• #61
Was willst Du von dieser Frau? Liebst Du sie? Willst du mit ihr zusammen sein, willst Du für sie da sein?
Momentan suchst du nach einem Grund um nicht zusammenzuziehen.
Mittlerweile wundere ich mich auch nur noch. Wo ist das Problem, in einer der beiden Wohnungen probehalber zu zweit zu wohnen? So haben mein Mann und ich es gemacht und so machen es viele Paare. Du kannst bei dieser Variante Null verlieren, sondern nur gewinnen. Du merkst, entweder passt es im Alltag oder nicht. Das ist doch genau das, was du wissen willst.

Wenn ihr nicht zusammenzieht, werdet ihr nie herausfinden, ob sich deine Befürchtungen bewahrheiten. Im schlimmsten Fall trennst du dich aus Angst davor, dabei hätte alles gepasst. Es ist Quatsch, sich tausend Gedanken zu machen, was wäre wenn, wenn man es nie in der Realität umsetzt.
 
  • #62
Mittlerweile wundere ich mich auch nur noch. Wo ist das Problem, in einer der beiden Wohnungen probehalber zu zweit zu wohnen? So haben mein Mann und ich es gemacht und so machen es viele Paare. Du kannst bei dieser Variante Null verlieren, sondern nur gewinnen. Du merkst, entweder passt es im Alltag oder nicht. Das ist doch genau das, was du wissen willst.
Ich wundere mich mittlerweile nicht mehr, für bestimmte Antworten, die ich hier lese, wenn es bei dir so geklappt hat, so heißt das doch gar nichts, ob das bei anderen auch so klappen muss!! Wenn ich es erst probieren muss, ob das Zusammenleben klappen könnte, sollte ich den Schritt schon gar nicht machen, dann er geht sehr wahrscheinlich schief!
Wenn ihr nicht zusammenzieht, werdet ihr nie herausfinden, ob sich deine Befürchtungen bewahrheiten. Im schlimmsten Fall trennst du dich aus Angst davor, dabei hätte alles gepasst. Es ist Quatsch, sich tausend Gedanken zu machen, was wäre wenn, wenn man es nie in der Realität umsetzt.
Stimmt, es ist Quatsch, wenn man gegen das eigene Gefühl was macht!!
 
  • #63
Ich wundere mich mittlerweile nicht mehr, für bestimmte Antworten, die ich hier lese, wenn es bei dir so geklappt hat, so heißt das doch gar nichts, ob das bei anderen auch so klappen muss!! Wenn ich es erst probieren muss, ob das Zusammenleben klappen könnte, sollte ich den Schritt schon gar nicht machen, dann er geht sehr wahrscheinlich schief!
Entschuldige, lieber IM aber hier sprichst Du @Hanna_17 ihre Erfahrungen ab. Und diese waren für sie positiv. Ich kann mich ihr anschließen, auch wenn es bei meinen Erfahrungen gleich ein Zusammenzug war, man hat doch ein Gespür dafür, hier nach 20 Monaten tgl. sehen und Zeit miteinander verbringen, ob es zusammen harmonieren könnte. Man hat auch sicherlich schon Kompromisse miteinander geschlossen, und weiß, um einige Macken, worauf jeder sein Augenmerk legt.
Stimmt, es ist Quatsch, wenn man gegen das eigene Gefühl was macht!!
Welches Gefühl hat der FS? Er fragt zunächst wie es andere das Zusammenleben handhaben. Er sieht Unterschiedlichkeiten bei Bettgehzeiten, Arbeitszeiten, Musik und Einschränkungen bei Hobby, Arbeitspensum und Selbstbefriedigung, gibt es dafür Lösungen. Sicherlich und die sind individuell.
Meinst Du, wenn er nicht wollen würde und es gegen sein eigenes Gefühl macht, dann hätte er hier gefragt? Braucht er Absolution von Fremden oder doch eher Mutmachen? Er hat nur die Auswahl, weiterhin LAT und nicht über die Fahrerei jammern, gleich Zusammen ziehen mit ausreichend Zimmern, Kopfhörern und Türschlüssel (im Fall, wenn er nicht gestört werden will) oder wirklich Probewohnen, wo beide ihre Wohnung behalten; kommt es zum Gau (der in meinen Augen gar nicht mal eintreten muss), so kann man sich schnell wieder in seine eigenen 4-Wände zurück ziehen, weiß dann aber, man ist nicht so anpassungsfähig.
 
  • #64
Stimmt, es ist Quatsch, wenn man gegen das eigene Gefühl was macht!!
ja, LAT wäre deswegen am besten für den FS
Ob sich die Partnerin damit anfreunden kann? Glaube ich nicht. Ich kann es mir auch nicht vorstellen, wie es bei einem so unabhängigen Menschen ein Kind aufwachsen könnte.
Es passt nicht. Das Kind braucht Sicherheit, klare Strukturen, einen geregelten Alltag. Ich denke der FS ist nicht fürs zusammenleben geschaffen. Das ist nicht schlimm aber es passt einfach nicht, wenn die Partnerin sich das Zusammenwohnen wünscht. Und ich frage mich auch, wie es bisher funktioniert hat. Es muss anstrengend sein, zu denken, mein Partner kann nichts mit sich anfangen.
 
  • #65
Danke für die vielen Anregungen und Sichtweisen!
Ich glaube, ein Problem rührt daher, dass meine Freundin immer fragt: "und was machen wir dann zusammen?" Oder: "Wollen wir dies und jenes zusammen machen?" Sie sagt nie: "Ich würde jetzt gerne dies und jenes machen." Bei der Fragestellung mit dem "wir" kommt praktisch nicht vor, dass auch jeder was für sich machen kann. Dabei geht es in meinen Augen bei täglichem zusammen sein gar nicht anders, als das natürlich jeder auch einfach seins macht.
Und was mich völlig irritiert ist, dass sie beim Zusammenziehen darauf besteht, ein eigenes Zimmer für sich zu haben (mir würde sie natürlich auch eins zugestehen), weil sie angeblich das Bedürfnis hat, sich zurückzuziehen. Das ist eher nach einer langen früheren Beziehung extrem wichtig, sagt sie. Tatsächlich habe ich aber noch nicht ein einziges Mal erlebt, dass sie sich zurückziehen wollte. Das habe ich ihr auch so gesagt und sie antwortete, das stimme, das habe sie bei mir wirklich noch nie gewollt.
Ich wollte mich auch nie von ihr zurückziehen; ihre Anwesenheit hat mich noch nie gestört oder genervt. Ich will aber ich am Feierabend auch mit meinen Interessen beschäftigen, und nicht jeden ganzen Abend "zusammen" etwas machen, wie einen Kompromiss bei einem Film oder einer Serie oder einem Gesellschaftsspiel. Ab und an sehr gerne (und es ist auch nicht immer ein Kompromiss, sondern beiderseitiges Interesse) aber nicht 7 Tage/Woche.
Naja in einer (für mich) stimmigen Partnerschaft geht es zentral darum gemeinsam etwas sich aufzubauen von dem dann beide profitieren. Das habe ich bereits am Anfang kundgetan und da wir hier identische Vorstellungen haben war das auch kein großes Drama bereits nach zwei Monaten meinen Haushalt aufzulösen und bei ihm einzurichten. Es entfiel prompt die lästige Pendelei. Und, oh Wunder, war es auch kein Drama sich die täglichen Pflichten dann zu teilen. Wir beide leben gerne so und jeder kann sich trotzdem zurückziehen. Unsere künftige Wohnung wird aber größer da uns das ständige sortieren auf weniger Raum immer etwas nervt. Oder man ab und zu dann doch gleichzeitig Fernsehen will aber unterschiedliche Filme. Wäre ein Umzug finanziell nicht drin gewesen hätten wir den Haushalt abgespeckt aber nicht unser gemeinsames Leben in Frage gestellt
 
  • #66
Es muss anstrengend sein, zu denken, mein Partner kann nichts mit sich anfangen.
Ja, das ist es auch!!!
Vor 14 Jahren habe ich mal mit einer schwerst depressiven Partnerin zusammen gelebt, das ging in die ähnliche Richtung, nur war es viel krasser. Damals habe ich auch erfahren, dass, wenn Veränderungen schleichend beginnen, man (ich) viel zu lange Leidensdruck anstaut, bis man versucht was zu ändern.

Nochwas: wg. Corona und drastischer Kontaktreduzierung habe ich mündlichen Austausch fast nur mit meiner Freundin. Abgesehen davon, dass er mir mit andern Menschen wirklich fehlt (bin ein sehr kommunikativer Typ), kommt es mir manchmal so vor, als ob wir uns nicht genug für die viele Zeit, die wir zusammen verbringen, zu sagen hätten. Und ich empfinde ihre Art zu kommunizieren manchmal als sehr schleppend.
Ist das alles nur Lockdown-Nebenwirkung? Oder würde es mir später auch aufstoßen?
 
  • #67
So ist es aber nicht: wir haben zwar getrennte Wohnungen, sind aber jeden Tag zusammen (außer wenn ich ganz woanders bei meinem Kind), nur halt mal bei ihr und mal bei mir.
Und trotzdem habe ich noch nie erlebt, dass sie sich tatsächlich zurückziehen wollte.
Es klingt auch in meinen Ohren sehr gut, dass sie auf eigenen Zimmern in einer gemeinsamen Wohnung besteht. Aber ihre Äußerung passt halt nicht zu unserer Beziehungs-Realität.
Hm. Verstehe.
Jeden Tag sehen, empfinde ich schon als anspruchsvolles Zusammensein bei zwei Wohnungen.
Eigentlich schleppt doch dann jeder von euch ständig Teile seines Hausstandes mit zum andern, oder?
Fehlt nicht ständig irgendwas beim anderen?
Und wie ist es mit dem Essen?
Zwei Haushalte so zu planen, dass genug Essen vorrätig ist..
Vermutlich kann man deine Belange tatsächlich nicht in Gespräch klären, wenn du ihren Aussagen nicht ganz traust.
Auch ich empfehle Probewohnen.
Und klare Ansagen von dir:
Ich brauche Zeit für mich, auch wenn du in der Nähe bist.
Für mich war es sehr befremdlich zu erleben, dass Männer gerne was für sich machen und die Partnerin irgendwo im Hintergrund zufrieden wissen wollen, wenn man doch endlich Zeit hat.
War schon bei meinem Opa, meinem Papa und ja bei mir in der Beziehung.
Nur sind meine Oma und die Partnerinnen meines Vaters nur schwer da darüber weg gekommen.
Sie hätten gerne mehr zusammen gemacht.
Als typisches Mädchen, bist du immer mit einer anderen Frau, Mädchen in Interaktion.
Redest, streitest, kochst, baust, spielst... nonstop die beste Freundin um Schlepptau.
..mit Jungs war ich nicht sozialisiert.
War zwar auch viel alleine als Kind. Empfand es allerdings als Strafe und langweilig.

Schweigen miteinander, was für sich machen, wenn andere da sind, musste ich erst lernen. Mittlerweile finde ich es erholsam. War aber ein Prozess.
Meine Mutter wenn zu Besuch ist will 100 Prozent Aufmerksamkeit, sonst ist sie beleidigt.

Vielleicht geht's ihr ja auch so.
Dann analysierst du die Situation richtig.
Sie will Interaktion nonstop. Aber nicht weil es ihr gut tut. Sondern weil sie es so gelernt hat und erwartet.
Feste Abmachungen, wie wir sehen uns, machen aber 2 Stunden davon getrennt was, helfen da schon.
Allerdings kann es gut sein, dass sie dann lieber allein zu Hause sein will.

Denn was Männer wie du nicht wahrhaben wollen.
So eine schwammige Aussage, wie:
Ich möchte nur kurz eben....machen parken die andere Person auf unbestimmte Zeit.
Und DAS ist unbefriedigend.

Viel Erfolg
 
  • #68
Vielleicht wäre sie ohne Corona viel aktiver? Kann ich schwer abschätzen, denn die meiste Beziehungszeit fällt in Corona.
Corona und drastischer Kontaktreduzierung habe ich mündlichen Austausch fast nur mit meiner Freundin. Abgesehen davon, ... kommt es mir manchmal so vor, als ob wir uns nicht genug für die viele Zeit, die wir zusammen verbringen, zu sagen hätten. Und ich empfinde ihre Art zu kommunizieren manchmal als sehr schleppend.
Im Grunde gleich, ob ihr Euch wie zuvor erzählt täglich seht oder jetzt seit Monaten nur telefonisch.


Ist das alles nur Lockdown-Nebenwirkung? Oder würde es mir später auch aufstoßen?
Ihre Kommunikation nervt dich also und ihr Verhalten ist gefühlt für Dich vereinnahmend, weil Du beobachtest, wie sie rumsitzt und dabei unglücklich wäre, so müsste sie Dich als Lebensmittelpunkt ja geradezu ansehen, und Du vergleichst deine heutige Beziehung, mit deinem Leidensdruck in deiner ehemals 14jährigen Beziehung... aber immerhin 14 Jahre. Ich glaube, da Dich soviel an deiner Freundin stört und negativ aufstößt, ist entweder die Luft bei euch raus oder Du wirst durch selbst durch den Lockdown depressiv. Du sagst es selbst, der Ansatz beginnt schleichend und auch das einem beginnt viel zu nerven v.a. andere Menschen, die dann Schuld sind, die schlechte Laune, Lustlosigkeit, Zurückziehen.
Wenn Du Deine Freundin heute/aktuell nur telefonisch bespasst und Lockdown, Dir gelegen kommt, sie nicht zu sehen oder zu ihr fahren zu müssen, was Dich nur nervt (Fahrerei nervt, sie Besuchen nervt, das du nicht zum arbeiten kommst nervt, Spieleabend und Serien gucken nervt, ihre Kommunikation nervt), wiederholt, Du musst jetzt gar nichts ad hoc entscheiden, lasst eure Beziehung noch 2-3 Jahre so weiterlaufen. Jeder Lockdown hat ein Ende, im Frühling geht’s wieder an die Sonne und prüfe deine Gefühle erneut für sie, wenn dein Dir selbst auferlegter Druck, jetzt zur Entscheidung zu gelangen zu müssen, wieder weg ist.
 
  • #69
@andereFrau:
VOR 14 Jahren habe ich mit einer damaligen Freundin zusammen gelebt. Die Beziehung dauerte nicht 14 Jahre.
Und meine Freundin sehe ich jeden Tag TROTZ Lockdown. Nur alle anderen Freunde etc. nicht mehr.
 
  • #70
Es kommt darauf an wie oft die Frau daheim ist. Du kannst Dir die Arbeitszeit ja einteilen. Wenn sie weg ist kannst Du Dir all Deine Wünsche erfüllen. Vom Gefühl her klappt das auch wenn die Wohnung gemeinsam ist. Das bedeutet Ihr verbringt nicht so viel Zeit miteinander wie wenn ihr gleich arbeiten würdet. Auch ihr tut männerfreie Zeit vielleicht gut.
Das mit der Familie... Nun, dann ist das vorbei so. Ich würde erst mal ein Jahr zusammen wohnen und gucken wie es Dir damit geht. Und erst dann kommt die Kinderfrage. Du musst es auch wollen, sonst ist die Scheidung vorprogrammiert.
Ein Kompromiss wäre auch, Ihr habt eine Wohnung zusammen und noch außerhalb irgendwo ein billiges Zimmer.
Wichtig: Du solltest diese Bedenken mit ihr auch kommunizieren.
Ich verstehe Dich gut. Ich hatte auch Probleme damit. Nicht alle Menschen ertragen 24 Std. zusammen sein. Ich erhole mich alleine am Besten.
 
  • #71
Es kommt darauf an wie oft die Frau daheim ist. Du kannst Dir die Arbeitszeit ja einteilen. Wenn sie weg ist kannst Du Dir all Deine Wünsche erfüllen. Vom Gefühl her klappt das auch wenn die Wohnung gemeinsam ist. Das bedeutet Ihr verbringt nicht so viel Zeit miteinander wie wenn ihr gleich arbeiten würdet. Auch ihr tut männerfreie Zeit vielleicht gut.
Das mit der Familie... Nun, dann ist das vorbei so. Ich würde erst mal ein Jahr zusammen wohnen und gucken wie es Dir damit geht. Und erst dann kommt die Kinderfrage. Du musst es auch wollen, sonst ist die Scheidung vorprogrammiert.
Ein Kompromiss wäre auch, Ihr habt eine Wohnung zusammen und noch außerhalb irgendwo ein billiges Zimmer.
Wichtig: Du solltest diese Bedenken mit ihr auch kommunizieren.
Ich verstehe Dich gut. Ich hatte auch Probleme damit. Nicht alle Menschen ertragen 24 Std. zusammen sein. Ich erhole mich alleine am Besten.
Es tut mir sehr leid sagen zu müssen unter solchen Umständen eine Beziehung einzugehen und unter solchen Umständen zusammen zu ziehen, wenn schon im Vorfeld programmiert ist, dass es schief geht, das könnte ich niemals eingehen, das sind doch jetzt schon hausgemachte Probleme, die die Beziehung trennen wird!!
 
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