Zapp einzusteigen. Trennt Euch erstmal richtig von den Partnern, wartet die Scheidungen ab und lasst Euch Zeit. Ist die Beziehung tragfähig, überdauert sie die Zeit. Wenn nicht, konntet ihr zumindest den Kindern viel Leid ersparen.
 
  • #8
ich hab vor über einem Jahr einen neuen Job gefunden, der für mich ein Traumjob ist
Das oberste Gebot hier sehe ich in "gib den Job niemals auf für diese Beziehung". Das würde der Mann auch niemals tun, wenn er sich danach verschlechtert oder in der Schwebe hängt.
Eine Beziehung muss für BEIDE den Platz lassen, dass sie sich beruflich verwirklichen können, WENN sie das wollen.

Schwierigkeiten gibt es immer mal mit seinen Kinder (10, 9).
Das ist verständlich, dass die vor der Beziehung kommen. Wenn es zu sechst mit euch nicht klappt bzw. nicht mal nur mit seinen Kindern, wenn Du dabei bist, dann nimm das ernst. Ich sehe nicht, wie man dann zusammenziehen sollte. Denn es entstünde ja zwangsläufig eine Situation, in der er sich entscheiden müsste, auf welcher "Seite" er ist. Und er wirkt nicht so, als wäre er da gerecht, wenn es um seine Kinder geht. Er wird auch ein schlechtes Gewissen haben ihnen gegenüber, wenn er sie aus ihrem Elternhaus "rausgeschieden" hat und nur 2 Tage die Woche sieht.


Das obwohl es eigentlich selten ist, dass ich da bin, wenn seine Kinder bei ihm sind
Naja, das klappt mit euch ja auch nicht, sonst wärst Du längst mehr befreundet mit den Kindern in 2 Jahren. Vielleicht hat der Mann Dich auch ferngehalten, weil er keinen Stress will. Die Kinder wurden in den 2 Jahren nicht damit konfrontiert, dass es Dich wirklich als feste Partnerin gibt, wie sollten sie jetzt verstehen, dass sie Dich dauerhaft sehen "müssen", wenn sie beim Vater sind.
 
  • #9
Da frag ich mich des öfteren, wie das weitergehen wird und ob sich die Kinder von ihrem Papa entfremden werden in der Pubertät
Das sind zwar noch ferne Probleme, aber ja, in Bezug auf das Zusammenziehen stellt sich hier schon die Frage, wie das bewerkstelligbar sein soll. Aber: Dein Partner wird da eigene Wünsche haben, und ich glaube auch zu sehen, wie die sind. Du ziehst möglichst nah an sein Haus.

dass ich mir in meinem Ort etwas Größeres suche, wo er sich auch etwas für sich einrichten könnte.
So wie Du Dir das auch wünschst. Ich nehme mal an, wenn er das machen würde, wäre er noch weiter weg vom jetzigen Wohnort der Kinder.

Er bringt hier immer wieder vor, wie schwierig es sei, an zwei Orten zu leben, zwei Haushalte zu organisieren.
Meint er damit eure Situation? Er lebt doch nicht bei Dir.
Es wird ihm anscheinend zu viel mit der Reiserei. Und wie gesagt, ich denke, seine Lösung sieht so aus, dass Du Dich zu ihm bewegst, nicht er sich zu Dir.

Sein Wunsch nach Zusammenwohnen ist sehr gross.
Aber zu Dir wird er nicht ziehen wollen und Du sollst nicht zu ihm ziehen. Er will die zwei Haushalte nicht mehr. Wie soll es dann gehen? Ich denke wirklich, dass er für das Beste hält, wenn Du in seine Nähe ziehst und dann selbst die zwei Haushalte hast.

Anscheinend warst Du ja schon bereit in sein Haus zu ziehen, wenn Du selbst sagst, dass für Dich und Deine Kinder Platz wäre. Aber ich verstehe auch, dass es für seine Kinder extrem seltsam ist, wenn sie Deine Kinder in ihren Zimmern sehen würden. Überhaupt, dass IHR Papa nun fremde Kinder dauerhaft da hat, während sie ihn nur besuchen dürfen.

Also von daher finde ich ein neues Haus schon gut.

Erst hast Du was anderes geschrieben.
 
  • #10
Du hast nicht zu Unrecht Dein Bauchgefühl, es trägt Dich und warnt Dich. Glaube mir, das geht zu schnell bei Euch. Ich kann diesen Wunsch nach Nähe und Normalität nach der Trennung gut verstehen, aber wir alle lernen aus unseren Fehlern und Trennungen. Es ist mE fatal, sofort in die nächste Beziehung mit allem Zipp und Zapp einzusteigen.
So ist das, so sehe ich das auch, dein Bauchgefühl warnt dich, höre einzig darauf!
Es würde mich daher sehr interessieren, wie das bei anderen lief.
Das hilft dir nicht weiter, wie andere das machen, das muss bei dir noch lange nicht so sein!
Ich frage mich nun, wie sich alles weiterentwickeln soll und was ich eigentlich will.
Was du eigentlich willst, weißt du nicht! Dein Bauchgefühl gibt dir die richtigen Signale, die besagen, mach es nicht, bleib bei dem was du hast!
Die Beziehung ist nicht stimmig!
 
  • #11
Er hätte am liebsten wieder ein "normales" Familienleben, aber ich fürchte, dass dieser Wunsch an der Realität von zwei Getrennten mit Kindern scheitert.
Naja, vor allen Dingen will er ein "Familienleben" bei dem er nichts ändert, Du hingegen alles ohne entsprechende Sicherheit.
Deine Kinder haben grad die Trennung hinter sich, mussten alles ändern, haben grad wieder Fuß gefasst und nun das ganze erneut, auf noch mehr Abstand zum alten Umfeld, ohne alt genug zu sein, eigenständig die Kontakte zu Freunden/Schule usw halten zu können?
Nee, sorry, aber da solltest Du eher Erwartungen an die Flexibilität eines Mannes stellen, statt erneut von den Kindern zu verlangen, dass sie sich dem Lebenschaos der Eltern und deren Nachbeziehungen anzupassen haben.

Dann streich als erstes "eigentlich" und sag, dass Du da nicht hingehst. Dann hast Du für Dich schonmal Klarheit.
Wenn er das für sich auch so entscheidet, dann steht schonmal für beide fest, dass es auf 10-15 Jahre nichts wird mit dem Zusammenleben.

Dein jüngstes Kind ist noch sehr klein, d.h. braucht noch lange sehr viel Fremdbetreuung während Du arbeitest. Dann solltest Du darauf achten, dass Du die Betreuungszeiten nicht noch durch weite Wege zu Deinem Arbeitsplatz erhöhst.

Mittlerweile favorisiere ich (wenn ich nach der endgültigen Scheidung weiss, wo ich finanziell stehe) , dass ich mir in meinem Ort etwas Größeres suche, wo er sich auch etwas für sich einrichten könnte.
Vernünftiger Plan, insbesondere weil Du beruflich da ja auch eine Verbessung laufen hast.

Er bringt hier immer wieder vor, wie schwierig es sei, an zwei Orten zu leben, zwei Haushalte zu organisieren..... Ich weiss nicht, ob unsere Beziehung daran eventuell zerbrechen könnte. Sein Wunsch nach Zusammenwohnen ist sehr gross.
Die Frage ist, ob sein Zusammenziehwunsch groß genug ist, um die notwendigen Veränderungen vorzunehmen. Er kann es besser machen als Du, denn seine Kinder kommen nur als Besuchskinder zu ihm, während Deine dauerhaft bei Dir leben.

Du kannst damit leben wie es ist, dann mach das.
 
  • #13
Nur zum Verständnis: Damit meinst du, dass er alleiniger Besitzer bleiben will oder? Aber er wünscht sich sehr dass ihr bei ihm einzieht.
Genau so ist es. Ich und meine Kinder sind dann Gast. Ich kann das zwar nachvollziehen, aber es entspricht halt nicht meiner Vorstellung. Ich trage dann das gesamte Risiko.
Ich glaube, er versteht sich da selber grosszügig, weil er ja sein grosses Haus zur Verfügung stellt. In seinem Haus sind noch rund 100 qm frei. Es ist klar schade, dass das nicht genutzt wird. Aber letztendlich geht es für mich unter den genannten Umständen nicht. Ich muss ihm das noch ganz deutlich sagen.
 
  • #14
Nee, sorry, aber da solltest Du eher Erwartungen an die Flexibilität eines Mannes stellen, statt erneut von den Kindern zu verlangen, dass sie sich dem Lebenschaos der Eltern und deren Nachbeziehungen anzupassen haben.


Die Frage ist, ob sein Zusammenziehwunsch groß genug ist, um die notwendigen Veränderungen vorzunehmen. Er kann es besser machen als Du, denn seine Kinder kommen nur als Besuchskinder zu ihm, während Deine dauerhaft bei Dir leben.

Du kannst damit leben wie es ist, dann mach das.
Danke, @Vikky , das sind sehr gute Punkte.
 
  • #15
Genau so ist es. Ich und meine Kinder sind dann Gast. Ich kann das zwar nachvollziehen, aber es entspricht halt nicht meiner Vorstellung. Ich trage dann das gesamte Risiko.
Ihr werdet immer Gast und fremd sein und es ist richtig, du trägst alleine das gesamte Risiko, du fängst wieder von vorne an, wenn die Beziehung auseinander geht! Ich würde es nicht tun!

Ich glaube, er versteht sich da selber grosszügig, weil er ja sein grosses Haus zur Verfügung stellt. In seinem Haus sind noch rund 100 qm frei. Es ist klar schade, dass das nicht genutzt wird. Aber letztendlich geht es für mich unter den genannten Umständen nicht. Ich muss ihm das noch ganz deutlich sagen.
Was ist, wenn die Beziehung auseinander geht? Ich würde mich niemals wegen der Wohnung, mich locken lassen!
 
  • #16
Ich und meine Kinder sind dann Gast. Ich kann das zwar nachvollziehen, aber es entspricht halt nicht meiner Vorstellung. Ich trage dann das gesamte Risiko.
Das Risiko des Scheiterns gibt es immer und auch wenn ihr irgendwo eine sehr große Wohnung oder ein Haus mietet (muss ja auch 2 Besuchskinder aufnehmen könen), dann müsstest Du Dir trotzdem eine neue Wohnung suchen, weil Du dauerhaft die hohe Miete für nicht benötigten Wohnraum wohl nicht bezahlen willst.
Das Risiko des Scheiterns ist erhöht, weil eine Kinder nicht mehr regelmäßig zu ihm kommen wollen und Dich offensichtlich als Grund dafür anführen. Das Problem wird sich verschärfen, wenn Du mit Deinen Kindern dauerhaft bei ihm wohnst, in ihrem alten Zuhause.

Der wesentliche Punkt für mich wäre: Deine Kinder nicht ein weiteres Mal umpflanzen zu wollen. Sie haben grad wieder ihren Lebensmittelpunkt gefunden - seine Kinder haben ihren nicht bei ihm. Insofern ist er faktisch regional beweglicher - er will nur nicht.

Ich glaube, er versteht sich da selber grosszügig, weil er ja sein grosses Haus zur Verfügung stellt. In seinem Haus sind noch rund 100 qm frei.
Er ist aber nicht wirklich großzügig, weil er das Haus ohnehin hat.
Hinter der Pseudogroßzügigkeit will er verbergen, dass er für die Beziehung absolut nichts in seinem Leben verändern würde, obwohl es für ihn leichter wäre als für Dich.
 
  • #17
Genau so ist es. Ich und meine Kinder sind dann Gast. Ich kann das zwar nachvollziehen, aber es entspricht halt nicht meiner Vorstellung. Ich trage dann das gesamte Risiko.
Wenn man nicht auf beiden Seiten alles aufgibt und gemeinsam bei „Null“ anfängt, lässt sich das ü40 kaum vermeiden.
Was wäre denn Dein Beitrag, wenn ihr in der Mitte ein Haus kaufen und zusammenziehen würdet? Einsatz und Risiko müssten dann ja gleich verteilt sein, oder?
Ich glaube, er versteht sich da selber grosszügig, weil er ja sein grosses Haus zur Verfügung stellt.
Mal weg vom Glauben: wie siehst Du das denn?
Du könntest das ja nicht annehmen, sondern auf die ortsübliche Miete bestehen. Dann brauchst Du Dich nicht beschenkt zu fühlen.
In seinem Haus sind noch rund 100 qm frei. Es ist klar schade, dass das nicht genutzt wird. Aber letztendlich geht es für mich unter den genannten Umständen nicht. Ich muss ihm das noch ganz deutlich sagen.
Klingt für mich mindestens teilweise nach Prinzipienreiterei.
Mittlerweile favorisiere ich (wenn ich nach der endgültigen Scheidung weiss, wo ich finanziell stehe) , dass ich mir in meinem Ort etwas Größeres suche, wo er sich auch etwas für sich einrichten könnte.
Womit Du letztlich die Situation mit umgekehrten Vorzeichen schaffst, die Du oben bemängelst.

Für mich klingt es nicht so, als ob die Beziehung dauerhaft funktionieren wird, mal neutral ausgedrückt 😊
Ich erkenne da wenig Gemeinsamkeit und wenig Kompromissbereitschaft.
 
  • #18
Abgesehen davon, dass nach Trennung des Ehepartners, ein halbes Jahr schon wieder ein Neuer da ist, was ich absolut nicht verstehe, hast du keine anderen Sorgen?
Dauernd hechelnd nach einem Mann suchen. Du hast 2 kleine Kinder um die du dich kümmern musst.
Momentan hast du es dir ja gut eingerichtet, läuft alles....wenn du jetzt wieder Umzugspläne hast, finde ich das total unreflextiert.
Schau dich doch mal um, es hält doch fast keine Beziehung für immer.
Warum willst du dich wieder von einem Mann abhängig machen, zu ihm ziehen, das nächste Chaos ist vorprogrammiert.
 
  • #19
Ach so meintest Du das. Aber ich finde normal, dass er das Haus als Besitzer allein behält. Hm. 🤔 Willst Du Mitbesitzerin werden?

Ich glaube, er versteht sich da selber grosszügig, weil er ja sein grosses Haus zur Verfügung stellt. In seinem Haus sind noch rund 100 qm frei.
Ich fänd das schon großzügig, wenn Du dort einziehen könntest, es nach Deinen Wünschen gestalten könntest usw.. Vermutlich keine Miete. (Keine Ahnung, aber es gibt Menschen, die wirklich nur die Nebenkostenbeteiligung ok finden.)

Aber damit würde es für Dich ja unruhig in Deinem Leben. Und es würde vermutlich Deinen Arbeitsweg sehr verlängern. Mal abgesehen von Deinen Kindern und ihrem Umfeld, das sie verlassen müssten. Und sich vielleicht auch nicht vertragen mit seinen Kindern, ich könnte mir da schon Eifersucht vorstellen.

Allerdings würde ich mir auch mal ansehen, was ich selbst ihm aufdrücken würde an Veränderungen, wenn er das so machen würde, wie Du es gern hättest. Anscheinend hat er ein abbezahltes großes und schönes ? Haus. Soll er das jetzt verkaufen und in Deiner Nachbarschaft sich was zulegen, damit ihr gucken könnt, wie ihr im Zusammenleben funktioniert? Und seine Kinder fahren dann eine Stunde länger wegen euch?
Er wird auch Argumente haben, weshalb er sich nicht bewegen will. Und ich glaube, es scheitern viele Beziehungen daran, dass sich keiner aus seinem Umfeld lösen will. Wie gesagt, ich finde richtig, dass Du es nicht tust. Aber was denkst Du wäre für ihn das Richtige in dieser Hinsicht?
 
  • #20
Liebe FS, Du wolltest Erfahrungsberichte, nun, ich kann Dir meinen schreiben.
Ich lernte meinen Mann im Urlaub kennen, ich war mit meiner Tochter und meiner Mutter auf Fuerteventura unterwegs. Er mit seinen beiden Söhnen, damals 12 und 16. Meine Tochter war gerade 6 geworden und ich hatte seit ihrer Geburt keine Beziehung, ich war erstens viel zu beschäftigt mit Beruf, Kind und Freundschaften pflegen und ich habe auch nicht wirklich gesucht.
Natürlich habe ich Männer in der Zeit kennengelernt, auch Spaß gehabt, aber es hat nie so gepasst für mich, dass ich diese meinem Kind vorstellen wollte.
Mit dem Kennenlernen meines Mannes hat sich das stark verändert, es war einfach etwas ganz anderes. Allerdings hat ER sich uns angepasst und ist zwei Jahre jedes WE fast 900 km gefahren, um uns zu sehen. Nach zwei Jahren bin ich dann nach NRW gezogen mit meiner Tochter, wir gründeten eine Familie. Ich habe versucht, seine Söhne zu integrieren, die waren ja dann schon 14 und 18, aber das war wirklich schwer. Der eine Sohn bekam dann ein eigenes Appartement, der andere zog zu uns, weil er mit der leiblichen Mutter nicht mehr klar kam. Ist normal in der Pubertät😉
Ich muss wirklich sagen, ich habe meinen Mann zu keinem Zeitpunkt unter Druck gesetzt und fühle mich trotzdem heute noch schuldig, dass er nicht mehr Zeit mit seinen Kindern verbracht hat.
Das Ganze lief so lange einigermaßen gut, wie unsere Beziehung gut lief. Nach massiven Problemen, die ich an anderer Stelle schon erläuterte, war ich plötzlich die Böse ... Ich habe ihn von seinen Kindern entfremdet, ich sei schuld daran, dass er keine Beziehung mehr zu ihnen habe usw.
Ich kann Dir nur den eindringlichen Rat geben, lass es so, wie es gerade ist. Genieße die Zeit mit Deinen Kindern in dem Haus, das Du gefunden hast, lass die Kinder zu Ruhe kommen und auch Dich!
Ja, vielleicht verlierst Du den Mann, aber dann nur, weil er sich nicht genug bewegen mag. Ihr wohnt eine Stunde voneinander getrennt? Mit Verlaub, das sollte man hinbekommen! Wechselt Euch ab mit dem Fahren am WE, gebt euren Kindern eine Chance, sich an die neue Situation zu gewöhnen. Manchmal frage ich mich wirklich, ob sich Erwachsene überhaupt irgendeine Vorstellung machen, was sie ihren Kindern zumuten.
Das Projekt, in der jetzigen Situation zu ihm zu ziehen, ist zum Scheitern verurteilt.
Sorry, Du wolltest individuelle Erfahrungen und keine neutrale Bewertung😉
 
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  • #21
Manchmal frage ich mich wirklich, ob sich Erwachsene überhaupt irgendeine Vorstellung machen, was sie ihren Kindern zumuten
Da sprichst Du mir wirklich aus der Seele.
Meine Tochter versteht sich nicht sonderlich gut mit der Frau ihres Vaters. Nach (in meinen Augen zu) langer Zeit hat auch er endlich verstanden, dass das Ganze gegenüber unserer Tochter an eine Zumutung grenzt. Das ( ebenfalls in meinen Augen) leidige Wechselmodell wurde endlich aufgegeben und seitdem habe ich wenigstens nicht mehr das Gefühl, dass ich ein Lamm zur Schlachtbank bringe, wenn ich sie zu ihm fahre, weil sie alleine entscheidet, wann und wie lange sie zu ihm fährt.

Seine Kinder kommen jetzt schon seltener und nutzen Dich als Vorwand, ob berechtigt oder nicht sei mal dahin gestellt, um seltener zu ihm zu fahren. Das wird mit höherem Alter sicherlich nicht besser und würde bedeuten, dass er mit Dir und mit Deinen Kindern, aber eben nicht mit seinen Kindern, zusammen leben würde. Da ist Frust nur vorprogrammiert.
Es gibt Männer und Frauen, die wollen sich nach der Trennung aus ihrem alten Familienhaus nicht weg bewegen. Das ist ihr gutes Recht, aber dann passt es halt nicht, oder es passt nicht in der Lebenssituation.
Bleib da wo Du bist, wäre meine ganz starke Empfehlung. Alles andere ist eine Zumutung für die Kinder - für seine und für Deine. Es sei denn, Ihr würdet Euch alle 6 super verstehen. Klingt aber nicht so.
W,56
 
  • #22
Ich würde mein sicheres Heim nicht aufgeben...
Ich persönlich hatte solch eine Situation nicht, aber eine Bekannte.
Sie ließ alles fallen und liegen und zog raus aus Berlin zu ihrem Freund, grad mal nach paar Monaten, mit ihrer kleinen Tochter.
Er hatte selbst einen Sohn und es endete in einer KATASTROPHE.
Möchte es nicht weiter erläutern, aber im Endeffekt landete sie wieder bei ihren Eltern mit nichts.
Musste komplett von vorne anfangen, hatte zuvor Job gekündigt usw.
Mache es nicht, ziehe nicht zu ihm!
 
  • #23
Meine Tochter versteht sich nicht sonderlich gut mit der Frau ihres Vaters. Nach (in meinen Augen zu) langer Zeit hat auch er endlich verstanden, dass das Ganze gegenüber unserer Tochter an eine Zumutung grenzt. Das ( ebenfalls in meinen Augen) leidige Wechselmodell wurde endlich aufgegeben und seitdem habe ich wenigstens nicht mehr das Gefühl, dass ich ein Lamm zur Schlachtbank bringe, wenn ich sie zu ihm fahre, weil sie alleine entscheidet, wann und wie lange sie zu ihm fährt.
Ich finde das Thema wirklich schwierig. Aus meiner Sicht gehört ein Kind zu beiden Eltern, auch, wenn die sich nicht mehr verstehen.

Und beide Eltern haben das Recht, ihr eigenes Leben weiterzuführen, natürlich auch mit neuen Partnern oder Partnerinnen. Unabhängig von Deinem Fall (den kann ich nicht beurteilen) wird das oft auch behindert werden durch verletzte Expartnerinnen. Das schadet letztlich den Kindern und nützt einem selbst wenig. Und in dem Fall hier war die Trennung ja offenbar schon konfliktreich genug. Auch das letztlich Versagen der Eltern, für das die Kinder nichts können.

Also haben beide Eltern die Aufgabe, ihre Beziehungsprobleme von ihren Kindern fernzuhalten, wenn sie schon die Beziehung nicht hinbekommen, die sie eigentlich brauchen.

Natürlich ist das, wie im Fall hier, insgesamt schwierig, wenn es auch noch um größere Entfernungen geht. Dann muss man eben eine Lösung finden, mit der alle Betroffenen klarkommen...
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #24
Ich kann beides verstehen...zusammenziehen und eben nicht.
Mein Drang war allerdings mit jüngeren Kindern größer und nachher wohl nur noch als Stein jeden Anstoßes.
Kurz ich war mal da die drängende Kraft mit Wunsch nach Familiengefühl.
Heute bin ich froh es nicht gemacht zu haben.

Du allerdings hast eher Träume für Dich alleine...vom Start bis zum Aufstieg im Job, größeres Haus etc. Da kommt der Mann und sein Zuhause nicht vor und damit wäre der Grund nur: sein Drängen und nicht alleine zu sein.

Zu früh für Deine Kinder auf jeden Fall aber das würde ich nicht zum Argument machen um Deinen Freund auf die lange Bank zu schieben.
Versprechen in Richtung: ja ich will aber jetzt noch nicht, habe ich selbst böse erlebt.
Das hängt einen in die Warteschleife und nimmt einem die Entscheidung: zusammenbleiben aber getrennt leben: ja oder nein.

Denn bei Dir steht alles Richtung LAT und das solltest Du auch sagen.
 
  • #25
Ich würde meinen Schlüssel nie wieder an das Brett eines Mannes hängen und mein sorgsam aufgebautes autarkes Leben aufgeben.
Will der Mann etwas gemeinsames? Dann wird auch er sich entsprechend bewegen müssen. Täte er es nicht, würde ICH es als Zeichen werten. Wenn ich dich richtig verstehe, gibt er seine Sicherungsleine nicht auf? Das wird Gründe haben. Gründe die nicht ausgesprochen werden. Er hält sich das Sicherungsnetz vor, während du mit kleineren Kindern alles aufgeben sollst?
Ich lebe in einer ähnlichen Situation wie @Silly sie beschreibt.
Noch gibt es keinen neuen Partner in meinem Leben.
Wenn ich je wieder zusammen ziehe, dann nur wenn die Eckdaten wirklich passen.
Dazu gehört es, einen gemeinsamen neuen Lebensmittelpunkt zu suchen. Vor allem sollten die Kinder generell gut eingebunden und dem Thema gegenüber positiv eingestellt sein.
Niemals würde ich zu einem Mann ziehen, der an einem Haus fest hält, dass er mal mit der EX gebaut hat. Ich wünsche mir einen Menschen, der losgelassen hat. Jemand der vollumfänglich einen Neuanfang sucht, dem zwischenmenschliches wichtiger ist als ein Haus. Ich will das Risiko nicht eingehen, das ich wie ein ungeliebtes Möbel einfach so entsorgt werde. Ich wünsche mir einen Partner, der gemeinsam mit mir etwas völlig eigenes, neues anfängt.
Das ist der eine Aspekt! Der andere ist mein Sohn! Wenn Kinder nicht mitziehen, kann der Traum von der Familienidylle zum Alptraum mutieren. Jeder weiß wie sich Federballspielen mit einem bockigen Kind anfühlt. So ein Leben möchte ich nicht führen. Mein Sohn wird gezwungen bei seinem Vater einfach mitzuziehen. Das werde ich ihm hier bei mir niemals zumuten. Dann doch lieber ein gut geplantes und entspanntes LAT Modell, bis wenigstens die großen Kinder aus der Schusslinie sind.
 
  • #26
Wir hatten unsere jeweiligen Häuser, haben verkauft, zusammen neu gebaut.
Aber der Unterschied, Kinder erwachsen, kommen gut miteinander klar, keine ärgerlichen ExGeschichten.

Ortswechsel bei Dir sehe ich nicht positiv. Wegen der Kinder, wegen Beruf.
Wenn, dann er, wenn es bei ihm keine Gründe dagegen gibt.

M, 56
 
  • #28
Ich würde meinen Schlüssel nie wieder an das Brett eines Mannes hängen und mein sorgsam aufgebautes autarkes Leben aufgeben.
Kann man so machen. Es läuft dann aber eben auf LAT hinaus.
Will der Mann etwas gemeinsames? Dann wird auch er sich entsprechend bewegen müssen. Täte er es nicht, würde ICH es als Zeichen werten.
Was für ein Zeichen? Du selbst sagst klar: kein Zusammenziehen. Vom Mann erwartest Du "ein Zeichen"? Bewegung? Wozu? Wenn LAT für beide das Modell ist, dann passt es. Wenn nicht, dann eben nicht.
Wenn ich dich richtig verstehe, gibt er seine Sicherungsleine nicht auf? Das wird Gründe haben. Gründe die nicht ausgesprochen werden. Er hält sich das Sicherungsnetz vor, während du mit kleineren Kindern alles aufgeben sollst?
Sie doch genauso. Die Kinder sind bei beiden unter 10.
Ich will das Risiko nicht eingehen, das ich wie ein ungeliebtes Möbel einfach so entsorgt werde. Ich wünsche mir einen Partner, der gemeinsam mit mir etwas völlig eigenes, neues anfängt.
Du hast Angst, Dich wieder richtig einzulassen. Da bleibt dann eben LAT. Das ist eben Deine Wahl.
Das werde ich ihm hier bei mir niemals zumuten. Dann doch lieber ein gut geplantes und entspanntes LAT Modell, bis wenigstens die großen Kinder aus der Schusslinie sind.
Ich finde normal, dass Kinder sich an das Leben der Eltern anpassen. Nicht wenn sie grundsätzlich etwas gegen eine neue Partnerin haben, aber letztlich müssen Kinder eben auch akzeptieren, dass Eltern auch ihr eigenes Leben haben. Aber es gibt ja auch Eltern, die ihren Kindern besserwissend reinreden.
 
  • #29
Was für ein Zeichen? Du selbst sagst klar: kein Zusammenziehen. Vom Mann erwartest Du "ein Zeichen"? Bewegung? Wozu? Wenn LAT für beide das Modell ist, dann passt es. Wenn nicht, dann eben nicht.
Ich würde eben nur zusammen ziehen, wenn ich nicht in das Nest einer anderen ziehen muss. Ist ihm sein Nest so wichtig, das er es unbedingt behalten muss, geht für mich vermutlich nur LAT.
Ich habe ein Haus an dem ich emotional hänge, würde es aber für etwas gemeinsames aufgeben.
Sie doch genauso. Die Kinder sind bei beiden unter 10.
Ich bezog mich doch auf sie. Wenn ich das richtig verstanden habe, sind ihre Kinder deutlich jünger als seine. Das wäre für mich ein Argument, etwas mehr Rücksicht in ihre Richtung zu nehmen.
Du hast Angst, Dich wieder richtig einzulassen. Da bleibt dann eben LAT. Das ist eben Deine Wahl.
Nein! ICH würde mich durch aus wieder einlassen! Aber nicht auf einen Kompromiss, der ausschließlich zu seinen Gunsten funktioniert.
Ich finde normal, dass Kinder sich an das Leben der Eltern anpassen. Nicht wenn sie grundsätzlich etwas gegen eine neue Partnerin haben, aber letztlich müssen Kinder eben auch akzeptieren, dass Eltern auch ihr eigenes Leben haben. Aber es gibt ja auch Eltern, die ihren Kindern besserwissend reinreden.
Das ist die schwierige Grätsche, die alle Eltern hinbekommen müssen. Generell bin ich deiner Meinung. ABER das entbindet mich nicht von der Verantwortung, meinen Kindern nicht Übergebühr alles zuzumuten.
Für mich wären das ständig wechselnde Partner, diesen hinter her zu ziehen oder die Partnerschaft nicht wirklich vor ab aufrichtig zu beurteilen und ehrlich zu mir selber zu sein..... Hätte ich Zweifel oder würde ich (noch) nicht zusammen ziehen.
 
  • #30
Sie doch genauso. Die Kinder sind bei beiden unter 10.
Das ist das Alter, wo jedes Jahr Unterschied macht. Seine sind 9 und 10, fast im gleichen Alter, das bedeudet weniger Streit, da ähnliche Lebensphase, dazu halbwegs selbstständig, gehen selber in die Schule und können paar Stunden allein bleiben, sollte Vater länger arbeiten. Ihre Kinder sind 4 und 10,da ist der Streit unter Geschwister oft der Alltag, da der Unterschied sehr gross ist. Ausserdem ist eins davon ein Kita Kind und muss dahin begleitet und wieder abgeholt werden. Diese Kinder kannst du nicht allein zuhause lassen.
Und du vergisst, dass ihre Ki der bei ihr dauernd wohnen, während seine NUR zu Besuch sind. Wochenende ist was anderes, als Alltag, da muss niemand früh aufstehen, Kinder fertig machen, in Kita bringen, Hausaufgaben prüfen und Abends rechtzeitig ins Bett schicken. Da sind Belastungen und Anforderungen anders und das kannst du nicht vergleichen. Wenn Mann Kinder am Wochenende hat, muss er keine beruflichen Einbußen in Kauf nehmen, wenn sie krank sind (da bleiben sie bei der Mutter) oder auf Schliesszeiten der Betreuungseinrichtungen schauen. Seine Kinder kommen zu Besuch, da ist es egal, ob der Vater hier wohnt oder da, während ihre da ihren Lebensmittelpunkt haben. Vaters Kinder können miteinander spielen und Mutters Kinder brauchen jeweils eigene Freunde.
Alles in allem ist das eben NICHT die gleiche Situation bei beiden.
 
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