• #61
Jedenfalls haben wir darüber nun sehr lange und ausgiebig gesprochen. Und ich denke eine Wurzelbehandlung wäre ihm 1000x lieber gewesen...
Was hast du erwartet?
Seine ganze Lebenslüge ist zusammengebrochen. Er musste sie vor dir offenlegen und vor sich selbst zugeben, dass er süchtig ist und unfähig seine finanziellen Dinge in den Griff zu bekommen und damit nicht in der Lage ist, alleine sein Leben zu bewältigen.
Deine Position in dieser Angelegenheit ist für ihn zwar von Vorteil, doch für dich eine nicht besonders dankbare.
Du bist nun in erster Linie für ihn die Frau, die ihn in gewisser Weise unter Druck setzt, diese Sache geregelt zu bekommen.

Ja dieses Problem besteht schon sehr lange und er weiß, dass es ein Problem ist und war nur in der Zeit besser, als er mit seiner Ex zusammen lebte oder als er als Single auf anderen Plattformen unterwegs war auf denen er mit realen Frauen geschrieben und auch getroffen hat
Schwache Erklärung von ihm und gleichzeitig ein subtiler Hinweis, dass ihr besser zusammenziehen solltet, weil er diese Dingen dann nicht mehr oder nur reduziert machen müsste.

Ich kann mir ja zwischendurch seine Kontoauszüge durchsehen. Kann ich daraus erkennen, dass er mal wach geworden ist und draus gelernt hat, können wir wieder über ein mögliches Zusammenleben sprechen. Erkenne ich Ungereimtheiten (ja,ich bin sehr gründlich was das angeht, wie er gemerkt hat), dann weiß ich was ihm wichtiger ist und lasse ihn damit alleine...
Ob er einen kalten Entzug durchhält?
Wenn die bisherigen Ausgaben für ihn nun gestrichen sind, wird er sich vielleicht eher ein Ventil suchen, das ihn von seinen Problemen und von dir,- die du diese Probleme kennst, für ihn quasi ein Teil dieser Probleme bist,- ablenkt.
Solange du sein Leben reglementierst, wird er Frauen suchen und finden, die ihn nehmen wie er ist, die von seinen Geldproblemen nichts wissen, mit ihm unbeschwerte Zeit verbringen und ihn von seinem Frust ablenken. Das muss nicht mal was kosten, denn kostenlose One-Night-Stands finden sich an jeder Ecke.
 
  • #62
ich hatte auch nicht im Sinn ihm das Geld als Bezahlung für sexuelle Gefälligkeiten zu geben oder mir seine Liebe zu erkaufen. Es war einfach so, dass ich jemanden, den ich liebe in Schwierigkeiten gesehen habe und helfen wollte
Das ist ja auch ok. Deine Absichten passen halt nicht zu den Wirkungen Deines Handelns auf ihn.

Und das tatsächlich nur in den Monaten, in denen wir uns mal 1-2 Wochen am Stück nicht gesehen haben. Dazwischen waren z.B. auch 4 Monate in denen dafür garkeine Ausgaben waren, wir uns aber auch fast täglich gesehen haben.
Erkenne: der Mann hat ein Suchtproblem und es funktioniert nur über Deine Kontrolle und das nicht sicher. Süchtige finden immer eine Umgehungslösung.

Frag Dich selber: willst Du eine Beziehung in der Du als
- Mutti den Rahmen setzt
- Gefängniswärter kontrollierst
- Staatsanwalt anklagst
- Richter urteilst?
d.h. Du alles hast, nur keine verlässliche Paarbeziehung sondern immer ein Damoklesschwert über dem Kopf?

Er schlug vor,dass ICH zukünftig sein Geld verwalten und bewahren soll oder er mir sein Gehalt praktisch überweist wenn es kommt, damit er da nicht dran kann um es für Schwachsinn auszugeben.
Naja, ich hab ihm gesagt, dass er das die nächsten Monate selber hinkriegen muss....
Du solltest das Ganze mit der Forderung an eine Therapie verknüpfen. Nur dann hat er eine Chance, sich zu ändern und von seiner Sucht loszukommen.
Dass er immer eine Frau braucht, die seine Bedürfnisse befriedeigt wenn er allein ist, zeigt deutlich, dass da schon ganz früh richtig was schiefgegangen ist bei ihn.
Du wirst nie Partnerin sein können für ihn, so wie Du Dir Partnerschaft vorstellst, weil er in genau dem Punkt auf Kleinkindstand ist. Willst Du das? Wenn ja, weitermachen.

Es ist echt traurig, wie gute, hilfsbereite Frauen sich an solchen Männern abarbeiten.
Wenn Du als Frau nicht früh genug entschlossen zugreifst, sind nicht mehr viele andere übrig.
 
  • #63
Zuletzt noch: Und da kommen wieder sehr schön die mangelhaften S-Werte des @INSPIRATIONMASTER s zum Vorschein. Seht und lernt! Es ist wirklich wie im Bilderbuch für Psychologie. :) Wenn man genug Selbstwert, ein stabiles Ego und innere Stabilität besitzt, nimmt man den Menschen als Individuum wahr und denkt nicht in vorgefertigten Rastern. Man nimmt die Bedürfnisse eines jeden Menschen ernst. Somit steht es absolut außer Frage, dass Pornoschauen LASSEN das Zeigen von Achtung anderer Sexualpräferenzen ist. Das können aber NUR Menschen mit einem stabilen Selbst. Andere engen die Menschen ein oder, wie der Inspi es immer macht, flüchten aus der Beziehung, ohne mal bei SICH SELBST zu schauen. Denn auch das würde nur mit stabilem Ego gehen. Das ist natürlich etwas völlig anderes als Pornosucht zu finanzieren wie es die FS hier macht. Es gibt aber eben nicht nur schwarz und weiß, nicht nur Extreme.

Im übrigen denke ich auch, dass der Inspi kein deutscher Muttesprachler ist. Er versteht die einfachsten Redewendungen und ironischen Zitate nicht.
OK, ich nehme allerdings erstmal meine Bedürfnisse ernst. Mein Bedürfnis, so merkwürdig sich das anhören mag, ist ein Mann, der nicht pornosüchtig ist und keine Mutti braucht, die ihm beim Sparen hilft. Denn sonst fühle ich mich nicht ernst genommen. Deshalb : take it or leave it. Ich bin durchaus für Kompromisse, aber manches geht zu weit.
 
  • #64
Du schaufelst euch beziehungstechnisch gerade euer eigenes Grab.
Erstens gerätst du selbst in eine Rolle, die absolut nichts mehr gemein hat mit einer sexy und liebenswerten Freundin, er wird sich irgendwann von dir lossagen, ich schwörs dir. Er wird dich nach und nach - vor allem wenn ihr die ersten paar Mal gestritten habt, weil er versucht hat dich auszutricksen - nur noch als Mama- oder Sozialarbeiterinnenrolle sehen. Und wer will schon mit Mama eine sexuelle Beziehung führen😎.
Ja, genau so wird es sein.

Ich sehe kaum mehr eine Chance für euch. Die einzige Möglichkeit wäre, dich nun völlig zurückzunehmen. Ihr wohnt getrennt weiter. Du kümmerst dich ausschließlich um deine Sachen. Aber würde das mit deinen Zukunftsplänen zusammen passen? Wenn du für einen Cut noch nicht bereit bist, dann lass es erst mal noch weiterlaufen. Wenn du das Gefühl bekommst, dass sich da nichts ändert, kannst du noch immer gehen.
 
  • #65
Er schlug vor,dass ICH zukünftig sein Geld verwalten und bewahren soll oder er mir sein Gehalt praktisch überweist wenn es kommt, damit er da nicht dran kann um es für Schwachsinn auszugeben.
Naja, ich hab ihm gesagt, d
Er sieht dich als seine Ersatzmama, was du für ihn vorzüglich lebst, das wird immer so bleiben, Frage: welche Frau möchte einen solchen unreifen und unselbstständigen Sohn, als Partner haben, hat das eine Zukunft?
 
  • #66
Mein verstorbener Mann, Arzt und Wissenschaftler, mehr als 20 Jahre älter als ich und Vater meiner Kinder, konnte auch nicht mit Geld umgehen, viel zu weltfremd und zerstreut. Also habe ich das nach dem Zusammenziehen - widerwillig - übernommen, denn eigentlich konnte ich es damals auch nicht. Seine Leidenschaft waren halt nicht Pornos, sondern handgeknüpfte Teppiche und Antiquitäten.
Zur Mutti bin ich deshalb nicht für ihn geworden, er hat mich vieles gelehrt (ohne zum Vati zu werden).
Und er war die große Liebe meines Lebens.
Wenn er die Kohle für Pornos verplempert hätte, wäre ich allerdings rausgewesen.

W, 54
 
  • #67
DyEs war einfach so, dass ich jemanden, den ich liebe in Schwierigkeiten gesehen habe und helfen wollte und dadurch, dass ich sparsam lebe, jeden Monat von meinem Durchschnittsgehalt 1000 € beiseite lege +Urlaubs- und Weihnachtsgeld und Erfolgsprämie und in den letzten zwei Jahren keine größeren Anschaffungen getätigt habe eben auch entsprechende Rücklagen habe...
Dann geht die Rechnung ja auf. Bei gleichem Einkommen (!) hast Du also etwa 1000 Euro im Monat extra, plus Rücklagen. Dein Plus gleicht demnach sein Minus problemlos aus.
Nun weiß ich nicht, was Porno kostet, denke aber mal, dass er sich dafür so einiges leisten kann. Insbesondere, wenn Du die gemeinsame Wohnung einrichtest und finanzierst und am besten auch die Einkäufe bezahlst.
Vermutlich wird es ihm zunächst auch reichen, um die Außenbeziehungen / Affären, die er sich vermutlich früher oder später zulegen wird, teuer zum Essen auszuführen oder vielleicht sogar einen Urlaub mit der einen oder anderen zu verbringen. Wovon er Dir, kein Zweifel, ebenso zerknirscht berichten wird wie von seiner Finanzkatastrophe.
Falls sein Bedarf mit den Jahren steigt, musst Du halt schauen, dass Du mehr verdienst. Oder selbst auf immer mehr verzichten.
Ist doch easy, oder?
Was war noch wieder Deine Frage genau?
 
  • #68
Als ich 20 war hatte ich einen gleichaltrigen Kollegen, der schon länger eine Freundin hatte, mit der eine gemeinsame Zukunft geplant war. Eine gemeinsame Fernreise war geplant und anstatt die Reise zu bezahlen, verzockte der Kollege das Geld. Die Freundin hat ihm so gründlich den Kopf gewaschen und er stand vor der Wahl entweder oder. Er hat sich für die Frau entschieden, sie sind nicht in den Urlaub gefahren und noch heute zusammen.

Bei Euch sehe ich das Problem es gab bereits Lügen ohne Konsequenzen.
Ich kann mir ja zwischendurch seine Kontoauszüge durchsehen. Kann ich daraus erkennen, dass er mal wach geworden ist und draus gelernt hat, können wir wieder über ein mögliches Zusammenleben sprechen.
Für mich wäre diese Achtsamkeit nichts. Meine Frau war als wir uns kennenlernten in der Privatinsolvenz und ich vertrau ihr. Entweder vertrau ich dem Menschen oder nicht. Du traust ihm nicht, nicht weil er über seine Verhältnisse lebt, sondern weil er Dich anlügt.
 
  • #69
Ich finde erstmal egal, wofür er Geld ausgibt, solange er sich angemessen beteiligen kann
Er schlug vor,dass ICH zukünftig sein Geld verwalten und bewahren soll oder er mir sein Gehalt praktisch überweist wenn es kommt, damit er da nicht dran kann um es für Schwachsinn auszugeben.
Unsinn. Du willst ja kein unmündiges Kind als Partner.
Naja, ich hab ihm gesagt, dass er das die nächsten Monate selber hinkriegen muss und sich auch überlegen und mir mitteilen kann auf welche Ausgaben er in Höhe von 300 € diesen Monat verzichtet, um die Ausgabe auszugleichen,...
Eigentlich kannst Du nur vor dem Zusammenziehen prüfen, ob er sich ändert. Wenn das Vertrauen weg ist, wird es keine Zukunft geben.
 
  • #70
Porno hin, Porno her, wenn er mit dir glücklich wäre, hättest Du das Problem nicht. Wer hat jetzt das Problem? Eher Du.

Er musste sie vor dir offenlegen und vor sich selbst zugeben, dass er süchtig ist und unfähig seine finanziellen Dinge in den Griff zu bekommen und damit nicht in der Lage ist, alleine sein Leben zu bewältigen.
Find ich ganz schlimm, so jegliche Würde zu verlieren, mehr geht kaum als Mann. Aber das ist der Preis wenn Frau alles mürbe reden will. Warum nicht einfach eine Ansage? Nein, da muss der schwache Mann die Hosen runterlassen und findet keinen Weg mehr sein Gesicht zu wahren. Tja, dann hat Frau halt eine Wurst und darf sich nicht wundern.
Vermutlich wird es ihm zunächst auch reichen, um die Außenbeziehungen / Affären, die er sich vermutlich früher oder später zulegen wird, teuer zum Essen auszuführen oder vielleicht sogar einen Urlaub mit der einen oder anderen zu verbringen. Wovon er Dir, kein Zweifel, ebenso zerknirscht berichten wird wie von seiner Finanzkatastrophe.
Das glaub ich nicht, er ist ein kleiner Mann, der einfach so klein bleibt.
 
  • #71
Man kann wohl leider von einem Suchtproblem ausgehen und ich werde mir eine Zeit lang anschauen ob es für ihn nun tatsächlich der "Weckruf" war dieses Problem mit Ende 30 anzugehen und einiges zu ändern oder auch nicht. Ich persönlich denke ja, dass es jedem möglich ist an sich zu arbeiten und etwas zu verändern, wenn man es wirklich will.
Es wird die Zeit zeigen ob er es ernst meint, an sich arbeitet und ein Zusammenleben oder die Fortführung der Beziehung überhaupt noch möglich ist.
Natürlich hat durch die Lügen das Vertrauen einen starken Knacks bekommen. Aber da bei mir selbst eine Suchtproblematik besteht, weiß ich vom Kopf her um die Gründe bzw. Rechtfertigungen, die man vor sich selber zurechtlegt, besonders wenn man sich über den wahren Umfang des Problemes noch nicht im Klaren ist. Und ich weiß auch, dass die Gefahr eines Rückfalls besteht.
Trotzdem ist es natürlich vom Gefühl her nicht schön und wird auch seine Zeit dauern bis das Vertrauen wieder aufgebaut werden kann, sofern er seine Problematik und die Ursachen dafür auch tatsächlich angeht. Da dies aber nur einen Teil, wenn auch keinen Unerheblichen seines Verhaltens und Charakters ausmacht, aber der Mann ansonsten wirklich eine ganze Reihe von wunderbaren Eigenschaften hat und ich ihn liebe, werde ich ihm auch die Chance einräumen... Daher werde ich versuchen es ihm auch nicht nachzutragen, aber man achtet natürlich schon verstärkt auf Feinheiten bei Formulierungen, Unstimmigkeiten und Verhaltensweisen.
Aber ich werde ihn auch finanziell nicht weiter unterstützen.
 
  • #72
Spricht dafür dass dir die Rolle des Aufpassers und Machthabers gefällt.
Nein, diese Rolle gefällt mir nicht, macht aber einen Teil meiner Persönlichkeit aus, weil ich mich z.B. auch selbst sehr stark kontrolliere, Listen führe usw. um den Überblick zu behalten. Und es fällt mir auch sehr schwer Menschen dabei zusehen, wenn es bei ihnen schlecht läuft, wenn ich doch etwas unternehmen könnte... Da fällt es mir schwer Distanz zu wahren.
Das fängt damit an, dass ER sich AKTIV Hilfe suchen muss. Und neben der praktischen Lebenshilfe, die er bekommt, auch zum Psychologen gehen muss
Ironischerweise macht er beruflich eben genau das bei körperlich oder geistig eingeschränkten Menschen... Theoretisch müsste er das ja "nur" bei sich selbst anwenden. Aber vielleicht liegt genau dort das Problem sich selbst in der Rolle der Person zu sehen, die Hilfe benötigt?
Solange du sein Leben reglementierst, wird er Frauen suchen und finden, die ihn nehmen wie er ist, die von seinen Geldproblemen nichts wissen, mit ihm unbeschwerte Zeit verbringen
Also ich habe schon vor den finanziellen Aspekt von dem Miteinander und unserer Beziehung weitgehend zu trennen und nicht dauernd anzusprechen oder jeden Tag nachzuhaken wofür er heute sein Geld ausgegeben oder ob er irgendwelchen Pornokram konsumiert hat...
 
  • #73
zeigt deutlich, dass da schon ganz früh richtig was schiefgegangen ist bei ihn.
Ich weiß inzwischen schon einiges aus seiner Kindheit und Jugend, was erst damit begann "ach eigentlich hatte ich eine wohlbehütete Kindheit", aber dann doch nach und nach einige Ereignisse berichtete in denen Gewalt seitens der Eltern eine Rolle spielte oder er auch häufig alleine war z.B. Schlüsselkind ab Kindergartenalter, da beide Elternteile berufstätig waren usw.
Und natürlich will er es erstmal selbst versuchen ohne Therapie auf die Reihe zu bekommen, weil der Begriff Therapie eben nach wie vor negativ behaftet ist und man erstmal nur daran denkt, dass diese nur für Leute ist, die überhaupt nicht mehr klarkommen...
Immerhin scheint er sich gestern Abend mit dem Thema ein wenig beschäftigt zu haben, da er mir Links geschickt hat was ich davon halte und mich gefragt hat ob ich ihm die Tage auf dem Handy und Laptop eine Sperre einrichten kann.

Frag Dich selber: willst Du eine Beziehung in der Du als
- Mutti den Rahmen setzt
- Gefängniswärter kontrollierst
- Staatsanwalt anklagst
- Richter urteilst?
d.h. Du alles hast, nur keine verlässliche Paarbeziehung sondern immer ein Damoklesschwert über dem Kopf?
Das sind mir eindeutig zu viele negative Rollen innerhalb einer Beziehung, die ich nicht haben möchte...
Er will mir ein verlässlicher gleichberechtigter Partner sein, dem ich auch vertrauen kann. Ich werde mir eine Zeit lang anschauen ob er das sein kann und habe ihm auch vorgeschlagen, dass er sich in der Hinsicht auch noch jemand anderen anvertraut.

Aber das ist der Preis wenn Frau alles mürbe reden will. Warum nicht einfach eine Ansage? Nein, da muss der schwache Mann die Hosen runterlassen und findet keinen Weg mehr sein Gesicht zu wahren. Tja, dann hat Frau halt eine Wurst und darf sich nicht wundern.
Sagen wir es mal so, das Ganze war für mich auch nicht angenehm und ich bin sehr sachlich geblieben und habe die Emotionen außen vor gelassen...
Aber er hat mich gestern Abend auch extra nochmal angerufen und mir dafür gedankt, dass ich mit ihm das alles einmal durchgegangen bin, weil er immer wenn er diese Ausgaben auf dem Konto gesehen hat, diese mit dem Gedanken" Du bist ein Idiot und hast da wieder Mist gemacht" ausgeblendet und versucht hat diese zu ignorieren. Für die Vorjahre hat er wohl meine Tabelle übernommen und die Ausgaben dafür auch eingetragen und festgestellt, dass dieser Posten über die letzten Jahre schon zu seiner finanziellen Lage beigetragen hat und er nicht damit gerechnet hat, dass dieser Posten so hoch ist...
 
B

Blume94

Gast
  • #75
weil er immer wenn er diese Ausgaben auf dem Konto gesehen hat, diese mit dem Gedanken" Du bist ein Idiot und hast da wieder Mist gemacht" ausgeblendet und versucht hat diese zu ignorieren. Für die Vorjahre hat er wohl meine Tabelle übernommen und die Ausgaben dafür auch eingetragen und festgestellt, dass dieser Posten über die letzten Jahre schon zu seiner finanziellen Lage beigetragen hat und er nicht damit gerechnet hat, dass dieser Posten so hoch ist...
Ich denke nicht das er es lassen wird, er ist abhängig und wird sich immer neue Gründe einfallen lassen warum er jetzt Lady X sehen musste und 100€ dafür bezahlen musste.

Wie ist jetzt dein Plan?

Ich denke er sollte eine Therapie machen, meinst du er kommt durch diese Einsicht „er ist ein Idiot“ selber auf die Idee damit aufzuhören? Ich denke das ist ein schwieriges Unterfangen und er schafft das nicht alleine ohne Therapie. Du musst ja nur eine Woche wieder weg sein, schon gehts bei ihm wieder los in der Hos und er schaut sich wieder kostenpflichtige Nacktheiten an.
Meinst du denn ernsthaft er hört damit auf weil du ihn darauf angesprochen hast?
Meine persönliche Einschätzung dazu ist, dass ihn das nicht abhalten wird.
 
  • #76
Wäre es Spielsucht, Alkoholismus, Drogenkonsum o.Ä. wäre es natürlich auch meine Schuld, weil die Beziehung mit mir so schrecklich ist, dass der Mann das anders nicht ertragen kann...
Ganz ehrlich, mit Süchtigen die noch nicht mal ansatzweise trocken sind kannst du nur untergehen. Du wirst kaputt gehen, und wenn du sehenden Auges ins Unglück rennen willst, dann tu das. Aber sag dann hinterher nicht, keiner hätte dich gewarnt. Süchtige haben sich nicht unter Kontrolle, die Sucht ist immer wichtiger und wenn die Veranlagung zur Sucht genetisch ist, dann muss im Leben wahnsinnig viel gut laufen dass das nicht ausbricht. Ich kenne mich aus, ich hab schon viele untergehen sehen, und auch co-abhängig werden. Und da bei ihm nunmal schon das Suchtverhalten da ist, muss er da erst Therapieeinsichtig werden, dann Therapie machen, und dann kann er (vielleicht!) ein verlässlicher Partner werden. Vielleicht!
Da ist niemand "schuld", aber es geht im privaten Leben nunmal nicht darum wer Schuld hat (man ist ja nicht vor Gericht), sondern mit was man leben kann und will.
Und wenn du einen Süchtigen hast, und du hast die Wahl, dann geh. Außerd du hast keine Empathie und kein Mitleid. Nur dann hält man das nämlich aus. Sonst nicht, man zerbricht am Mitleid und der Tatsache dass man immer wieder enttäuscht wird. Die Chance dass er es schafft ein ausgeglichener Partner und Familienvater (falls du das willst), ist sehr gering. Nicht null, aber gering. Und du wirst IMMER in der Rolle des Kontrolleurs sein.
 
  • #77
Sehr schön, dass ich die Ursache für seinen übermäßigen Pornokonsum bin... Wäre es Spielsucht, Alkoholismus, Drogenkonsum o.Ä. wäre es natürlich auch meine Schuld, weil die Beziehung mit mir so schrecklich ist, dass der Mann das anders nicht ertragen kann...
Ja das hast du vorhin doch selber gemeint.
Nachdem du von seinem kostenpflichtigen pornokonsum erfahren hast, hast du euer Sexleben hinterfragt.
 
  • #78
Chance ist ok, wenn es nicht zu Deinen Lasten geht. Zieh Deine Grenzen, rote Linien. Ich verstehe gut, dass Du unterstützen willst, kann es nachvollziehen. Du klingt sortiert, überlegt, dass man einen Menschen, den man liebt, nicht einfach wegschmeißt, Lösungen sucht, ehrt Dich.
Du entscheidest wie weit Du gehst. Achte gut auf Dich.
Will er ernsthaft, braucht er eine Therapie. Sucht ist ein Symptom, man muss die Ursachen finden, wenn es dauerhaft gehen soll.
 
  • #79
Nur ganz ganz wenige Süchtige schaffen es aus eigener Erkenntnis, Wege aus der Sucht zu finden.
Die meisten packen es nur an, wenn sie es müssen, z.B. ein Autounfall bei einem Alkoholiker. Erst wenn sie ganz unten sind und es nicht mehr schlimmer geht, haben sie erst die Notwendigkeit dazu.
Wahrscheinlich würde es ihm mehr helfen, wenn du ihn verlässt.
 
  • #80
Süchtige haben sich nicht unter Kontrolle, die Sucht ist immer wichtiger
Das war bei mir vor etwa 8 Jahren eben nicht so, nachdem ich erkannt habe, dass ich defintiv ein Problem habe bzw. hätte ich so weiter gemacht auch einen Menschen, der mir unglaublich wichtig war aus meinem Leben verloren hätte. Und als mir das bewusst war, habe ich hart an mir gearbeitet, damit das nicht passiert und seit dem z.B. auch keinen Tropfen Alkohol mehr angerührt. Es war zwar kein täglicher Konsum, aber einmal angefangen habe ich kein Ende mehr gefunden bis nix mehr da war oder ich irgendwann eingeschlafen bin. Und ich denke nicht, dass mein Fall da so eine große Ausnahme oder Besonderheit darstellt, sondern es sich um eine Kopfsache und Einstellung handelt damit umgehen zu können, wenn man weiß dass dieses Problem da ist, besonders wenn das Leben mal scheiße läuft, man unglücklich ist oder auch wenn es einem so gut geht und gut läuft nicht übermütig zu werden, nach dem Motto "Ach ein Gläschen zum Anstoßen schadet ja nicht". Vielleicht habe ich deshalb den Gedanken, wenn ich das seit Jahren konsequent einhalten kann, dann kann es auch jeder andere, sofern er es denn wirklich will...

Nachdem du von seinem kostenpflichtigen pornokonsum erfahren hast, hast du euer Sexleben hinterfragt.
Ja natürlich hinterfrage ich das, wenn ich auf einem Kontoauszug sehe, dass da diverse Zahlungen für getätigt wurden, besonders mit Geld, was eigentlich garnicht zur Verfügung steht. Und ein Aspekt ist halt ob das Sexleben mit mir für ihn auch erfüllend ist oder ob es Neigungen/Bedürfnisse gibt, die er mir nicht mitteilt sondern diese anderweitig befriedigt. Aber da dieses Problem anscheinend seit Jahren besteht und bestand bevor wir uns kennenlernten, kann es ja nicht wirklich etwas mit mir zu tun haben, oder seh ich das irgendwie falsch?
Du klingt sortiert, überlegt, dass man einen Menschen, den man liebt, nicht einfach wegschmeißt, Lösungen sucht, ehrt Dich.
Ja inzwischen ist das alles etwas gesackt und ich konnte mir einige Gedanken dazu machen und den ersten Schock überwinden...
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #81
Sehr schön, dass ich die Ursache für seinen übermäßigen Pornokonsum bin...
Das habe ich nicht geschrieben. Das hast Du geschrieben:
Ja dieses Problem besteht schon sehr lange und er weiß, dass es ein Problem ist und war nur in der Zeit besser, als er mit seiner Ex zusammen lebte oder als er als Single auf anderen Plattformen unterwegs war auf denen er mit realen Frauen geschrieben und auch getroffen hat.

Meine Schlussfolgerung ist, er ist nicht glücklich und zufrieden mit Dir, was nicht im geringsten Deine Schuld ist.
 
  • #82
nachdem ich erkannt habe, dass ich defintiv ein Problem habe
Du warst dann aber einsichtig. Er lehnt ja Therapie und Eigenverantwortung ab. Du sollst dich kümmern. Sehr wahrscheinlich wird er dann dir die Schuld zuschieben wenn es mit dem Entzug nicht klappt.

Meine Schlussfolgerung ist, er ist nicht glücklich und zufrieden mit Dir, was nicht im geringsten Deine Schuld ist.
Sehe ich auch so.
 
  • #83
Nun, als Ex-Süchtige bist du selbst denkbar schlecht geeignet, einen Süchtigen zu therapieren. Deine Methode liegt in absoluter Kontrolle, was nicht anders, als Vermeidungstaktik ist, weil ohne Droge kann jeder trocken sein, versuch aber in einer Welt voller Versuchngen standhaft zu bleiben - dann bist du erst geheilt. Insofern ist dein Wille deinem Partner zu helfen ehe ein Hilferuf, dir selber zu helfen, ausserdem das Negieren der Probleme und Zurückrudern ist nicht anderes, als Zeichen der Co-Abhängigkeit.
 
  • #84
OK, ich nehme allerdings erstmal meine Bedürfnisse ernst. Mein Bedürfnis, so merkwürdig sich das anhören mag, ist ein Mann, der nicht pornosüchtig ist und keine Mutti braucht, die ihm beim Sparen hilft. Denn sonst fühle ich mich nicht ernst genommen. Deshalb : take it or leave it. Ich bin durchaus für Kompromisse, aber manches geht zu weit.
Du liest nicht richtig. Ich differenzierte zw. Pornokonsum. Der Inspi spricht von Porno-SB GENERELL! Selbstbefriedigung an sich! Das ist doch ein himmelweiter Unterschied zu PornoSUCHT. 🤷‍♀️
 
  • #85
Der Inspi spricht von Porno-SB GENERELL! Selbstbefriedigung an sich! Das ist doch ein himmelweiter Unterschied zu PornoSUCHT. 🤷‍♀️
Jeder wie er möchte, das ist meine Auffassung, meine Meinung! Jeder lebt in seiner eigenen Haut und muss mit dem eigenen Verhalten erstmal klarkommen, um mit dem Partner und Co. auch klar zu kommen, was jedoch vielen nicht gelingt, das lesen wir doch ständig hier!
 
  • #86
Ich würde immer abraten. Ich hatte eine ähnliche Beziehung auch; ich hab ihn morgens angerufen, damit er aufsteht um seinen Abschluss nachzumachen (hat er auch fest versprochen nach einem „Weckruf“-Gespräch, jaja; oder das Gespräch als er versprochen hat, er hört mit den Drogen auf, jaja..). Ich wurde - weil ich helfen wollte - zur Mutti, die kontrolliert und straft. Hätte ich mir alles sparen können. Er lebt heute noch so, wie ich über drei Ecken höre. Lügt immernoch alle an, um nicht schlecht dazustehen. Mein Einsatz hat nichts gebracht. Ich glaube nicht daran, dass sich ein Mensch immer ändern kann wenn er will; und wenn er nicht will schon gar nicht. Und dein Freund will ja nicht. Er will nur, dass du ihm alles abnimmst (Ausgaben verwalten; immer in der Nähe sein damit er keinen „Grund“ hat, mit Frauen zu chatten..). Sieht für mich nach dem Gegenteil von Eigenverantwortung aus. Dazu kann er ja nicht nur nicht mit Geld umgehen, sondern hat dich belogen. Das ist schon das eigentliche No-Go in einer Beziehung. Zu 99% geht ihr baden und du denkst in zwei, drei Jahren an die Antworten zurück, die hier gegeben wurden. Ging mir auch so damals; hab dann erst verstanden, was meine Freunde meinten..,
Aber wenn du ihn retten willst, versuche es.
Ich suche mir nur noch Partner, die auf Augenhöhe sind und ihr Leben im Griff haben. Damit bin ich dann ganz gut gefahren. Nie wieder!
W, 38
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #87
Ich wurde - weil ich helfen wollte - zur Mutti, die kontrolliert und straft. …Mein Einsatz hat nichts gebracht.
Zwei (extrem formulierte und nicht auf Dich persönlich bezogene) Varianten dazu aus männlicher Sicht:
- eine Frau, die sich völlige Versager angelt, um dann die Welt zu verbessern.
- eine Frau, die einen Gendefekt im Erziehungsgen hat und meint, sie müsste dauernd erklären, wie Mann irgend etwas anders oder besser machen kann.

Beides maximal unattraktiv. Wer dauernd erzieherisch am Partner wirken muss, ist entweder nicht in der Lage, sich einen passenden Partner zu suchen, bekommt aufgrund mangelnder Attraktivität keinen passenden Partner oder hat einen soliden Dachschaden.

Und es gibt reichlich Frauen, die zwischen der Rolle „Partnerin“ und „Mutter“ nicht unterscheiden können.
 
  • #88
Zwei (extrem formulierte und nicht auf Dich persönlich bezogene) Varianten dazu aus männlicher Sicht:
- eine Frau, die sich völlige Versager angelt, um dann die Welt zu verbessern.
- eine Frau, die einen Gendefekt im Erziehungsgen hat und meint, sie müsste dauernd erklären, wie Mann irgend etwas anders oder besser machen kann.
Ja, auf jeden Fall. Ich finde das einfach eine höchst ungute Dynamik in einer Beziehung, die beiden nicht gut tut. Obwohl manche natürlich so ihr ganzes Leben verbringen. Ich möchte das so etwas auf keinen Fall nochmal. Ich denke aber aus eigener Erfahrung, dass man da durchaus reinrutschen kann, ohne es zu wollen. Also; ich war vor dieser ersten Beziehung nur in „normale“ Männer verliebt ohne solche Probleme und auch danach. War so eine Art Ausrutscher - wobei die ganze Tragweite der Probleme halt auch erst nach einem Jahr überhaupt sichtbar wurde. Jemand mit Helfersyndrom sucht sich ja gleich jemanden zum bemuttern. Wenn man den anderen aber als jemanden kennenlernt, der grad sein Abi nachmacht und Pläne hat und noch keine Drogen konsumiert, sondern sich das eben erst so entwickelt während man zusammen ist, dann steckt man schon drin wenn sich die Frage stellt. Und ich war da einfach zu jung und zu unerfahren in Beziehungen, um schnell die Reißleine zu ziehen. Daher rate ich aber anderen konsequent dazu ^^
 
  • #89
Zwei (extrem formulierte und nicht auf Dich persönlich bezogene) Varianten dazu aus männlicher Sicht:
- eine Frau, die sich völlige Versager angelt, um dann die Welt zu verbessern.
- eine Frau, die einen Gendefekt im Erziehungsgen hat und meint, sie müsste dauernd erklären, wie Mann irgend etwas anders oder besser machen kann.
Ich würde noch ergänzen dass die Angst mitschwingt, für einen "normalen" nicht attraktiv genug zu sein, und man sich daher lieber einen abhängigen Parter sucht den man unter Kontrolle hat.
 
  • #90
Lies dir mal meine Geschichte durch!
Ich sage dir : nimm die Beine in die Hand und LAUF!!!!
 
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