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  • #1

Zwei Fragen zum Thema Scheidung, Darf ich in Zukunft mein Leben selbst bestimmen?

Nachdem wir schon seit über drei Jahren getrennt leben, will sich mein Ex scheiden lassen. 1-Was bedeutet das in Zukunft für mich. Unser gemeinsames Kind lebt bei mir. Bedeutet es, dass ich in Zukunft ihn für alles um Erlaubnis bitten muss? Nach der Scheidung wird er so leben können, als wäre er nie verheiratet gewesen. Habe ich (mit Kind) eine Chance mein ?altes Leben? zu bekommen? 2-Ich habe überlegt ihm vorzuschlagen, dass er das Sorgerecht mir überträgt, und uns weiterhin besuchen kann. Dafür braucht er uns keinen Unterhalt zu geben, und er kann sein Vermögen behalten. Würdet ihr euch (die Männer) darauf einlassen? Ich habe mich bisher allein um das Kind gekümmert, und natürlich werde ich das später genauso machen, wie bisher. Ich will einfach nur meine Freiheit wieder. Ich habe die Option, eine Stelle als Dozentin im Ausland zu bekommen. Nach drei Jahren ?Babypause?, möchte ich diese Stelle annehmen. Was kann ich tun? Vielen Dank für eure Antworten! w30
 
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  • #2
Ups eine Menge Fragen auf einmal. Das alleinige Sorgerecht heute zu bekommenh ist sehr selten geworden. Der Klassiker ist das gemeinsame Sorgerecht. Schwierig wird es da in der Tat, wenn du ins Ausland gehst, dann kann es sein, dass er sein VETO einlegen kann. Aber wer weiss, was in 3 Jahren sein wird? Definitiv würde ich nicht auf das Geld verzichten. Ich würde nicht auf mein Kind verzichten wollen, denn die Gefahr besteht, dass er es dann ganz verliert und wenn ihm viel daran liegt , wird er auf sein Sorgerecht bestehen. Das alte Leben gibt es leider nicht wieder... und ein Kind braucht gerade wenn es älter wird auch beide geschlechtsspezifischen Pole. Wie oft kümmert er sich denn heute um euer Kind???
 
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  • #3
Danke für die Antwort.
Er kommt so ungefähr jeden Monat für einige Tage (4-5 Tage) und spielt mit dem Kleinen. Außer mit dem Kleinen zu spielen, macht er nichts.
Ich wohne, seit der Trennung ohnehin sehr weit weg, aber die Stelle wäre noch ein Stück weiter weg.

Ich glaube, dass ihm sehr viel an seinem Vermögen liegt, deshalb werde ich es trotzdem testen.
Wenn ich die Stelle nicht annehme, dann wäre das für mich sehr sehr schlimm, denn in meinem Beruf gibt es nicht viele Möglichkeiten eine feste Anstellung zu bekommen, und eine Dozentenstelle wie diese könnte ich in Deutschland niemals bekommen, oder erst auf die Empfehlung der Uni im Ausland.

Es ist so unfair! Man kann doch nicht so eigeschränkt werden, obwohl man geschieden ist.
 
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  • #4
Du bist nicht eingeschränkt, weil du geschieden bist - du bist eingeschränkt, weil du ein Kind hat, dessen Vater lebt! Für 30 Lenze und angeblich studiert reichlich weltfremd, oder?
 
  • #5
Sorgerecht gegen Ausgleichs- und Unterhaltsverzicht ist eine denkbare und gangbare Lösung, auf die sich viele Männer gewiss einlassen würden. Ich würde das an Deiner Stelle probieren -- die Freiheit und Unabhängigkeit ist es sicherlich wert und auch für ihn würde es viel Freiheit bedeuten. Wäre wahrscheinlich für Euch beide eine Win-Win-Situation.
 
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  • #6
Wenn diese Stelle der einzig sinnvolle berufliche Schritt für Dich ist und er dabei viel Geld spart was ihm lt. Deiner Angaben hier wichtig ist - dann würde ich dieses Thema mit einbeziehen in ein Gespräch mit einem Mediator.

Wie alt ist das Kind ? Es darf in der Regel selbst bestimmen wenns schon etwas älter ist wo es leben will. Niemand darf erwarten dass Du neben beim Vater wohnst und arbeitest.

Machs nicht alleine, such Dir Unterstützung fachlicher Seite. Deine Chancen sind gut.
 
  • #7
Auf den Kindesunterhalt solltest und kannst du nicht verzichten, dieser steht euerem kind und nicht dir zu. Wenn du sonst nichts damit anfangen kannst, kannst du es auf einem Konto anlegen.

Ein geschiedener Partner KANN dich nicht einschränken, du kannst auf alle Fälle die Stelle im Ausland annehmen (die Leibeigenschaft wurde schon vor ein paar jahren abgeschafft). Hast du einen Anwalt? Er wird dir hoffentlich alle rechtlichen Fragen beantworten und dich davon abhalten, auf die dir zustehenden Renten-, Ausgleichs- und Unterhaltsleistungen zu verzichten.

Eine andere Sache ist es, eurem Kind den Vater vorzuenthalten. Das finde ich beiden gegenüber nicht korrekt. Auch wenn du im Ausland lebst, können die beiden Kontakt halten, schließlich gibt es weltweite Flugverbindungen und die Fluggesellschaften sind auf solche Fälle eingestellt.
Wie alt ist euer Kind?
 
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  • #8
Ich würde mir an Deiner Stelle erst mal Rat bei einem Fachanwalt für Familienrecht einholen was Dir im Falle einer Scheidung zustünde, sei es finanziell, sei es in puncto Kindesumgangsrecht. Dann kennst Deine Position. Nachgeben kannst immer noch. So wie Du klingst, besteht die Gefahr, daß Du leichtfertig auf Dinge verzichtest um das zu erreichen, was Dir ohnehin zusteht.
 
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  • #9
Also erst mal nimmst Du die Stelle im Ausland an und das Kind nimmst Du mit. (Die Stelle wir ja wohl nicht im Ostkongo sein, nehme ich an) Ich würde das alleinige Sorgerecht beantragen in Hinsicht auf die räumliche Trennung, nicht auf Unterhalt oder Kindesunterhalt verzichten, aber dem Vater das Recht geben, sein Kind regelmäßig zu sehen, z. B. im Urlaub.

Wo ist da ein Problem?
 
  • #10
Alleiniges Sorgerrecht gegen Unterhalts- und Vermögensverzicht?
Ich kenne keinen Vater der sein Kind so "verkaufen" würde und kann nicht fassen, dass es Menschen gibt, die so etwas auch noch legitim finden.

Insbesondere wenn Dein Kind noch klein ist: Was sagst Du ihm später? Freigekauft?
Wie soll sich das Kind dann fühlen?

Es geht hier nicht nur um Dein Leben, sondern auch um das Deines Kindes. Du wolltest diese Verantwortung, als Du Dich für die Schwangerschaft entschieden hast und solltest diese jetzt auch wahrnehmen. Das gilt natürlich auch für den Vater.

Manchmal kann man wirklich nur den Kopf schütteln.
 

hanjo58

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  • #11
Von mir kannst du deshalb keine Hilfestellung erwarten, weil ein Verhalten wie das deines Noch-nicht-Ex überhaupt nicht meine Art ist.
Familiensachen werden vernünftigerweise nichtöffentlich be- und verhandelt, sodass Journalisten allenfalls als Hofberichterstatter oder Szenereporter entsprechend ,,Wind" zu machen trachten.
Solange du dich nicht mit dem Kind in Regionen aufhältst, für die das Auswärtige Amt Warnmeldungen herausgibt, sehe ich dich als für die Kleinkindbetreuung privilegierte Mutter nicht im Problem der Fremdbestimmung. Am ehesten bekommst du wohl Probleme mit dem Jugendamt, wenn du auf Unterhalt verzichtest, der dem Kind zustünde.
 
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  • #12
Bei allem Respekt, studiert und so weltfremd und dann ins Ausland wollen, mit kleinem Kind? Das arme Kind!

Nicht auf Kindesunterhalt und deinen Anteil aus den Ehejahren verzichten, du hast deine Rechte, auf die du bestehen kannst, er hat seine Rechte und Pflichten.

Dazu gibt es gute Bücher und Scheidungsratgeber und einen guten Scheidungsanwalt.

Fang an erwachsen zu werden!

Viel Erfolg.
 
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  • #13
Vielen Dank für eure Antworten!
Ich weiß, ich muss mit einem Anwalt sprechen, aber der Termin ist erst in einer Woche. Also überlege ich vorher schon, und bestimmt mache ich mir zu viele Sorgen.
Natürlich habe ich bisher immer den Kontakt des Kindes zu seinem Vater gefördert, und das wird auch so bleiben.
Nochmals vielen Dank.
 
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  • #14
@6
Nein, das ist nicht richtig,was du sagst!
Wenn die FS ins Ausland umziehen möchte und der Kindesvater trotz Sorgerecht ganz erheblich dran gehindert werden würde, sein Kind zu sehen, weil z.B. die Entfernung für einen kurzfristigen Besuch ganz einfach zu weit ist,oder,oder - dann kann die Kindesmutter NICHT ganz so einfach umziehen!
Macht sie es trotzdem, ist das eine strafbare Handlung! (...wird allerdings in Deutschland eh' so gut wie nie verfolgt).
Also liebe FS, Gespräch mit dem EX suchen und Konsens finden!
Wie so meist, der Ton macht die Musik! (...sind ja nicht alle Männer Schweine,ne?)
 
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  • #15
@13 hier FS

Also doch "Leibeigenschaft".
Ich glaube nicht, dass er das erlauben würde. Und wenn es mit den Gesprächen zwischen uns klappen würde, dann müssten wir uns nicht scheiden lassen.
Nicht alle Männer sind Schweine, und mein Ex ist eigentlich ein ganz netter Kerl, aber er hasst mich.
Mal sehen was der Anwalt sagt.
Dir auch vielen Dank.
 
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