• #1

Zusammenziehen. Zu ihm oder zu mir?

Mein Freund und ich sind nun fast vier Jahre zusammen und wollen zusammenziehen. Die Frage ist, zu ihm oder zu mir. Da wir bis jetzt keine gemeinsame Lösung gefunden haben, blieb es wie es ist. Ich habe damit kein Problem

Nun aber sagte er, ohne Absprache mit mir (klar wir haben auch mal darüber gesprochen ohne Ergebnis), dass er bis Spätsommer das Haus seinem Sohn überträgt und er zu mir zieht. Wenn er nicht zu mir ziehen darf, zieht er auf Miete. Ich bin aus allen Wolken gefallen. Er weiß genau, dass ich ihn nicht auf Miete ziehen lassen würde. Wenn er bei mir wohnt, sind die Würfel nicht in meinem Sinne gefallen.

Ich sagte ihm, dass auch ich aus meiner Wohnung raus möchte.

Daraufhin meinte mein Freund, wir können doch auf Miete ziehen. Dann wäre er sein Haus los und ich meine ETW.

Dazu muss ich sagen, dass ich fast 60 bin und mir eine Mietwohnung in der Rentenzeit nicht leisten kann. Falls wir auseinandergehen würden, müsste ich wieder umziehen in eine kleinere Wohnung. Mit Hund eine Mietwohnung zu finden ist sehr schwer.


Er hat ein Haus mit Garten, aber verschuldet. Er wird es nicht mehr finanzieren können. Daher soll sein Sohn das Haus übernehmen.

Ich habe angeboten, mein ETW zu verkaufen und ihm sein Haus abzukaufen. Moralisch gesehen, finde ich dies nicht in Ordnung. Aber er wäre finanziell entlastet. Er müsste dann aber leider gehen.

Ich habe eine ETW schuldenfrei muss aber in Zukunft viel investiert. (So viel, dass man vom Anschaschaffungspreis + kommenden Reparaturen auch ein Haus schuldenfrei bauen kann) in Reparaturen, der Eigentümer ist schwierig und die neuen Nachbarn sind laut. Also Ärger, den ich nicht will.


Wenn wir finanziell zusammenlegen würden, könnten wir in seinem Haus bleiben oder ohne Probleme neu bauen. NUR habe ich in erster Ehe ein Haus schuldenfrei komplett alleine bezahlt und durch die Scheidung 150.000 Euro verloren. Deshalb kommt mir ein gemeinsames Projekt nicht mehr in Frage. Außerdem möchte ich nicht nochmal umziehen wollen in meinem Alter, man will ja auch mal ankommen.


Ich wende mich an euch, da wir den „Wald vor lauter Bäume“ nicht sehen.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #2
Ja, wenn jeder von euch auf seiner Meinung beharrt, wird das nichts. Ihr müsst GEMEINSAM eine für BEIDE tragbare Lösung finden und dabei alle Für und Wider abwägen. Es ist keine Lösung, wenn er sagt, er zieht jetzt einfach zu dir, denn damit bist du ja nicht einverstanden.

Ich kann gut verstehen, dass es sich mit Ü60 - gerade in Ballungsräumen - nicht gut anfühlt, zusammen in eine Mietwohnung zu ziehen. Wenn du aber wegen deiner Erfahrungen zugleich ablehnst, zusammen Eigentum zu haben, müsst ihr entweder Eigentum erwerben und dies vertraglich total gut absichern oder es sein lassen. Dann überschreibt er halt sein Haus seinem Sohn, du bleibt in deiner ETW und er sucht sich eine Mietwohnung und ihr besucht euch gegenseitig. Du schreibst ja selbst, du hast mit der aktuellen getrennten Situation kein Problem. Wer genau will denn überhaupt zusammenziehen? Eher er? Und warum willst du "ihn nicht auf Miete ziehen lassen"? Das ist doch seine Entscheidung und nicht deine?! Außerdem spuken in deiner Frage so Dinge wie "moralisch nicht in Ordnung" herum. Von was für Glaubenssätzen bist du denn geleitet - was blockiert dich und euch da genau?

Und kann es sein, dass du gar kein Zutrauen in die Zukunft eurer Beziehung hast? Ich lese so viele Aber in deinem Post und kein bisschen Liebe und Vorfreude auf die neue Situation. Ist er überhaupt der Mann, mit dem du in einer gemeinsamen Wohnsituation alt werden möchtest und kannst und dabei ein gutes Gefühl hast, auch in Sachen finanzielle Entscheidungen? Es klingt für mich nicht richtig rund bei euch.

Viele Grüße
w55
 
  • #3
Hast Du mit 60 nochmals die Lust ein Haus neu zu bauen? Ich hätte sie nicht...
Warum muss er gehen, wenn Du sein Haus übernimmst? Kann er mit Dir dann nicht eine Vereinbarung treffen und Miete an Dich bezahlen?
Ich würde auch nicht gemeinsame Sache mit ihm machen. Er hat jetzt schon Schulden, wie will er da wieder auf die Beine kommen? Wenn Du deine Wohnung verkaufst, hast Du doch Geld um eine Wohnung anzumieten. Es muss ja nicht gleich eine 5 Zimmer Wohnung sein. Ob er dann mit einzieht, kann ja geregelt werden.
 
  • #4
Kauft Euch doch gemeinsam was kleines.
Und macht dazu einen niet und nagelfesten Vertrag beim Anwalt wie es bei Trennung gehandhabt werden soll.
 
  • #5
Ich wende mich an euch, da wir den „Wald vor lauter Bäume“ nicht sehen.

Ich sehe auch einen ganzen Regenwald.

... er bis Spätsommer das Haus seinem Sohn überträgt und er zu mir zieht. Wenn er nicht zu mir ziehen darf, zieht er auf Miete....
Ich sagte ihm, dass auch ich aus meiner Wohnung raus möchte.

Da besteht schonmal Einigkeit. Keiner möchte in seiner derzeitigen Bleibe zusammenziehen. Damit müssen beide raus, verkaufen und auf einem Haufen Geld sitzen.

... ihm sein Haus abzukaufen. Moralisch gesehen, finde ich dies nicht in Ordnung. Er müsste dann aber leider gehen.

Da verstehe ich Deine Moral nicht. Ein Haus zu kaufen ist nicht irgendwie ehrenrührig. Hättest Du das Gefühl, Du nimmst ihm sein Haus weg? Er stimmt doch zu...(?)
Dass er dann gehen müsste, kann ich auch nicht ganz nachvollziehen. Ihr wollt doch zusammenziehen...(???)

Wenn er bei mir wohnt, sind die Würfel nicht in meinem Sinne gefallen.

Mir würde als Lösung eher ein Kompromiss vorschweben und nicht nur "Dein Sinn". "Gemeinsam" richtet sich ja nach etwas, das für beide gut ist. Wollt ihr überhaupt beide zusammenziehen?

Außerdem möchte ich nicht nochmal umziehen wollen in meinem Alter, man will ja auch mal ankommen.

Das ist nun wiederum chaotisch. Du möchtest aus Deiner Wohnung sowieso ausziehen, aber nicht mehr umziehen? Stelle ich mir schwierig vor...

Wenn wir finanziell zusammenlegen würden, könnten wir in seinem Haus bleiben oder ohne Probleme neu bauen. NUR habe ich in erster Ehe ein Haus schuldenfrei komplett alleine bezahlt und durch die Scheidung 150.000 Euro verloren. Deshalb kommt mir ein gemeinsames Projekt nicht mehr in Frage.

Du willst zusammenziehen. Du willst nicht in Miete. Sein Haus ist für ihn nicht zu finanzieren, als gemeinsames Projekt willst Du es nicht. Du hattest bei der ersten Scheidung einen schlechten Anwalt, der das Wort "Zugewinngemeinschaft" nicht buchstabieren konnte.
Wie soll das gehen? Wenn Du zu ihm ziehen möchtest, dann müsstest Du doch dort auch in ein gemeinsames Projekt investieren(?)

Wenn ihr euch sicher seid, dass ihr zusammenziehen wollt, würde ich an eurer Stelle ein schönes neues Haus kaufen, das beiden gefällt und bei dem die Anteile klar geklärt sind. Dann gibt´s bei der nächsten Scheidung keine Probleme. Ich finde das die schönste Lösung, weil ihr so zum Zusammenziehen ein gemeinsames Projekt starten könnt.
 
  • #6
An Deiner Stelle würde ich ihn machen lassen. Seinen Plan finde ich nicht schlecht zu mal er auch sein Haus bestimmt nicht verkaufen möchte. Das möchte er ja seinem Sohn geben. Ich finde es auch vollkommen legitim. Du wohnst Mietfrei in deiner Wohnung und hast seit vielen Jahren auch sozial dich dort etabiliert. Er zieht zu dir ein und kann dir monatlich eine Miete bezahlen, das Geld könnt Ihr zusammenlegen und deine Wohnung renovieren. Das ist doch wunderbar. Wenn es zwischen euch nicht passen sollte, was ich nicht hoffe, zieht er aus und sucht sich eine eigene Wohnung. Besser und Risikoärmer kann doch für dich nicht laufen und seien wir ehrlich mit den jetzigen Immobilienpreisen würde ich kein Haus auf Pump kaufen wollen. Sein Plan ist toll. So habt Ihr doch viel Sicherheit und eine win win Situation.
 
  • #7
Kauft Euch doch gemeinsam was kleines.
Und macht dazu einen niet und nagelfesten Vertrag beim Anwalt wie es bei Trennung gehandhabt werden soll.
Diese niet- und nagelfesten Verträge gibt es nicht: sobald beide im Grundbuch stehen, kommt es bei einer Trennung zu einer hoffentlich friedlichen, oft aber auch zu einer nicht wirklich friedlichen Auseinandersetzung.

Ich halte hier mal fest:
  • du möchtest nicht mit ihm zusammen ziehen - kann ich verstehen
  • du möchtest aber auch nicht, dass er für sich selbst eine Wohnung anmietet, nachdem er das Haus an den Sohn übergeben hat - verstehe ich nicht; es ist ja sein Leben und seine Entscheidung
  • du möchtest selbst nicht Mieterin werden, weil du meinst, du könntest dir das später, als Rentnerin, nicht mehr leisten
  • ... aber du wärest bereit, neu zu bauen - und das als baldige Rentnerin? DAS würde ich mir nicht antun.
Warum vermietest du deine ETW nicht (in jedem Ballungsraum eine leichte Übung), wenn dir die derzeitigen Nachbarn ohnehin nicht gefallen? Mit den Mieteinnahmen kannst du dir dann problemlos eine normale Wohnung mieten, sehr groß muss sie ja nicht sein, da du deinen Freund nicht aufnehmen möchtest. Dort bleibst du dann so lange, wie es dir gefällt, würde sie sehr viel teurer im Laufe der Jahre, könntest du jederzeit mit Eigenbedarf in deine ETW zurück ziehen - und die lauten Nachbarn wohnen vielleicht längst woanders bzw. sind ruhiger geworden.

Parallel zu dir macht dein Freund ähnliches: er vermietet sein Haus an seinen Sohn (bzw. übergibt es unter Zahlung eines monatlichen Obolus') und mietet sich von diesem Geld eine eigene, kleinere Wohnung. Ihr bleibt weiterhin in eurer Beziehung - wohnt aber nicht zusammen. Und wenn es zum Streit zwischen euch kommen sollte, hat jede/r sein eigenes Zuhause, aus dem euch niemand vertreiben kann. Nicht einmal das Geld.
 
  • #8
Das ist mein Reden, gemeinsam wo beide glücklich sind.

Er geht auf Miete und ich habe eine Wohnung die groß für uns beide wäre, da habe ich das Gefühl ihn in einer schlechten Zeit hängen zu lassen. Miete ist doch keine Lösung dort muss er auch monatlich Miete zahlen, was von seinem Gehalt abgeht. Sogar noch in der Rentenzeit hinaus, wo er auch weniger Geld hat. Man baut doch ein Haus um in der Rentenzeit sorgenfrei und abbezahlt dort wohnen kann. So hab ich es gemacht.

Es ist schon ein toller Mann. Finanziell möchte ich mit ihm nichts gemeinsam machen. Ich hatte erst einen Mann den ich 15 Jahre durchgefüttert habe. Wie ihr schon gemerkt habt, hat auch er nicht gut gewirtschaftet, sonst hätte er das Problem mit seinem Haus nicht. Ich selbst bin Geringverdiener und dennoch bin ich immer gut ausgekommen.

Ein Haus gemeinsam kaufen und falls es nicht klappt, evtl. den Partner auszahlen, wäre die Lösung

Aber in 9 Jahren bin ich in Rente und meine Rente lässt solche Späße nicht mehr zu


Ich bin mit der jetzigen Situation zufrieden, bis auf die Pendelei zwischen zwei Haushalte etwas stressig.
 
  • #9
Er hat die Lösung doch schon anklingen lassen: Er sucht sich was zur Miete. Das wäre für euch das Beste. Du legst dir selber Steine in den Weg. Man muss nicht zusammen ziehen. Er müsste auch Miete zahlen, wenn ihr euch trennt.
 
  • #10
Mein Vorschlag: du verkaufst deine ETW und kaufst eine, die dir besser gefällt und in der ihr gemeinsam wohnt.

Er verkauft das Haus und kauft auch eine eigene Eigentumswohnung, die vermietet wird.

Die Hälfte dieser Mieteinnahme zahlt er an dich als Wohnkosten, die Nebenkosten deiner Wohnung werden hälftig geteilt.

So übernimmst du nicht seine kompletten Wohnkosten für lau und er hat eine eigene Eigentumswohnung.

Für den Fall dass ihr euch trennt, muss er dem Mieter halt wegen Eigenbedarfs kündigen.
 
  • #11
Außerdem möchte ich nicht nochmal umziehen wollen in meinem Alter, man will ja auch mal ankommen.
Ich wende mich an euch, da wir den „Wald vor lauter Bäume“ nicht sehen.
In diesem Alter zusammenziehen ist ein großes Wagnis, in den meisten Fällen läuft das schief, weil Zusammenleben ist wieder eine andere Nummer, als sich ab und zu besuchen. Wäre ich an deiner Stelle, würde ich alles so behalten, wie es ist und er soll seine Entscheidung treffen, wie er sie für richtig findet. Das Leben für den Partner umzukrempeln ist nicht einfach, es gibt viele Beispiele auch von jüngeren Leuten, die das nicht schafften und nicht schaffen. Was ich nicht verstehe ist, sich das Leben so schwer einzurichten. Das Leben sollte Leichtigkeit bringen, auch und gerade beim Zusammenleben, in der Beziehung, wenn schon im Vorfeld gewisse Störfaktoren da sind, die bei dir eindeutig da sind, sollte man die Finger davon lassen, gut gemeinter Tipp von mir.
 
  • #12
In diesem Alter zusammenziehen ist ein großes Wagnis, in den meisten Fällen läuft das schief, weil Zusammenleben ist wieder eine andere Nummer, als sich ab und zu besuchen.

Sehe ich nicht so. Ich bin im Leben mehrfach zusammengezogen. Es war immer eine Bereicherung der Beziehung, auch wenn ich beim letzten Zusammenziehen erst knappe 50 war. Ich denke schlicht, Beziehung wird von verschiedenen Menschen unterschiedlich definiert. Wer nicht zusammenziehen in Betracht zieht, könnte auch ein Problem mit Nähe haben. Das ist völlig in Ordnung, wenn es beide so sehen.
 
  • #13
Wenn wir verkaufen, geht mein Freund mit Null raus und ich habe eine ETW auf dem flachen Land, zudem ist es auch schwer ein Käufer zu finden. Wir wollen beide zusammen ziehen und zusammen bleiben (hoffentlich) Ich hatte zwei sehr lange Beziehungen. Danach, in den letzten 10 Jahren leider 3 gescheiterte. Mein Freund sein Haus ist zu klein, um ein paar Räume noch mieten zu können.
Bauen, da auf dem flachen Land könnte ich schuldenfrei alleine, sonst würde ich es nicht machen. Im Rentenalter keine Miete noch Abzahlung möglich. Daher möchte ich ungern auf Miete gehen. Mir wäre am liebsten das Bauen gewesen, alles ganz neu für uns beide. Wenn es nicht klappt, müsste er dann auf Miete gehen und sein Sohn hätte das Haus
 
  • #14
Wenn wir verkaufen, geht mein Freund mit Null raus

Bauen, da auf dem flachen Land könnte ich schuldenfrei alleine, sonst würde ich es nicht machen

Ja was willst du denn nun?
Er hat faktisch nichts außer Schulden, die er wohl bis zum Renteneintritt nicht mehr abzuzahlen schafft wie ich das sehe. Ihm bleibt also letztlich nichts übrig als zu verkaufen.

Er muss wohl oder übel völlig unabhängig von dir dann wohl in eine Mietwohnung ziehen.

Oder aber er zieht zu dir, egal ob in deine Eigentumswohnung oder in dein neu gebautes Haus und trägt finanziell dazu nichts bei und lebt auf wohntechnisch deine Kosten.

Also gibt es drei Möglichkeiten.

1. Er wohnt für lau bei dir in deinem neuen Haus oder in deiner Eigentumswohnung, ist schuldenfrei und zahlt keine Miete, wenn du das nicht willst.

2. Er wohnt bei dir und zahlt Miete und Nebenkosten an dich. Da habt ihr beide was davon.

3. Er bezieht eine eigene Mietwohnung und wird wohl rein faktisch trotzdem immer bei dir sein, wenn du ein Haus kaufst.

Also musst du dich entscheiden, ob du von ihm Miete verlangst oder er finanziell auf deine Kosten wohnt.

Das finanzielle solltest du klären, bevor er einzieht oder umzieht.

Du kannst nicht gleichzeitig großzügig sein und dich andererseits dafür ausgenutzt fühlen.

Wenn ihr zusammen wohnt, sollte er ja auch zumindest die Nebenkosten hälftig tragen, was dich finanziell entlastet.

Denn Heizung und Licht müsstest du gleichermaßen zahlen, egal wie viele Personen im Zimmer sind.
 
  • #15
Mir scheint, du willst vor allem sein Haus. Damit du fürs Alter abgesichert bist. Dir passt es nicht, dass er dir vorschlägt, zusammen eine Mietwohnung zu nehmen, was ich die passendste Lösung fände. Es ist seine Entscheidung, wenn er das Haus seinem Sohn überschreiben will, er hat ja seinem Sohn gegenüber auch einen Versorgungsauftrag und so bliebe das Haus in seiner Familie.
Für ihn ist das gut so.
Wenn du mit ihm in sein Haus ziehen willst, dann sag ihm das auch genau so.
Du kannst nicht erwarten, dass er deine Gedanken errät. Und wenn er es anders entscheidet, ist das sein gutes Recht. Eine gemeinsame Mietwohnung ist nicht das schlechteste. Du hast aber bisher keine klare ANsage gemacht.
Also sag ihm, dass du in das Haus ziehen willst. Denn genau so ist es.
 
  • #16
Wenn wir verkaufen, geht mein Freund mit Null raus ...
...ich habe eine ETW auf dem flachen Land, zudem ist es auch schwer ein Käufer zu finden. Bauen, da auf dem flachen Land könnte ich schuldenfrei alleine, ...

Erscheint mir alles etwas rätselhaft. Er hat ein Haus, aber das ist so überschuldet, dass bei einem Verkauf nichts übrig bleibt? Du kannst Deine Wohnung nur schlecht verkaufen, aber vom Erlös locker ein neues Haus in der gleichen Gegend bauen? Andererseits reicht Dein Einkommen nicht wirklich für eine Miete? Sorry, aber das passt aus meiner Sicht vorne und hinten nicht.

Ich würde mir an Deiner Stelle mal einen neuen Taschenrechner kaufen, mich mit Deinem Freund bei einem Glas Wein hinsetzen, überlegen, was ihr beide eigentlich wirklich wollt und wie ihr es finanzieren könnt oder wollt. Ich habe den Eindruck, ihr plant beide getrennt und redet zu wenig darüber, ob und wie ihr gemeinsam etwas aufbauen wollt. Vielleicht ist es für ihn auch völlig in Ordnung, wenn Du ein neues Haus baust und er sich an den laufenden Kosten angemessen beteiligt?
 
  • #17
Sorry, aber hier stimmt ganz viel nicht.......
Sein Haus ist belastet, aber wohl nicht bis zum Dachstuhl, da er es seinem Sohn übergeben will.
So schlecht scheint er nicht zu verdienen, wenn er einen Kredit für ein Haus bekommt ....
Als Geringverdienerin hast du 150 Tsd Euro an deinen Ex abdrücken müssen?
Und das Haus alleine bezahlt? Und eine ETW gekauft, deren Eigentümer ein Idiot ist?
Auf dem platten Land ist die Situation am Mietwohnungsmarkt bei weitem nicht so angespannt als in und um die "Metropolen" .....
Nun ja, ich mag solche Unstimmigkeiten nicht.Und dein Freund sollte diese auch nicht mögen.
 
  • #18
. Er wohnt bei dir und zahlt Miete und Nebenkosten an dich. Da habt ihr beide was davon.

Das wäre nun für mich die Variante - über die Höhe des Anteisl könnte man reden, er soll ja etwas davon haben, wie Du eben auch. Vielleicht max. 1/2 ortsübliche Miete.

Du magst Deine ETW nicht sonderlich, dann würde ich die Chance nutzen noch mal zu bauen. Für Dich, auf Deinen Namen (Sicherheit).
Du überlegst Dir, inwieweit er sich einbringt - Ideen, Mitgestaltung, Unterstützung, aber nicht finanziell.

Wenn er sich beteiligt, kannst Du ihm ja für eine Zeit kostenlos wohnen lassen.
Und ich würde ihm einen Vertrag anbieten, dass er nicht von heute auf morgen ausziehen müsste im Fall des Falles.

Klingt alles sehr pragmatisch,, ändert da sollte man pragmatisch sein und sich vorher überlegen , was man möchte und dann miteinander reden.

Ich würde auch mit keinem Mann mehr ein Haus zusammen bauen, einmal reicht, der nicht unerhebliche Verlust lag auf meiner Seite.

W,49
 
  • #19
zu Tom, ich habe mein Haus damals in erster Ehe alleine finanziert + war schuldenfrei. Davon habe ich nur einen Bruchteil an Geld bekommen. War wohl ein schlechter Anwalt. ETW Miteigentümer konnte ich ja vorher nicht wissen, dass dieser schwierig ist. Haus neu bauen , ein sehr sehr kleines Haus finanziell käme ich hin
 
  • #20
Liebe Alle, es gibt Neuverhandlungen. Bei allen Varianten, ist ja berücksichtigt, dass der Sohn das Haus bekommt. Wo ich nichts gegen habe. Ich lese oft hier, alles sehr interessant, aber das Ende wird oft nicht mitgeteilt, was ich sehr schade finde.
 
  • #22
Ich fasse zusammen, was ich von deinen etwas kryptischen Posts verstanden habe:
-Dein Freund überträgt sein Haus auf seinen Sohn. Damit ist dein Freund schuldenfrei.
-Du willst aus deiner ETW raus, willst sie verkaufen, auch wenn sie sich nicht ganz leicht verkaufen lässt, da auf dem flachen Land.
-Vom Erlös der ETW willst du ein neues Haus günstig auf dem flachen Land bauen. Das könntest du finanziell alleine stemmen. Du möchtest folglich alleinige Eigentümerin bleiben, also alleine im Grundbuch stehen.
-In das neue Haus würdest du zusammen mit deinem Freund einziehen wollen.
-Du kannst dir überlegen, ob du von deinem Freund einen Mietanteil nimmst, oder ihn kostenfrei bei dir im Haus wohnen lässt.
-Wenn eure Beziehung auseinandergehen sollte, muss er ausziehen, wahrscheinlich dann in einen Mietwohnung.

Wenn ich das richtig verstanden habe, wo ist das Problem?
Was ist deine Frage?

Das einzige Problem, was ich sehe, wäre eventuell ein Zeitproblem. Deine ETW zu verkaufen und ein neues Haus zu bauen, ist wahrscheinlich nicht bis Herbst zu schaffen. Du schreibst oben, dass im Herbst dein Freund seine Haus auf seinen Sohn übertragen will.
Das Problem wäre dann eventuell: Wo wohnst du bzw. dein Freund, solange bis dein neues Haus fertig ist? Oder ist das nicht dein Problem?


w53
 
  • #23
Es sieht jetzt so aus, dass ich noch ein Jahr Zeit habe meine ETW zu verkaufen, wenn das nicht geklappt hat, wohnt er bei mir. Sein Grundstück wird getrennt, damit der schöne Garten von ihm erhalten bleibt und wir tagsüber dort uns aufhalten können. Übernimmt meine Urlaubskosten (ca. 150 €). Die NK hälftig? Was meint Ihr ? Die NK werden steigen, da ich nie gekocht habe, mehr Wäsche, nur 3 Tage die Woche zu Hause war usw. Partner verdient mehr als ich . Ganz glücklich wäre ich, wenn er wie bisher die Essenskosten (100 € von mir ) weiterhin übernehme würde. Dann hätte ich finanziell auch etwas davon. ursprünglich wollte ich gar nichts haben, aber dank euch ist das ein guter Gedankenanstoss. Mein Partner spart kompl. Kaltmiete von mindestens 400 € Was er dann zu wuppen hat ist mein Anteil 150 Urlaubskosten(hat er mir angeboten), 100 Euro Essensanteil von mir und NK hälftig. Die steigen auf meiner Seite etwas. Mein letzter Partner hat ganz auf meine Kosten gelebt. Daher muss ich jetzt etwas aufpassen.
Wie seht ihr das ?
 
  • #24
Hm, ich finde es nicht so toll und ich würde es doch eiwenig nachbessern. So hat er im Moment eigentlich mehr davon als du und ich sehe für dich keine Vorteile. Lasse dich auf keine Zukunftsmusik ein. Urlaubskosten? Wie oft reist Ihr denn und seit wann kosten Urlaube nur 150 Euro?
Ich würde einfach eine Miete verlangen plus NK. Im Moment zahlt er 400 Euro? Dann soll er doch das Geld bei Euch investieren. Das wäre fair.
 
  • #25
Liebe FS, aus deinem letzten Post wird man leider wieder kaum schlau. Warum gibst du dir nicht ein bisschen mehr Mühe, uns, die wir deine Verhältnisse ja nicht kennen, uns aber Zeit nehmen, dir bei deinen Fragen weiterzuhelfen, ein wenig verständlicher und strukturierter deine Situation darzulegen?!

Du schreibst, du hast jetzt noch ein Jahr Zeit, um deine ETW zu verkaufen. Erst wenn es in einem Jahr nicht geklappt hat, wird dein Freund zu dir in deine ETW ziehen. Warum willst du dann jetzt bis ins Detail klären, wer wieviel welcher Kosten übernehmen soll? Denn dieser Fall, dass er zu dir in die ETW zieht, tritt doch, wenn überhaupt, erst in einem Jahr ein.
Selbst, wenn die Situation jetzt gleich einträte, kennen wir doch deine und die finanziellen Verhältnisse deines Freundes viel zu wenig, um beurteilen zu können, was angemessen wäre. Für mich jedenfalls sind das viel zu wenige (geordnete) Informationen, um dazu etwas sagen zu können.
Ich verstehe auch nicht, wie das Finanzielle bisher und zur Zeit zwischen euch geregelt ist. Du schreibst, du bist nur 3 Tage pro Woche in deiner ETW, kochst nie ... heißt das, du bist an den anderen 4 Tagen der Woche bei deinem Freund und er ist eigentlich derzeit nie bei dir in der Wohnung? Dann müsstest du derzeit ja IHM Geld geben für NK und Essen usw., finde ich.

w53
 
  • #26
Dann müsstest du derzeit ja IHM Geld geben für NK und Essen usw., finde ich.

w53
Ich würde es erst einmal auf Wohnsituation reduzieren. Bis jetzt habt Ihr beide euer eigenes Zuhause. Er hat ein Haus und Schulden. Du hast eine Wohnung und keine Schulden. Er möchte das Haus seinem Kind geben. Ein Vorteil für ihn und sein Sohn: Er wird Schuldenfrei und der Sohn bekommt ein Haus.
Er möchte zu dir ziehen. Das ist toll und wunderbar. Soll er nun Kostenfrei wohnen? Ich denke, er soll ruhig eine Miete bezahlen. Das gibt ihm eine Legitimation zum Wohnen bei dir und du hast Mieteinnahmen. Das Geld bleibt bei euch und wird nicht an irgend welchen Banken bezahlt. Mit dem Geld könnt Ihr die Wohnung renovieren oder reisen, neue Möbel kaufen und ähnliches. Das ist wieder gut für euch beide.
Thema NK und Essen würde ich separat regeln. Hier geht es erst einmal nur um die Wohnsituation.
 
  • #27
Er möchte zu dir ziehen. Das ist toll und wunderbar. Soll er nun Kostenfrei wohnen? Ich denke, er soll ruhig eine Miete bezahlen. Das gibt ihm eine Legitimation zum Wohnen bei dir und du hast Mieteinnahmen. Das Geld bleibt bei euch und wird nicht an irgend welchen Banken bezahlt. Mit dem Geld könnt Ihr die Wohnung renovieren oder reisen, neue Möbel kaufen und ähnliches. Das ist wieder gut für euch beide.
Thema NK und Essen würde ich separat regeln. Hier geht es erst einmal nur um die Wohnsituation.
Das ist ja nicht verkehrt.
Aber zunächst werden die FS und ihr Freund noch für ein ganzes Jahr getrennt wohnen, wobei die FS an 4 Tagen pro Woche bei ihrem Freund im Haus ist, er hingegen eher nie bei ihr in der ETW, wenn ich das richtig verstanden habe.
Bisher also, und noch für ein weiteres Jahr, sieht das für mich danach aus, dass die FS eigentlich mehr von ihrem Freund profitiert, als umgekehrt.
Sie lebt zur Zeit sehr günstig, da sie kaum Wohn- und Essenskosten hat, weil ihr Freund sie an 4 Tagen pro Woche in seinem Haus, incl. Essen und NK, "beherbergt". Angesichts dessen, dass er hoch verschuldet, sie aber schuldenfrei ist, erscheint mir das nicht ganz fair, wenn sie jetzt schon länger und auch noch für einige Zeit halb auf seine Kosten lebt, aber jetzt schon überlegt, wieviel Geld er ihr geben soll, wenn er in einem Jahr zu ihr ziehen wird. Die Gefahr, dass der Mann sie finanziell ausnutzen könnte, sehe ich bisher gar nicht.

w53
 
  • #28
Also ganz ehrlich:
60 - Haus neu bauen? nein

60 - herumeiern weil das Perfekte nicht da ist - Fehler deiner Lebens!

Dein Partner wirkt ziemlich praktisch, und genauso würde ich es machen:

Deine Wohnung ist Ärger? Du bist 60? Er gibt sein Haus auf? Nichts wie zusammenziehen in eine Mietwohnung, von der Kohle gemeinsam fein leben, das bisschen Mietwohnung suchen, v.a. mit ein bisschen Geld auf der Kante, das ist viel weniger Aufwand, als alles andere - geschenkt ist nur eh schon wissen...

und vor allem hunderttausendmal besser als keinen Partner mehr zu finden weil wenn du lange Theater machst wegen nichts und wieder nichts, bist du den vernünftigen Kerl bald los!

Was willst du mehr, wenn du es jetzt noch nicht verstanden hast, dass du einen lieben Partner hast, der venünftige Vorschläge macht, dann weiß ich auch nicht. Eigentum in deinem Alter ist nur etwas worum sich dann ev. Erben streiten...

Los, gemeinsame Mietwohnung, es gibt sogar welche mit Gärten, schön leben, der Rest der Welt wird dich beneiden! Alles Gute!!!
 
  • #29
In einer Ehe finanziert man nur alleine, wenn man Gütertrennung hat.
Das stimmt nicht, zumindest der erste Teil. Meine Exfrau hat während unserer Ehe nicht einen darlehensvertrag unterschrieben. Ich habe all meine Immobilien, wenn, dann selbst mit der Bank finanziert.
Richtig ist, dass ihr der Zugewinn dann anteilig zugestanden hat.
Die FS ist jedoch nicht dir beste Rechnerin. Wir @Tom26 ed bereits erwähnte, hier kann was nicht stimmen. ETW und ich bin nicht Eigentümer? Miteigentümer? Hausbau auf dem flachen Land? Billig? Heute?
Haus auf Sohn überschreiben?
Einfach so? Wo geht das. Ich suche seit Jahren nach dieser einfachen Möglichkeit :)
Fragen über fragen .
M48
 
  • #30
Richtig ist, dass ihr der Zugewinn dann anteilig zugestanden hat.

Das genau war aber mit dem nächsten Satz gemeint. Du zahlst den Darlehensvertrag mit „Deinem“ Einkommen komplett ab und das halbe Haus gehört anschließend über den Zugewinn ihr.

Eine Ehe ohne Modifikationen bedeutet de facto, dass zwar die Partnerin nicht am Darlehensrisiko, aber am Gewinn daraus beteiligt wird. Indirekt finanziert sie natürlich auch mit, weil es „Dein“ Einkommen auch nur teilweise gibt. Das sind eben die Regeln einer Ehe.
 
Top