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Gast

  • #1

Zusammenziehen nach acht Jahren noch sinnvoll?

In den vergangenen acht Jahren unserer Beziehung war Zusammenziehen aufgrund unserer Kinder nie ein Thema. Nun sind sowohl meine als auch ihre beiden erwachsen und außer Haus, daher denken wir schon über einen gemeinsamen Haushalt nach. Es stellt sich jedoch die Frage, ob das jetzt noch sinnvoll ist. Es geht uns beiden super, wir haben uns an diese Situation gewöhnt jeder hat seinen eigenen Rückzugsbereich. Eine Änderung könnte diesen Zustand ja nur verschlechtern, oder?
 
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Gast

  • #2
Ich denke, das ist nur sinnvoll, wenn ihr 1. beide die Nähe wirklich wollt und 2. jeweils in dieser Whg/Haus ein eigenes Rückzugsgebiet habt. Ob das ein zweites Schlafzimmer oder ein zweites Wohnzimmer, ein Hobbyraum oder sonst etwas ist, dürfte egal sein. Genau vor diesem "Problem" werden mein LG und ich auch mal stehen und sehen dem Ganzen trotzdem positiv entgegen. Gerade weil dann die Provokationen und Ärgernisse durch die Kinder nicht mehr Gegenstand des tgl. Alltags sein werden, sondern wir uns nur noch auf uns zwei konzentrieren können. Wenn eure Liebe stark und groß genug ist, dann schafft ihr das. Beredet alles en detail und lasst auch Wünsche, Bedenken, Bauchgrummeln und Freude ebenso einfließen. Gibt es eine neue Whg oder zieht ihr in eine Whg zusammen? Eine neue Whg /Haus dürfte ggf. das Richtige sein - denn sozusagen für beide der gemeinsame Neuanfang. Viel Glück!
 
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Gast

  • #3
Man kann auch in einer gemeinsamen Wohnung Rückzugsorte / -zimmer für jeden schaffen, z.B. könnte jeder ein eigenens Arbeits- und Freitzeitzimmer haben. Es ist nie zu sspät, um zusammenzuziehen.
Viel Erfolg
 
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Gast

  • #4
Du gehst von der Annahme "never change a running system" aus und erwartest von uns eine Diskussion zur These "Wer nicht wagt,der nicht gewinnt" ?

Wenn Ihr Euch gern zurückzieht dann richtet Euch doch einen gemeinsamen Haushalt ein mit je einem Zimmer für einen jeden Partner in das der andere nur reingeht wenn er es soll und darf. Vielleicht läßt sich das Problem ja so lösen.
 
  • #5
Wollt Ihr kein gemeinsames Zuhause, kein tägliches zusammen Einschlafen, kein Wir-Gefühl? Ich kann die Frage nicht einmal nachvollziehen, irgendwie sind meine Gefühle ganz anders, wenn ich liebe.

Wollt Ihr denn keine gemeinsame Partnerschaft? Kein gemeinsames Altwerden? Wie stellt Ihr Euch Euer Alter vor, wo man vielleicht nicht mehr Lust hat, täglich zu Besuch zu fahren, sondern einfach zuhause bleiben möchte? Im gemeinsamen Zuhause wohlgemerkt.

Rückzugsbereiche sollten ja auch in einer gemeinsamen Wohnung kein Problem sein. Wenn Ihr Euch jetzt lässig zwei Wohnungen leisten könnt, dann doch wohl auch in Zukunft eine, die groß genug ist, um Rückzugsbereiche zu haben. Also das Argument ist völlig leer.

Eine Änderung kann Euren Zustand nur verbessern -- von Freizeit- und Spaßbeziehung zu einer vollwertigen Partnerschaft aufwerten, neue Gemeinsamkeiten schaffen und das Wir-Gefühl in eine neue Dimension heben. Wenn Ihr den Zustand so lasst, wird es nicht mehr lange gut gehen, befürchte ich.
 
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Gast

  • #6
@4: getrennte Wohnsitze, aus welchem Grund auch immer, heißen nicht, dass man sich nicht trotzdem liebt und zueinander hält. Und auch viel Zeit gemeinsam verbringen kann.
Ich finde so eine Form der Partnerschaft übrigens auch spannend und abwechslungsreich: einmal übernachtet er bei ihr, dann wieder sie bei ihm, und dann hat man auch wieder den einen oder anderen Abend ganz für sich allein. Du kannst die Grenze, bis zu der Du Deinen Partner in Dein Leben hineinlassen möchtest, selbst bestimmen, und es ist auch ein Zeichen von Liebe und Wertschätzung dem anderen gegenüber, das zu respektieren. Ganz zusammenziehen würde gerade in der Situation, in der sich der FS und seine Lebensgefährtin befinden, eine Menge Konfliktpotential mit sich bringen und es wäre schade, eine gut funktionierende Beziehung so leichtfertig aufs Spiel zu setzen.
 
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Gast

  • #7
es ist nie zu spät zusammen zu wohnen,es müssen natürlich auch beide wollen.
Mein Partner und ich waren auch in dieser Situation und wir haben es riskiert,heute sind wir froh über diese Endscheidung und wir haben ein gemeinsames zu Hause.So wie es Frederika schreibt,genau so ist es auch,ich kann auch da nur bestärken!

Nur Mut
 
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Gast

  • #8
Ich kann mir das auch wunderbar wie #2 vorstellen. Meine Tante pflegte zu sagen, dass ab einem gewissen Alter, Frau und Mann eigene Bereiche brauchen. Das ist auch völlig in Ordnung. Ich würde auch eine große Wohnung aussuchen, so dass jeder trotzdem sein Bereich hat inkl. der Möglichkeit z. B. einer Couch zum Schlafen. Dreh- und Angelpunkt kann die Küche sein, der Wohnbereich etc. Vielleicht wäre auch ein Bad mit zwei Waschbecken sinnvoll. Ich kann mir das sehr gut vorstellen. Wenn ihr Beide den Wunsch habt, sehe ich da kein Problem. Es sind die Kleinigkeiten, die den Alltag so wertvoll machen. Sprich: Eine Tasse Kaffee zusammen trinken, mal eben kurz den anderen im Vorbeigehen streicheln, ein Kuss, eine liebevolle Umarmung. Dieses Gefühl wäre für mich schon Zeichen von Partnerschaft im alltäglichen Leben.
 
  • #9
Und schon wieder sind wir bei der Diskussion: Wann ist eine Partnerschaft eine Partnerschaft?

Ihr zwei habt natürlich jetzt schon einen funktionierende und vollwertige Partnerschaft.
Durch eine gemeinsame Wohnung wird dieser enger und ihr müsst in vielen Bereich noch einmal neu aufeinander zugehen. Ich empfinde das als Herausforderung und lohnende "Anstrengung" für einen gemeinsamen Lebensbereich.
Da ihr derzeit zwei Wohnungen finanzieren könnt, sollte der Luxus einer großen Wohnung mit viel Platz möglich sein.
Egal ob Ihr nun 2, 6, 8 oder 18 Jahre zusammen seid....in meinen Augen lohnt es sich!
 
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Gast

  • #10
@2, 7: um Rückzugsbereiche schaffen zu können, muss die Wohnung aber auch entsprechend groß sein, noch besser wäre da ein Haus. Nur können sich das nicht alle leisten. Und es gibt auch noch gemeinsame Räumlichkeiten, die ordentlich Zündstoff liefern: Schlafzimmer (Temperatur in der Nacht), Küche (wer räumt den Geschirrspüler ein und aus), Badezimmer (offene Zahnpastatube) usw.
 
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Gast

  • #11
@9: naja, die beiden haben ja die vergangenen 8 Jahre auch mal hier und mal dort gemeinsam in einem SZ übernachtet und durchaus die Macken, Eigenarten oder Befindlichkeiten des anderen kennen gelernt. innerhalb 8 Jahre schauspielert man nicht, sondern lebt durchaus Alltag. Und um das Thema Putzen aus dem Weg zu räumen, würde ich auf jeden Fall eine Putzfrau engagieren. So riesig sind diese Kosten auch nicht, es entlastet beide und es gibt deswegen keinen Stress.
 
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  • #12
2 @ 9:
natürlich muss man voerher bedenken, dass man mehr Zimmer braucht. Und wenn sie sich jetzt 2 Wohnungen leisten können, dann doch wohl auch eine große, gemeinsame.
 
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