G

Gast

Gast
  • #1

Zusammenziehen - wie machen wir das mit den Hauskosten?

Hallo!

Folgendes: Ich (w) habe ein noch nicht ganz abbezahltes Haus. Mein Partner ist grade dabei, sein eigenes Haus zu verkaufen und will dann zu mir ziehen. Wir haben (noch) getrennte Kassen. Ich bin mir nun unsicher, wie das in Zukunft laufen soll:

Mein Haus wird weiter nur mir gehören. Sollte er sich an den Abzahlungsbeträgen beteiligen im Rahmen einer Art Miete? Oder ist das nicht fair? Er bekommt ja den Kaufpreis für SEIN Haus auf sein Konto und wird dafür Zinsen bekommen. Ich hingegen habe noch Kosten. Wenn das Haus in einigen Jahren abbezahlt ist, stellt sich mir die Frage nicht mehr. Aber jetzt ...?
 
G

Gast

Gast
  • #2
Es ist Dein Haus, Du hast es gebaut und finanziert, jetzt kannst Du, damit da nichts vermischt wird, ja wohl auch den Rest noch aufbringen. Er soll von seinen Zinsen die Nebenkosten bezahlen. Man muß nicht alles auf den Cent genau teilen, eine Partnerschaft ist keine Gemeinschaftspraxis. (m)
 
G

Gast

Gast
  • #3
M.E. sollen Nebenkosten wie Heizung, Wasser, etc. geteilt werden.
Die Zinsen finde ich schon grenzwertig.
Aber die Tilgung des Kredites auf keinen Fall. So hättest DU nachher Eigentum welches Dein Partner bezahlt....
 
G

Gast

Gast
  • #4
Ich als Mann kann mir unter den Bedingungen verschiedene Optionen vorstellen, müsstest Dir halt überlegen womit du kein Problem hast und mit Deinem Partner darüber sprechen.

1.) Er beteiligt sich an der Tilgung in Form einer "Miete" (vielleicht 1/4 - 1/2) und an den Nebenkosten
2.) Er beteiligt sich nur an den Nebenkosten
3.) Abhängig davon wie gut und lange Ihr Euch kennt würde ja auch die Möglichkeit bestehen, unter der Voraussetzung er wäre bereit dazu, einen Vertrag zu machen.
Er gibt Dir das Geld zu 05 Zinsen, Du tilgst Deinen Kredit, und bezahlt dann monatlich an Ihn eine vereinbarte Summe solange bis Du Ihm das Geld zurück gezahlt hast. Ein ordentlicher Vertrag ist dabei aber Pflicht(!!!!) falls es mal nicht mehr so gut läuft.
4.) Er beteiligt sich gar nicht, muss dafür Lebensmittel, Kosmetik und so ein Zeug bezahlen.

m32
 
G

Gast

Gast
  • #5
Du zahlst Kapitalzins und wenn er bei Dir wohnt zahlt er selbstverständlich die Hälfte davon als Mietzins. In diesem Mietzins sind dann zusätzich die hälftigen Nebenkosten und Instandhaltungskosten enthalten.
Einzig an der Tilgung beteiligt er sich nicht. Ist ja schließlich Dein Haus.
 
G

Gast

Gast
  • #6
Folgendes: Ich (w) habe ein noch nicht ganz abbezahltes Haus. Mein Partner ist grade dabei, sein eigenes Haus zu verkaufen und will dann zu mir ziehen. Wir haben (noch) getrennte Kassen. Ich bin mir nun unsicher, wie das in Zukunft laufen soll:

Mein Haus wird weiter nur mir gehören. Sollte er sich an den Abzahlungsbeträgen beteiligen im Rahmen einer Art Miete? Oder ist das nicht fair? Er bekommt ja den Kaufpreis für SEIN Haus auf sein Konto und wird dafür Zinsen bekommen. Ich hingegen habe noch Kosten. Wenn das Haus in einigen Jahren abbezahlt ist, stellt sich mir die Frage nicht mehr. Aber jetzt ...?

Wie viel ist denn "noch nicht ganz"? Wenn ich mit der richtigen Frau zusammen wäre, also einer, bei der ich mir sicher bin, die rennt nicht mehr weg, würde ich den Rest der Schulden einfach bezahlen.
 
G

Gast

Gast
  • #7
Liebe FS,
wenn er nicht bei Dir wohnen würde, müsste er auch Miete zahlen. Und genau das sollte er auch machen - wie für eine angemessene Wohnung, die er sich normalerweise nehmen würde und natürlich die Nebenkosten zur Hälfte.
Es ist egal, wie Dein Schuldenstand ist. Es ist Dein Haus, Du bist in der Pflicht, Rücklagen für Reparaturen usw. bilden. Das gilt auch für ein abbezahltes Haus. Er ist ja nicht in einem finanziellen Engpass, dass er sich das nicht leisten kann.
 
G

Gast

Gast
  • #8
Also nachdem hier ja immer wieder die Mietzahlung des einziehenden Partners favorisiert wird, sollte der Hauseigentümer aber dann auch so fair sein und diese, wie jeder andere Vermieter auch, versteuern. Ach ja und natürlich nicht den Mietvertrag mit allen Rechten und Pflichten (auch Anspruch auf Nebenkostenabrechnung etc.) vergessen. Der "Mieter" muss sich ja auch irgendwie absichern.
Warum redet ihr nicht miteinander und schaut, auf welches Modell ihr euch GEMEINSAM einigen könnt? Oder möchtest du dir Argumentationsunterstützung holen?
w/46
 
G

Gast

Gast
  • #9
Immer diese Erbsenzählerei und Rumrechnerei, wo es doch um Liebe und Partnerschaft gehen sollte. Wenn sich zwei wirklich lieben, dann wird sich ganz automatisch ein Ausgleich ergeben, so dass jeder auf seine Kosten kommt. Ich würde nicht im Traum daran denken von einer Partnerin im gemeinsamen Haus (dann ist es nämlich auch in meinem Sprachgebrauch nicht mehr "meins" sondern "unseres") so etwas wie Miete zu verlangen und umgekehrt würde ich wohl ohne mit der Wimper zu zucken der Frau anbieten einfach ihr eine hohen Teil der Schuldenlast abzunehmen.

m/46
 
G

Gast

Gast
  • #11
Vielen Dank für all die Antworten! Ich bin sicher, dass es bei uns keinen Streit geben wird. Ich wollte einfach nur ein paar Meinungen, da ich mir selbst unsicher bin, was überhaupt sinnvoll und fair ist und damit, WENN es auseinander gehen sollte, sich nicht einer übervorteilt vorkommt.

Ich finde es immer besser, gerade bei finanziellen Dingen klare Verhältnisse zu schaffen, solange man sich gut versteht, dann gibt's später keinen Ärger.

FS
 
G

Gast

Gast
  • #12
Erkundige Dich nach üblichen Mietpreise und dann lass ihn die Hälfte davon bezahlen, sofern ihr nur 2 seid. Falls du noch Kinder im Haus hast, dann natürlich entsprechend 1/3 oder 1/4 usw..
Mit den Nebenkosten ist es genauso und auch mit dem Essen.
Natürlich macht es dann keinen Sinn, ihn an den Instandhaltungskosten zu beteiligen- die sind in der Miete enthalten.
 
G

Gast

Gast
  • #13
Lesen bildet: der Mann hatte ein Haus und hat es verkauft, weil man künftig nur noch eines braucht.

Genau! Würde er aber nicht mit der FS zusammenziehen, müsste er dann doch Miete bezahlen! Und hier soll/muss man ansetzen, da die FS und ihr Freund noch getrennte Kassen haben. Gast #6 hat das richtig formuliert und alles andere ist dummes Zeug. Er zahlt Miete, sie zahlt IHR Haus ab. Ob mit Hilfe der Mietzahlungen oder ohne ist uninteressant. Es sind ihre Einnahmen, sie kann damit anstellen was sie will. Auf jeden Fall vermeidet sie bei einer eventuellen Trennung die Diskussion, wieviel vom Haus gehört nun dem (ex)Freund! Deshalb sind alle Vorschläge a´la: er beteiligt sich an der Tilgung; er leiht ihr Geld oder zahlt die Zinsen für die Katz. Lebenshaltungskosten und laufende Verbrauchskosten werden hälftig geteilt.
Und ja lieber Gast#7, ein Mietvertreg gehört dazu, denn auch der Freund der FS braucht eine gewisse Sicherheit. Das Versteuern der Mieteinnahmen kann auch von Vorteil sein, weil auf der anderen Seite die Ausgaben die mit der Vermietung in Zusammenhang stehen steuerlich geltend gemacht werden können. Das ist ein Rechenexempel und das müssen die beiden unter sich ausmachen.
@Gast8,
dies ist keine Erbsenzählerei sondern eine faire Regelung. Wenn sich zwei lieben und ernsthaft über einen "Ausgleich" nachdenken, werden sie an der von mir propagierten Lösung nicht vorbei kommen. Dein Ansatz ist sehr ritterlich und ehrt Dich sehr. Was macht Du aber im Falle einer ( unschönen)Trennung? Man kann nicht in die Zukunft schauen, aber man kann Vorkehrungen für eine ungünstige Entwicklung treffen. Diese tun heute niemand weh, zahlen sich aber i.d. Zukunft für alle Beteiligten aus.
Und was ist eine "angemessene" Miete?
Es gibt verschiedene Ansätze, die ich alle für falsch halte. Angemessene Miete in meinen Augen ist die Hälfte der Ersparnis die sich durch das Zusammenziehen ergibt. Die Ersparnis setzt sich zusammen aus z.B.: eigesparte Miete und Nebenkosten (ohne Verbrauchskosten!), Müllabfuhr, GEZ-Gebühren, Parkplatz u.ä. Also alles, was duch die Aufgabe einer Wohnung entfällt. Bei der Aufgabe eines Eigenheims muß die Ortsübliche Miete zugrunde gelegt werden. Da BEIDE davon profitieren sollen, teilt man sich den Betrag zu Hälfte, damit ist die Miete inkl. Nebenkosten für die Partner-Wohnung abgegolten. Und das unabhängig davon, ob man beim Partner in eine Bruchbude oder in ein Palast einzieht. Jede andere Regelung wird den einen benachteiligen und den anderen begünstigen. Das wurmt, und ich persönlich sehe hier sehr viel Konfliktpotenzial. Auf Dauer hält das keine Beziehung aus, auch wenn amn sich sooo sehr liebt, lieber #Gast8. m,53
 
G

Gast

Gast
  • #14
@12: Vielen Dank! Deiner Argumentation ist nichts hinzuzufügen.

Wie hoch die Miete im Endeffekt sein wird - ob sie sich an den örtlichen Gegebenheiten oder AUCH am Darlehenszins oder von mir aus daran orientiert, wie handwerklich geschickt mein Freund ist und was ich mir dadurch an Handwerkern spare ;-) - die Frage steht dann an zweiter Stelle. Aber ich glaube auch, dass eine solch klare Lösung für beide Seiten das Beste ist.
 
  • #15
Ich finde es immer besser, gerade bei finanziellen Dingen klare Verhältnisse zu schaffen, solange man sich gut versteht, dann gibt's später keinen Ärger.

FS


Diesen Satz finde ich gut, und deshalb solltest du dies auch vorher regeln.

Ich persönlich würde die Raten des Hauses offiziell selbst bezahlen und im Gegenzug den Partner bitten, dass er die Lebensmittel (je nach dem wie viel ihr davon benötigt - sozusagen in der Höhe eines Mietbeitrages) bezahlt.

Damit man eine Übersicht hat, kann er dieses Geld in ein Sparschwein stecken, oder wenn du immer die Lebensmittel einkaufst, kann er dir Anfang des Monats den Betrag geben.

Im Grund ist es ja dann egal, was du mit dem Geld machst. Es kann ja auch mal ein Baum/Pflanze für den Garten sein, ein neues Namensschild am Postkasten (falls man etwas Ausgefallenes haben möchte, kostet es evtl auch mal was) oder wenn Geld an sich mal knapp sein sollte, dann kannst du ja damit auch die Rate abbezahlen.
 
  • #16
Mein Partner ist Ende letzten Jahres zu mir gezogen. Auch mein Haus ist noch nicht abgezahlt. Ich wäre nie auf die Idee gekommen von ihm Miete zu nehmen. w52
 
G

Gast

Gast
  • #17
Mein Partner ist Ende letzten Jahres zu mir gezogen. Auch mein Haus ist noch nicht abgezahlt. Ich wäre nie auf die Idee gekommen von ihm Miete zu nehmen. w52

Das spricht für Dich. Aber stell Dir mal ernsthaft vor, in fünf Jahren zieht Dein Partner aus. Womöglich nach einer unschönen Trennung. Er selbst hat einen Haufen Geld gespart (und, wie in meinem Beispiel, auch noch Zinsen für den Kaufpreis seines eigenen Hauses kassiert) und Du hast Dein Haus noch immer nicht abbezahlt. - Ganz ehrlich: Würdest Du das fair finden? Denn vom Zusammenziehen hat dann ausschließlich ER profitiert (abgesehen von den Nebenkosten). Ich glaube, ich würde anders denken, wenn das Haus abbezahlt wäre - obwohl die Voraussetzungen natürlich, genau genommen, nicht anders wären. Aber dass ich Kosten für mein Haus habe - die ich mir im schlimmsten Fall vom Mund absparen muss - und er sich ins "gemachte Nest" setzt, kostenlos - nein, das würde ich nicht einsehen.

FS, die inzwischen eine (geringe) Miete für die einzig vernünftige Alternative hält - und sei es nur aus psychologischen Gründen
 
  • #18
Das spricht für Dich. Aber stell Dir mal ernsthaft vor, in fünf Jahren zieht Dein Partner aus. Womöglich nach einer unschönen Trennung. Er selbst hat einen Haufen Geld gespart (und, wie in meinem Beispiel, auch noch Zinsen für den Kaufpreis seines eigenen Hauses kassiert) und Du hast Dein Haus noch immer nicht abbezahlt.
Das wäre mir ehrlich gesagt egal, da ich es mir leisten kann. Eine Beteiligung kann ja auch anders aussehen. In deinem Fall wäre eine gerechte Kostenbeteiligung für beide die richtige Lösung.
 
G

Gast

Gast
  • #19
Ich finde das eine sehr gute Frage. Denn eine gute Partnerschaft ist auch eine gute wirtschaftliche Einheit. Mit gleichen Vorstellungen zu Werten, Kosten, Geld usw. Wenn es zu diesen Themen zu keiner Einigung oder Streit kommt ist die Parternschaft sowieso mehr Frust als Lust und in Frage zu stellen.
Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Kosten und Erwerb. Mit der Tilgung sollte er nichts zu tun haben. Es ist und bleibt erstmal Dein Haus. Die Kosten hingegen gehören partnerschaftlich geteilt. Dazu gehören die Hypothekenzinsen sowie Instandhaltungs- und Betriebskosten.
 
  • #20
@FS, 16, Er bringt sich anders ein, ist handwerklich sehr geschickt, hat das Bad renoviert und ich glaube nicht, dass er bei einem Auszug die Fliesen wieder ausbauen würde.
Von Profit rede ich nicht wenn ich an Beziehung denke. Ich konnte mir das Haus auch ohne ihn leisten, habe jetzt aben viel mehr Freizeit, da er mir viel Arbeit abnimmt. Mein Garten ist fast 3000 m²2 gr0ß, er leistet auch einen großen Teil der Hausarbeit und kocht sehr gerne. Ich habe viel mehr Freizeit, die ich dann auch mit ihm verbringen kann. Das ist mehr wert als alles Geld. w52
 
G

Gast

Gast
  • #21
. Mit der Tilgung sollte er nichts zu tun haben. Es ist und bleibt erstmal Dein Haus. Die Kosten hingegen gehören partnerschaftlich geteilt. Dazu gehören die Hypothekenzinsen sowie Instandhaltungs- und Betriebskosten.

Das ist doch eine realitätsfremde Milchmädchenrechnung. Wäre das Haus abbezahlt, sollte er also keine Miete zahlen?
Und wenn die Hypothekenzinsen 2000€ wären, dann 1000€ pro Monat?
Man kann doch nur den Mietpreis ansetzen. Darin sind übrigens die Instandhaltungskosten enthalten.
 
G

Gast

Gast
  • #22
Komischer Ansatz beim Zusamnmenziehen.

Ich stehe auch auf dem Standpunkt, laufende Kosten werden geteilt (also Strom, Telefon, Müll, Wasser, Dinge des tägl. Bedarfs und Nahrungsmittel sowieso).

Wieso sollte er sich an dem Kauf und den Zinsen beteiligen? Ihre Entscheidung und auch Ihr Eigentum irgendwann.

Und wenn's dann abbezahlt ist, fällt die Miete wieder weg?

Einige schreiben immer, er sollte sich nicht an der Tilgung beteiligen.
Übernimmt er die Hälfte der Zinsen tut er dies faktisch aber, denn rein kaufmännisch betrachtet, sollte Sie die 2% ersparniss in eine höhere Tilgung stecken.

Und keiner fragt bisher nach den wirtschaftlichen Verhältnissen, wer von beiden verdient mehr?
Das sollte doch auch ganz klar eine Rolle spielen.
Ich würde einer Partnerin, die nur 1/3 meines Einkommens hat, niemals die häfte der Kosten auferlegen.

Und schließlich, er verzichtet auf sein Haus und geht damit ein nicht unerhebliches Risiko ein, dass er irgendwann doch wieder Mieter ist, sollte es mal nicht mehr die große Liebe sein.

Also er ist bedingungslos und sie stellt nun welche, wenn dass mal nicht in Streit ausartet.

Ich persönlich würde in Fragen, wie er sich das in Zukunft vorstellt, damit bist Du immer in der besseren Position, als mit einer Vorderung!
Und ich wette, er läßt Dich nicht im Regen stehen! Sollte es zu stark von Deinen Vorstellungen abweichen, kann man ja immer noch "verhandeln".

Fragen, zurücklehnen und ihn reden lassen!

Letztendlich ist es doch eh nur eine Umschichtung von Kapital. Von einem Konto auf das andere, oder würdest Du das Geld ausschließlich für Deine Belange ausgeben?

Offtopic
In mehren Threads paralel, geht es hier immer um die Geldfrage in Beziehungen.
Mich verwundert das schon sehr, denn eine Partnerschaft, sollte doch auch eine wirtschaftliche Partnerschaft sein!?
 
G

Gast

Gast
  • #23
"Wir haben (noch) getrennte Kassen. Ich bin mir nun unsicher, wie das in Zukunft laufen soll:"


Wie stabil ist denn eure Partnerschaft? Stabil genug um diese Frage mit ihm zu klären??

M
 
  • #24
Meine Partnerin zieht gerade zu mir und käme nie auf die Idee Miete zu verlangen. Zwar enden die Zahlungen im September, ich wäre aber auch in früheren Beziehungen nie darauf gekommen Miete zu verlangen.
 
G

Gast

Gast
  • #25
Und schließlich, er verzichtet auf sein Haus und geht damit ein nicht unerhebliches Risiko ein, dass er irgendwann doch wieder Mieter ist

Das scheint mir der wesentliche Punkt zu sein. Der Mann hat sein Haus nicht verkauft, weil er plötzlich die Vorzüge des Wohnens in Miete für sich entdeckt hat, sondern weil er sehr sehr viel Vertrauen in eine gemeinsame Zukunft mit der FS hat.

Hier wird aus zwei Leben mit zwei Häusern ein Leben mit einem Haus. Ihr Kapital steckt im Haus, sein Kapital im Wert eines Hauses liegt auf der Bank. Allerdings muß sie ihr Haus erst noch ganz abbezahlen, was er offenbar schon hinter sich hat.

Nun, dann macht es doch so! Sie zahlt ihr Haus fertig, und zwar aus Gründen der Ökonomie so schnell wie möglich. Und damit sie schneller tilgen kann, nimmt er ihr so viel ab wie das Wohnen in einem Haus nun einmal kostet. Sein Haus liegt ja auf der Bank und verursacht keine Kosten mehr, bringt sogar Zinsen. Folglich kann er gut was beisteuern. Allein sein Kapital sollte er dafür nicht angreifen.

Ergebnis nach ein paar Jahren: sie hat ein selbst bezahltes Haus, und er hat ein selbst bezahltes Haus, in Form von Kapital. Wenn sie nun beides zusammenwerfen und von seinem Geld in ihrem Haus leben, hat keiner den anderen übervorteilt, und sie können beruhigt zusammen alt werden.

Eigentlich könnte man damit auch sofort anfangen. Wichtig ist nur, daß sie von ihrem Geld ihr Haus fertig abzahlt, und das fällt ihr unter den neuen Bedingungen sicher wesentlich leichter.
 
G

Gast

Gast
  • #26
Hier die FS.

Ich zitiere jetzt nicht, das würde überborden.

Ja. Ich bin der Meinung, GERADE am Anfang einer Partnerschaft muss man über Geld reden. Schafft man nämlich hier klare Verhältnisse, kann am Ende keiner kommen und behaupten, er sei übervorteilt worden. Im Übrigen nicht nur am Ende: Es kann sein, dass ich zum Beispiel nach einem Jahr das Gefühl bekomme, ich zahle drauf. Was mach ich dann? Es ansprechen? Nach einem Jahr? Das ist viel unangenehmer, als die Sache sofort zu klären.

Zum Thema "Mein Freund renoviert und ich habe deshalb mehr Freizeit" - darüber könnte man reden. (Ich hatte das als Scherz sogar bereits selbst erwähnt.)

Zum Rest: Ich will keinen Vertrag mit fünfundzwanzig Seiten, in dem in einer Endlosrechnung alle Eventualitäten drin stehen. Es muss nicht bis zur letzten Kommastelle ausgerechnet sein. Wie hoch die Miete im Endeffekt ausfallen muss/soll/darf/kann, hängt von mehreren Faktoren ab, die ich hier gar nicht alle breittreten kann und mag. Mir ging's allein um die Grundsatzfrage: Würdet Ihr bei einem nicht abbezahlten Haus erwarten, dass Euer Partner sich in irgendeiner Weise beteiligt oder nicht? Alles andere muss selbstverständlich individuell geklärt werden. - Ich bin im übrigen durchaus der Meinung, dass der Darlehenszins zu den laufenden Kosten gehört.
 
G

Gast

Gast
  • #27
Meine Partnerin wohnt schon seit Jahren bei mir im Haus, sie zahlt mir einen festgelegten Betrag in Form von Miete, der unterhalb einer Vergleichsmiete(ohne NK) für eine 2 Zimmer Wohnung liegt. Alle NK , Tel. und Instandhaltungskosten werden im Gegenzug von mir bezahlt, da ich diese ohne sie ja auch aufbringen müsste. LM und Getränke und sonstiige Dinge des Haushaltsbedarfs werden hälftig übernommen.
Wir profitieren beide davon, sie kann etwas sparen und ich werde bei der Erhaltung und Finanzierung des Hauses unterstützt, was ja auch eine Form von Sparen ist. Mit diesem Modell können wir uns beide auch größere Auslandsurlaube leisten,für uns paßt es so.

Man könnte es so machen zB. Miete 2 Zi. Whg. kalt 500€ +150,-NK+Gg. 50,-€= 700,-€, er zahlt 400,-€ und legt er größere handwerkliche Tätigkeiten am Haus oder z.B.an deinem Auto an, angemessen Miete kürzen oder auch einmal erlassen.
FS immer berücksichtigen, alle Dinge die mit dem Haus zu tun haben, müßtest du ohne ihn allein Stemmen!
Meine LG und ich teilen sich die Hausarbeit, vom Bügeln, Wäsche waschen über Putzen bis hin zur Gartenarbeit und größere Handwerksreparaturen werden von mir getätigt oder wenn ich es nicht kann von mir bezahlt.
Pflicht hat ein Recht und Recht hat auch eine Pflicht, Liebe hin oder her!
50m
 
G

Gast

Gast
  • #28
Meine Güte, wer zu Beginn einer etwaigen Beziehung schon wieder an deren etwaiges Ende nachdenkt, sollte vielleicht doch lieber allein bleiben. Wird denn heutzutage alles im Leben nur noch unter monetären Gesichtspunkten beurteilt?

m.
 
G

Gast

Gast
  • #29
Meine Güte, wer zu Beginn einer etwaigen Beziehung schon wieder an deren etwaiges Ende nachdenkt, sollte vielleicht doch lieber allein bleiben. Wird denn heutzutage alles im Leben nur noch unter monetären Gesichtspunkten beurteilt?

m.

Nein das nicht. Aber ich habe im Leben gelernt, dass man für viele Eventualitäten vorsorgen kann. Wie ich schon im Beitrag #12 gesagt habe, heute darüber reden tut niemanden weh, später darüber zu sprechen ist oft nicht mehr möglich und bringt viel ärger. Abmachungen sollen dann gemacht werden, wenn alles bestens läuft und nicht dann, wenn alles auseinander bricht. Dann ist es zu spät. Und die Liebe kann auch irgendwann gehen. Bei verheirateten Paaren gibt es andere Möglichkeiten, aber diese sind hier nicht das Thema.

@Gast #21
schließlich, er verzichtet auf sein Haus und geht damit ein nicht unerhebliches Risiko ein, dass er irgendwann doch wieder Mieter ist, sollte es mal nicht mehr die große Liebe sein.

Er bunkert sein Geld auf der Bank und kassiert Zinsen, spart sich das Geld für Reparaturen und spart die Miete durch kostenloses Wohnen bei seiner Partnerin. Gibt es mit dieser Krach, kann er sich sofort ein neues Haus kaufen das ev. größer und moderner ist. Meinst Du dieses Risiko?

@FS
Deine Einstellung ist völlig richtig. Nur so hast Du die Chance auf eine lange und glückliche Partnerschaft. Solltet Ihr irgendwann heiraten oder eine gemeinsame Kasse führen, dann müssen die Modalitäten überprüft werden. Allerdings würde ich die Miete nicht am Darlehenszins festmachen. Man kann Dir dann vorwerfen, dass Du das Haus zu teuer gekauft hast, zu teuer oder schlecht finanziert hast etc. und dementsprechend muß dein Partner gerade deshalb zu hohe Miete zahlen. Ich weiß, das ist mit dickem Faden genäht aber habe schon die tollsten Sachen erlebt. Gerade, wenn man im Streit auseinander geht. Für mich wäre als Ausgangsbasis die Ortsübliche Miete für eine Wohnung die Dein Partner beziehen würde, wäre er nicht zu Dir gezogen. Kompliziert? Aber einzig richtig. m, 53 (die#12)
 
G

Gast

Gast
  • #30
Selbstverständlich gehört der Darlehenszins zu den Kosten. Ich finde es auch wichtig, solche Frage am Start einer Beziehung zu klären.
 
Top