• #1

Zum zweiten Mal die Liebe verloren. Und nun?

Ich (w36) war 14 Jahre mit einem Mann zusammen, mit dem ich auch ein wunderbares Kind habe. Nachdem er mich wegen einer Anderen verlassen hat, war ich 3 Jahre alleine um die ganze Sache zu verarbeiten. Dann ist mir das unvorstellbare passiert und ich habe mich wieder verliebt. Vor 2 Jahren, da war ich 34 und er 31. Ich hätte nie gedacht dass mir das passiert, zumal es von der anderen Seite erwiedert wurde.

Eine wahnsinnige Vertrautheit und Zuneigung, auf beiden Seiten Kinder mit denen man sich gut verstand, eigentlich perfekt. Und nun nach 2 Jahren erklärt er mir, ihm wird alles zuviel. Nach 2 Jahren hab ich halt immer mal wieder das Thema Zusammenziehen angesprochen. Er wohnt 30 km entfernt im Elternhaus mit seiner Mutter. Ich habe ihm sogar die Option offen gehalten 2 Tage in der Woche da zu bleiben, um für seine Mutter was am und im Haus zu machen. Ich habe ihn bestärkt und unterstützt eine Umschulung zu machen, weil er im alten Job unzufrieden war.

Sein Freundeskreis hat mich sehr herzlich aufgenommen, auch hier habe ich oft gemeinsame Unternehmungen angeschoben. Und nun erklärt er mir dass ihm das mit dem Zusammziehen zu schnell geht, er nicht die weite Strecke (50 km) von mir bis auf Arbeit fahren möchte, er mit meinem Sohn nicht genügend warm wird, er meine Mutter nicht mag und er sich generell überfordert und unter Druck fühlt. Die Trennung ausgesprochen habe letzten Endes dann ich, da bei ihm außer Tränen nichts kam.

Er hat mich anfangs sowas von intensiv umworben, meine Nähe gesucht,wollte direkt bei mir einziehen, was ich erstmal nicht wollte und nun nach 2 Jahren ist ihm alles zu viel? Ich versteh das nicht, ich bin ihm ganz und gar nicht egal sagt er, aber er möchte erstmal Abstand. Es scheint ihm gut zu gehen, nach Aussagen seiner Freunde. Das verletzt mich auch sehr, vor ein paar Tagen steht er als heulendes Elend vor mir und nun gehts ihm gut?

Irgendwie hab ich den Eindruck immer mehr gegeben als genommen zu haben, zumindest emotionell. Trotzdem fehlt er mir so wahnsinnig, nachdem ich nie gedacht habe, gerade auch mit Mitte Ende 30 nochmals eine richtige Beziehung zu haben...da schmeißt er sowas schönes, wertvolles einfach weg, das tut so weh und hinterlässt bei mir natürlich ein großes Loch mit der Frage ob ich jemals wieder jemanden finde den ich liebe und der mich liebt.

Über Gedanken dazu würde ich mich freuen, manchmal helfen außenstehende Meinungen weiter...meine Freunde und Familie strapazier ich schon übermäßig.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #2
Ja das ist schlimm und tut weh.
Du solltest dich aber nicht im Katastrophendenken verlieren. Du wirst vermutlich 85-90 Jahre alt werden, und du glaubst wirklich, daß es da nichts mehr beziehungsmäßig für dich gibt?
Die "sei froh daß du ihn los bist" Sprüche die du jetzt hier bekommen wirst, helfen erstmal gar nichts. Im akuten Schmerz fühlt man nichts außer Schmerz. Vielleicht bist du irgendwann froh, vielleicht auch nicht.
Diese Beziehung ist jedenfalls gescheitert. Warum, wer weiß. Du wirst es wieder aufarbeiten und wieder überwinden. Alles Liebe!
 
  • #3
Du bist 36 Jahre alt und hast ein Kind. Sorry, anstatt Dir über den Ex Gedanken zu machen und Deine Familie mit dem Thema "übermäßig zu strapazieren", kümmere Dich um Dein Kind und Dein Wohlergehen.

da schmeißt er sowas schönes, wertvolles einfach weg,
Er ist 31 und lebt noch bei Mutti. Mit seinem Job ist er unzufrieden, jammert aber offenbar nur. Du hast eine Änderung "angeschoben". Nicht er selbst. Was willst Du mit einem so unselbständigen Mann? Eine Mutti hat er schon. Die Rolle kannst Du nicht mehr ausfüllen.
Als Du ein erwachsenes Thema, nämlich das Zusammenziehen anschneidest, zieht er den Schwanz ein. Der Mann ist noch unreif und will bei Mutti wohnen bleiben. Wird es verbindlich, ist er weg.
Vergeude Deine Zeit und Nerven nicht weiter und schließe das ab.
 
  • #4
Irgendwie hab ich den Eindruck immer mehr gegeben als genommen zu haben, zumindest emotionell. .
Ja, ich glaube auch, daß Du zuviel gegeben hast, was Deinem Partner letztendlich ganz real auch zuviel geworden ist. Ein "Zuviel" von allem kann den Partner nämlich auch erdrücken.
Du hast Dich zu sehr auf ihn fixiert. Mach Dich unabhängiger. Geh mit Freundinnen aus, kümmer Dich um Deinen Job, mach eine Weiterbildung etc.. Überlasse in Zukunft dem Mann das "Machen"!
Ich habe mir angewöhnt, erst mal meinen Partner machen zu lassen und mich grundsätzlich was die allgemeine Lebensplanung und Zukunftsplanung anbelangt etwas zurückhaltend zu zeigen.
 
  • #5
Das ist Leben pur, andere in deinem Alter haben schon vielmehr Beziehungen gelebt, die wieder beendet wurden, so ist das einmal und keiner kann dir eine Garantie geben! Wenn es nicht passt und genau das stellen viele erst viel später fest, dann passt es eben nicht und wer sagt es ist alles zu viel und möchte eine Pause machen sagt diplomatisch nichts anderes, als es ist aus und Punkt. Orientiere dich nach vorne; den hinten ist nichts mehr zu verändern!
 
G

Ga_ui

  • #6
"Und nun?" Weißt du, was dein Problem ist? Zu meinen, es gibt NUR DIESEN EINEN und sonst keinen! Auch die Art wie du sprichst: "Ich dachte nie, dass mir das noch mal passiert" ist Schwachsinn.
2 Lieben sind nicht so viel, insbesondere die übe 10 Jahre gehen! Du bist einfach nur deiner eintönigen Routine gefangen!

Du musst viel mehr ausgehen, flirten und mit Männern rumkommen. Sonst passiert dir es dir bald wieder, dass du dich sehr schwer verliebst, dein ganzes Herz an diesen Mann dran hängst und dann in 2, 5 oder 10 wieder enttäuscht wirst. So kann man unter anderem sein ganzes Leben vergeuden mit Hoffen, Warten, Bangen und Enttäuschtsein.
Du musst etwas lockerer und lebenslustiger werden!
 
  • #7
Du bist jetzt sehr verletzt, es tut weh, verlassen zu werden und ich möchte das gar nicht kleinreden.
Aber vielleicht kannst du es mal von der anderen Seite her beleuchten.

Du hast ein wunderbares Kind.
Wahrscheinlich bist du gesund und kannst für dich und dein Kind sorgen.
Du hast eine Mutter, zu der du Kontakt hast.

Du hattest eine sehr lange Beziehung, davor wahrscheinlich nichts richtiges, hast davor also nichts schlimmes erlebt, richtig ? Du warst, wenn ich richtig gerechnet habe, etwa 17, als du mit diesem Mann zusammen gekommen bist.
Nach der Trennung bist du nicht in panischen Aktionismus gefallen, sondern hast dir drei Jahre Zeit gegeben, das erwachsen und reif zu verarbeiten.
Danach hattest du eine sehr schöne Beziehung, die immerhin zwei Jahre gehalten hat.

Ich finde, dass du im Leben bisher sehr viel Glück gehabt hast, auch wenn du zweimal verlassen wurdest.
Ich und viele andere wurden häufiger verlassen, bzw. haben öfter das Scheitern von Beziehungen erlebt.
Sieh nach vorn, du wirst ganz sicher wieder glücklich.
Auch mit 36 Jahren, du Küken ;-)

w 48
 
  • #8
du hast ein Kind und hattest eine schöne Zeit mit ihm. Wenn es nicht geht, dann geht es nicht. Andere haben keine Kinder und hatten - weil single geblieben - keine schöne Zeit.

Du wirst wieder jemand finden weil Du lieben kannst; selbst nach dem Scheitern der Beziehung zu Deinem Ex-Mann hast dich wieder verlieben können. Du wirst Dich wieder verlieben, wenn Du Dich auf Deine Liebens- Fähigkeit besinnst und herausarbeitest, wie gut es Dir ging und daß es Dir auch wieder gut gehen wird.
 
A

Ares

  • #9
Nach 2 Jahren hab ich halt immer mal wieder das Thema Zusammenziehen angesprochen.
...da schmeißt er sowas schönes, wertvolles einfach weg, ...
Tja, was erwartest Du? Du hast einen Partner, eigentlich ist sogar alles "perfekt". Aber wie beim Fischer und seiner Frau, es ist halt nie genug. Zusammenziehen erzwingen, seine Wünsche und Argumente sind völlig egal, werden samt Tränen weggewischt und Du beendest deshalb mal schnell die Beziehung. Und jetzt hat er natürlich alles weggeworfen. Wie genau? Dadurch, dass er nicht exakt dem gefolgt ist, was Du haben wolltest?

Andere Problemfelder gab es ja wohl nicht.

Ich kann seine Situation gut verstehen, auch meine Mutter wohnt in meinem Haus (das hat nicht immer was mit "wohnt noch bei Mutti" zu tun, ihre Mutter scheint ja auch nicht weit weg zu sein), ist langsam dement und benötigt Hilfe. Wer ein wenig Verantwortungsgefühl hat, "kann" dann eben nicht einfach mal eben weg. Mit Kind ja wohl auch kaum, die FS schreibt nichts genaues über die Lebenssituation seiner Kinder.
Auch meine Freundin lebt 30 km weg und hat einen Sohn im Alter von Deinem. Sie versteht aber meine Situation und ich ihre. Wie wäre es, wenn Du bei ihm einziehst?

Aus meiner Perspektive hast Du "weggeworfen". So wie die Dame, die parallel gerade mit "heiraten oder Trennung" erpresst. Der Mann wird vor zwei Alternativen gestellt und die Frau wundert sich dann, wenn er die zweite wählt. Oder nicht mal wählt, sondern rausgeworfen wird, weil beide nicht so wirklich ideal sind. In die Mitte ziehen? Noch ein wenig warten?
Es gibt reichlich andere Männer. Ob die alle "perfekt" sind, wage ich zu bezweifeln. Ob viele sich um eine Enddreissigerin mit Kind schlagen auch. Viel Erfolg beim Suchen.

Mich wundern die anderen Aussagen hier zum Teil. Du wurdest nicht verlassen, du hast selbst verlassen. Liest hier eigentlich irgendjemand mit? Wenn Zusammenziehen ein "erwachsenes Thema" ist, dann kann die FS ja alternativ selbst umziehen. Oder gibt es irgendeinen zwingenden Grund, warum der Mann das tun muss? Für mich ist die ganze Aktion sehr egoistisch und kindisch.
 
  • #10
Liebe FS, wenn Du offenbar bereits ein EP-Profil hast, schaust Du schon nach vorne?
 
  • #11
Liebe FS,
sei erst mal gedrückt! Du bist mit Recht sehr traurig und das als Mensch und Frau...Das bist Du schließlich und verliert man nicht, nur weil man ein Kind hat. Und Gefühle lassen sich nicht wie ein Schalter an oder aus stellen. Du hast nicht zuviel gegeben..sondern Du gibst weil Du so bist und somit hat er Dir für
Dich zuwenig gegeben.
Es gilt zu akzeptieren, dass er nun der falsche ist...Nur aus der Tatsache, dass er diese Dinge nicht will.
Das zu erreichen ist ein wichtiger Schritt bei dem Weg durch den Liebeskummer.
Der ohne wenn und aber und ohne "Schuld" gerade Deiner ist. Tipps den zu gehen kann man geben und Dir "zuhören "
Ich wünsche dir, dass er kurz ist
 
  • #12
Er hat mich anfangs sowas von intensiv umworben, meine Nähe gesucht,wollte direkt bei mir einziehen, was ich erstmal nicht wollte und nun nach 2 Jahren ist ihm alles zu viel? Ich versteh das nicht, ich bin ihm ganz und gar nicht egal sagt er, aber er möchte erstmal Abstand. Es scheint ihm gut zu gehen, nach Aussagen seiner Freunde. Das verletzt mich auch sehr, vor ein paar Tagen steht er als heulendes Elend vor mir und nun gehts ihm gut?

Irgendwie hab ich den Eindruck immer mehr gegeben als genommen zu haben, zumindest emotionell.
Das ist sehr häufig der Fall gerade bei Männern, die eine Frau zu Beginn sehr aufmerksam umwerben, bis sie sie erobert haben und die Beziehung ihren Anfang nahm. Da würden bei mir sofort die Alarmglocken läuten, wenn ein Mann sofort oder sehr schnell mit mir zusammenziehen oder bei mir einziehen wollte. Da würde ich ihn ausbremsen und zur Verunft bringen und wenn das nicht nützte in den Wind schiessen und gar nicht ernst nehmen. Solches Verhalten ist nur ein Ausdruck der vorübergehenden starken Sehnsucht endlich, den gewünschten und passenden Partner gefunden zu haben. Seinen Wunsch und seine Befindlichkeit von damals kannst du nur als eine Momentaufnahme betrachten. Mehr nicht und darin darfst du nicht zu viel hinein interpretieren.

Als er dich dann sicher hatte, fing er an herumzueiern und kam mit fadenscheinigen Ausreden, warum es nicht geht und es nicht funktionieren würde.
Wenn die Frau es schafft, so müsste sie dem Mann das Gefühl geben, dass er sie nie richtig hat oder jederzeit verlieren kann. Diese Unsicherheit lässt ihn dranbleiben.
Es wäre besser gewesen, du hättest nie das Thema Zusammenziehen angesprochen, weil die Männer am liebsten abhauen, wenn sie das nur hören. Sie haben Angst vor dem endgültigen Schritt und Angst ihre "grenzenlose" Freiheit zu verlieren.

Ich bin ähnlich wie die Männer, weil ich mir nicht vorstellen kann auch nach 2 Jahren mit einem Mann zusammen zu leben - falls überhaupt. Aber in der Nähe zwei getrennte Wohnungen zu haben, fände ich ideal.

Ich könnte nicht ruhig schlafen oder viell. auch gar nicht einschlafen, wenn der Mann neben mir schnarcht und ich habe oft einen sehr leichten Schlaf. Doch die meisten Männer wollen, dass die Frau immer neben ihnen im Bett schläft und auf das grosse Baby aufpasst ;-) Ihnen zu Liebe bleibe ich auch mal die ganze Nacht bei ihnen und gehe nicht in mein eigenes Bett.
 
  • #13
Vielleicht nochmal um den Sachverhalt klar zustellen besonders an #8 Ich hatte ein sehr gutes Verhältnis zu seiner Mutter, sie ist anfang 60 und wäre durchaus in der Lage sich selbst zu versorgen, genau wie er auch. In diesem Haus hätte es für uns ein Zimmer gegeben...Küche und Bad werden zusammen genutzt, alle anderen Räume sind unsaniert und werden auch in den nächsten Jahren (solange seine Umschulung läuft) brach liegen. Deswegen stand es für mich nie in Frage zum jetzigen Zeitpunkt mit Kind einzuziehen, später hätte ich kein Problem damit gehabt das Haus zu zwei Haushalten mit umzubauen und einzuziehen. Ich habe auch immer wieder Kompromissvorschläge gemacht, was in der Mitte zu suchen oder das er 2 Tage die Woche zu Hause verbringt um der Mutter zu helfen und wir auch die WE da verbringen können, aber es war kein Weg drin. Seine Kinder wohnen 10 km entfernt und sind jedes zweite WE da. Sie haben mich von anfang an voll akzeptiert und gemocht.
Und das Profil hier habe ich, weil ich dachte nicht anders im Forum schreiben zu können, mir geht es nicht um Neuorientierung, im Moment vermisse ich meinen Ex-Partner noch viel zu sehr.
 
  • #15
#13 mit Ex-Partner meine ich nicht den Vater meines Kindes, mit dem verbindet mich nach nun 5 Jahren nur eine Freundschaft auf der Eltern-Ebene.
 
  • #16
He Du,
ich finde die Frage nach Zusammenziehen, nach 2 Jahren jetzt nicht ungewöhnlich. 2 Wochen wären da eine andere Hausnummer. Wenn er das als Druck empfindet, heisst es noch lange nicht, dass Du Druck ausübst. Sondern ihr da unterschiedliche Bedürfnisse habt...seine Entscheidung keine weiteren Schritte zu gehen, hat schliesslich bei Dir Druck erzeugt.
Ich denke er wollte gar nichts ändern an der Situation! Und wenn Du seine Argumentation dann mit Kompromissen aushebeln wolltest, war er not amused.
Letztendlich schein er nicht mehr daran interessiert zu sein, auch nur Gefahr zu laufen, in eine Verantwortung zu kommen. Hat er einmal gemacht und für seine Kinder und Mutter macht er das weiterhin, jedoch nicht für "Neue". Vielleicht mag er mit dir zusammenleben, wenn ihr die Rente durch habt und alle Kids aus dem Haus sind.
Mein Vater nennt sowas: der will duschen ohne nass zu werden